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Borussia Mönchengladbach: U23-Torwart Jan Olschowsky widerlegt Kritiker

Borussias U23-Torwart : Olschowsky widerlegt seine Kritiker

Jan Olschowsky profitiert davon, dass er während des Corona-Shutdowns durchgehend mit den Profis trainiert hat. Der 18-Jährige debütierte bereits mit 16 in der Regionalliga West.

Nachdem Borussias U23 am vergangenen Freitag gegen den 1. FC Köln auch daheim erstmals in dieser Saison ein Spiel verloren und damit die vorübergehende Tabellenführung abgegeben hat, geht es in den beiden nächsten Partien darum, sich für die gerne gezogene Zwischenbilanz nach zehn Spielen möglichst gut zu positionieren. Dafür geht die Reise am Samstag um 14 Uhr zu den Sportfreunden Lotte, die mit bisher erst fünf Zählern in der roten Zone der Tabelle stehen, während Borussia nach acht Spieltagen mit einer Partie mehr auf 14 Zähler kommt.

Stellt man sich die Frage, wer bisher aus den Reihen der Mannschaft von Trainer Heiko Vogel zu den Gewinnern der Saison zählt, so landet man recht schnell bei Torhüter Jan Olschowksy. Der 18-Jährige hat in dieser Saison alle Partien absolviert, kommt aber insgesamt bereits auf 28 Regionalliga-Einsätze und debütierte, als er noch nicht einmal 17 Jahre alt war. Das hat ihm inzwischen erste Einsätze in der U19- und U20-Nationalmannschaft beschert – sowie einen Profi-Vertrag.

In der laufenden Spielzeit festigt sich der Eindruck, dass die Leistungen des Schlussmannes sehr deutlich stabiler werden. Neun Gegentore kassierte er in acht Spielen, zweimal blieb er zu Null und rettete seinem Team bereits mehrmals den Erfolg, wie etwa gegen Straelen oder auch gegen Wuppertal, als es ohne ihn zumindest keinen klaren Sieg gegeben hätte.

„Am Anfang wurden wir teilweise ja etwas belächelt, Jan sein zu klein oder mache zu viele Fehler. Ich habe darauf spekuliert, dass wir im zweiten Jahr einen ausgezeichneten Regionalliga-Torwart haben, wenn er den Männerfußball adaptiert. Im Moment sieht es so aus, als sei der Plan voll aufgegangen“, sagt Amateur- und Jugenddirektor Roland Virkus. „Er hat sich zu Beginn selbst unter Strom gesetzt, wollte alles gleich perfekt machen. Das ging natürlich nicht. Inzwischen zeigt er aber nicht nur starke Reaktionen, er ist auch gut mit dem Ball am Fuß und hat auch den Strafraum im Griff“, lobt Virkus.

Seinen Teil zum Leistungssprung beigetragen hat wohl auch der Umstand, dass er in der Corona-Phase durchgehend bei den Profis mit Yann Sommer, Tobias Sippel und Max Grün trainiert hat. „Was Uwe Kamps mit seinem Team der Torwart-Trainer leistet, ist ohnehin hervorragend“, fügt Virkus an.

Auf Seiten der Gastgeber aus Lotte wird Heiko Vogel es am Samstag mit der 31-jährigen Trainerin Imke Wübbenhorst zu tun bekommen. Ihm selbst wird dabei viel Personal fehlen, etwa weiterhin Routinier Thomas Kraus oder Jordi Bongard und Conor Noß. Doch auch das wird er kompensieren – wie er das bisher schon mehrmals geschafft hat.