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Borussia Mönchengladbach: U23 verliert ersatzgeschwächt gegen Rödinghausen

Gladbachs Zweitvertretung : Borussias U23 fehlen gegen Rödinghausen nicht nur einige Stammspieler

Die Zweitvertretung der Gladbacher ging ersatzgeschwächt in die Partie gegen den SV Rödinghausen. Doch beim 1:2 mangelte es auch an Ideen, das Plus an Ballbesitz in Zählbares umzumünzen.

Nach der Niederlage im Derby gegen den FC Wegberg-Beeck hat Borussias U23 auch daheim gegen den SV Rödinghausen verloren, diesmal 1:2. Die personelle Lage war allerdings äußerst angespannt. Neben Ersatzkeeper Max Brüll fanden sich auf der Bank mit Lamin Touray, Mordecai Zuhs und A-Junior Malcom Scheibner gerade noch drei Feldspieler. Hätte nicht Torben Müsel noch mitwirken dürfen, wäre es gar noch einer weniger gewesen.

Doch auch Müsel vermochte diesmal nicht dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Borussia hatte zwar mehr Ballbesitz, kam mit den Gästen, die ihre defensiven Aufgaben solide erledigten, aber dennoch nicht klar. „Gegen so tief stehende Gegner haben wir Schwierigkeiten, uns Chancen zu erspielen, das war ja schon in Beeck so. Daran müssen wir unbedingt arbeiten“, erklärte Co-Trainer Daniel Felgenhauer, der seinen gesperrten Chef Heiko Vogel letztmals an der Seitenlinie vertrat.

Einmal zeigten die Borussen vor der Pause, wie der Rödinghäuser Riegel zu knacken war. Da spielte Per Lockl einen Ball auf Phil Beckhoff in den Strafraum, der den aus dem Tor geeilten Keeper Alexander Sebald überlupfte, nachdem er seinen Gegenspieler mit einer feinen Körpertäuschung hatte aussteigen lassen (20.). Doch Szenen wie beim 1:0 gab es viel zu selten, zu oft versuchte es der VfL mit langen Bällen.

Bitter war indes, dass Borussia das Spiel letztlich durch zwei Elfmeter verlor. Der erste folgte nahezu unmittelbar auf die Führung. In einem Laufduell brachte Tom Gaal Gegenspieler Patrick Kurzen zu Fall, die Proteste, es sei der Ball gespielt worden und der Gegenspieler aus dem Abseits gekommen, halfen nicht. Mirko Schuster verwandelte ebenso sicher wie kurz vor dem Pausenpfiff, als es erneut Gaal war, der diesmal Vincent Schaub im Strafraum traf. Da gab es nichtmal einen Hauch von Beschwerdegrund.

Zu behaupten, die Borussen hätten es nach der Pause nicht versucht, wäre unfair. Dennoch wirkte es so, als sei im Team des Gegners mehr Leben, mehr Wille zu erkennen. „Da muss ich die Jungs ganz klar in Schutz nehmen. Sie wollten schon. Aber die Mannschaft ist jung, und auf dem Platz dann lauter zu werden, das muss man schon auch lernen“, sagte Felgenhauer. Die beste Chance war ein Schuss Steffen Meuers aus 16 Metern (87.), während nach der Pause Jan Olschowsky zweimal in höchster Not klären musste. Ganz unverdient war das Ergebnis so letztlich auch nicht.

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Borussia U23: Olschowsky – Gaal, Lieder, Lofolomo – Kemper, Lockl, Christiansen, Schlosser (83. Scheibner) – Müsel – Meuer, Beckhoff (70. Touray). Tore: 1:0 Beckhoff (20.), 1:1 Schuster (23., Foulelfmeter/23.), 1:2 Schuster (45., Foulelfmeter). Zuschauer: 194.