Borussia Mönchengladbach: U23 siegt, Jordan Beyer fliegt

2:1 gegen Verl in Unterzahl : Borussias U23 siegt, Jordan Beyer fliegt

Jordan Beyer sah bereits nach zehn Minuten die Rote Karte, eine Fehlentscheidung. Dennoch konnten die Gladbacher ihren zweiten Sieg in Folge einfahren.

(kpn) Mit zwei Siegen in Folge hat Borussias U23 im Schlussspurt der Saison die Chancen auf eine beachtliche Abschlussplatzierung deutlich verbessert. Nach dem 2:1 beim SC Verl am Freitag ist sogar Platz drei wieder in Reichweite, da der SV Rödinghausen sein Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorfs U23 2:3 verlor. Viel beachtlicher ist aber, wie die Mannschaft von Arie van Lent 80 Minuten lang in Unterzahl in Westfalen auftrat.

Denn die Aufgabenstellung unterschied sich massiv von dem, was die Borussen gewohnt sind. Es wurde ihnen nicht das Spiel angetragen, sondern sie mussten sich weit tiefer als üblich defensiv organisieren. Zwar spielte den Borussen der frühe Führungstreffer durch Keanan Bennetts nach sechs Minuten in die Karten, doch das änderte nichts an den ärgerlichen Umständen der Roten Karte gegen Jordan Beyer vier Minuten später. Denn Beyer, der zu Beginn der Saison zu seinen ersten Bundesligaspielen gekommen war, hatte sich keiner Notbremse schuldig gemacht, sondern klar den Ball gespielt. „Wenn man das jetzt nochmal sieht, dann müsste man das eigentlich als Lehrvideo nehmen, wie man sich in einer solchen Situation perfekt verhält“, kommentierte van Lent, der es aber sehr gut fand, wie sich die Mannschaft danach ins Spiel kämpfte. Thomas Kraus wurde vom Rechtsaußen zum rechten Verteidiger, Torben Müsel rückte neben Marcel Benger auf die Sechs, Giuseppe Pisano ein Stück nach vorne. „Wir haben auch danach bis zur Pause nur bei zwei Standards etwas zugelassen und dann selbst eine gute Reaktion zum 2:0 gezeigt“, erklärte der Coach freudig.

Denn mit einem schnell ausgeführten Freistoß überrumpelte Müsel den gesamten SC Verl, Kraus legte quer und Babis Makridis musste den Ball nur noch über die Linie drücken.

„Nach der Pause haben wir zwar mehr zugelassen und unser Spiel nicht mehr so ganz halten können, aber bis zur letzten Minute gekämpft. Die Jungs können stolz sein, dass sie alles rausgehauen haben“, lobte van Lent. Nach einem Fehler von Justin Hoffmanns kamen die Verler zwar durch Ron Schallenberg nach gut einer Stunde zum Anschluss, alle anderen Versuche wurden jedoch erfolgreich vereitelt. Und so war die Freude nach der frühen Benachteiligung natürlich umso größer.

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