Borussia Mönchengladbach: U23 von Arie van Lent Team wird weiter umgebaut

Borussia Mönchengladbach : „Umbruch, Teil 2“ bei Arie van Lents U23

Sieben Spieler sind weg, zehn neue da bei Borussias Regionalliga-Team. Die Saisonvorbereitung hat läuft.

Zwei Tage lang wurde untersucht, wie es nach der Sommerpause um den Leistungsstand der U23-Spieler Borussias bestellt ist. Am Montag stand ein Sprung- und Laktattest an, am Dienstag gab es weitere gesundheits- und leistungsdiagnostische Tests. „Wir bestimmen den Ist-Stand und versuchen dann, die eventuellen Defizite in der Vorbereitung individuell aufzuarbeiten“, sagte Trainer Arie van Lent. Am Mittwoch geht er mit seinen Regionalliga-Fußballern erstmals auf den Trainingsplatz. Da wird es zunächst darum gehen, Kraft aufzubauen für die Saison. „Zu Beginn der Vorbereitung wird der Fokus auf der Fitness liegen. Dann werden wir aber möglichst schnell immer mehr spielerische Momente einbringen“, sagt van Lent.

Sein Kader hat sich ordentlich verändert. „Umbruch, Teil 2“ nennt Nachwuchsdirektor Roland Virkus das Hauptthema der kommenden Saison. Sieben Spieler sind weg, zehn neue da. Vier Akteure wurden von außen dazu geholt. Defensiv-Routinier Markus Pazurek (29)  kommt von Fortuna Köln, der australische Linksaußen Christian Theoharous (18)  wurde von Melbourne Victory importiert  und Linksverteidiger Moise Ngwisani (20) von Erzgebirge Aue. Mit dabei ist auch Torben Müsel, der Stürmer, der Stürmer aus Kaiserslautern, der einen Profivertrag hat, sich aber zunächst in der U23 beweisen soll.

Sechs Zugänge der Regionalliga-Mannschaft kommen aus dem eigenen Nachwuchs. Torwart Franz Langhoff (18), Verteidiger Mika Hanraths (19), Rechtsverteidiger Leon Kempkes (19), Mittelfeldspieler Ali Abu-Alfa (18) sowie die Stürmer Tillmann Jahn (18) und Justin Steinkötter (18) steigen aus der hauseigenen U19 in die U23 auf.

In der vergangenen Saison belegten die Gladbacher mit 43 Punkten den zwölften Tabellenplatz. Es soll mehr werden in der kommenden Spielzeit, doch stehen bei Borussia in der U23 grundsätzlich andere Dinge im Vordergrund als die reine Platzierung. „Unser erstes Ziel ist es, Bundesligaspieler auszubilden“, sagt Nachwuchsdirektor Roland Virkus.

In der vergangenen Saison  musste die U23 oft aushelfen, als es arge Verletzungsprobleme „oben“ gab. Mandela Egbo, der Rechtsverteidiger, war achtmal im Kader und kam in Hannover (1:0) zu seinem Bundesliga-Debüt. Verteidiger Florian Meyer kam beim 0:0 in Mainz zum ersten Einsatz im Oberhaus, wie Egbo war er achtmal im Kader. Marcel Benger gehörte in vier Pflichtspielen zum Aufgebot von Trainer Dieter Hecking, er kam zu seinem Bundesliga-Erstling gegen den Hamburger SV (3:1). Aaron Herzog und Justin Hoffmanns schafften es immerhin in den Kader, wurden aber nicht eingewechselt.

Die Bilanz zeigt, dass der Weg nach oben frei ist. Aber: „Die Spieler müssen ihre Leistung bringen und sich damit für oben interessant machen“, sagt Virkus. Zwar hoffen die Borussen, das Verletzungsproblem des Hecking-Teams in den Griff zu bekommen, doch „Angebote“ werden sicherlich dennoch weiterhin gern wahrgenommen.

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