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Borussia Mönchengladbach: U23 bricht beim 1:5 gegen den BVB am Ende ein

Debakel in der Schlussphase : Gladbachs U23 bricht in Dortmund nach „bester erster Halbzeit“ ein

Borussia Mönchengladbachs U23 machte in Dortmund lange ein starkes Spiel, führte seit der sechsten Minute. Dann ging die Mannschaft von Trainer Heiko Vogel beim Aufstiegskandidaten in der Schlussphase unter.

Einen bitteren Nachmittag hat Borussias U23 am Mittwoch bei der Zweitvertretung von Borussia Dortmund erlebt. Fast 70 Minuten lang führte der VfL bei den Dortmundern, die nach dem Heimrecht-Tausch Gastgeber waren, und machte ebenso lange ein wirklich gutes Spiel – um letztlich deutlich 1:5 zu unterliegen. Gedreht hat der BVB das Spiel in 120 Sekunden.

Die Gladbacher begannen bärenstark und gingen bereits in der sechsten Minute in Führung. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld ging es blitzschnell, und Thomas Kraus legte den Ball mit dem Rücken zum Tor quer auf Per Lockl, der aus 18 Metern flach abschloss.

Zwar ergab sich in der Folge selten weitere Torgefahr, doch bei den Dortmundern drückte der VfL durch konsequentes und leidenschaftliches Verteidigen die Torgefahr nahe null – und das über die 70. Minute hinaus. „Die erste Halbzeit war sicherlich die beste der bisherigen Saison“, lobte Trainer Heiko Vogel. Was wäre wohl gewesen, hätte Justin Steinkötter mit einem sehenswerten Anspiel von Lockl im Strafraum in der 52. Minute mehr anfangen können?

Angesichts der Schlussviertelstunde sollte das am Ende keine Relevanz mehr haben. Nach 65 Minuten musste Jordan Beyer, der als zentraler Akteur in der Dreierkette agierte, gemäß der Absprache vom Feld. „Er hat bis dahin ein ganz starkes Spiel gemacht, war in jeder Hinsicht ein Leader. Als dann zwei Minuten später Andreas Poulsen verletzt vom Feld musste, war ich dann zu einem weiteren Wechsel gezwungen“, erklärte Vogel.

So ging dem VfL die vorhandene Stabilität komplett verloren. Dominik Wanner und Tobias Raschl drehten in 120 Sekunden das Spiel, es folgten ein Eigentor von Lukas Müller und weitere Treffer durch Alaa Bakir und Raschl. „Dass wir dann komplett auseinander brechen, darf uns so nicht passieren. Das Mentalitäts-Problem zieht sich ein wenig wie ein Roter Faden durch die Saison – und die müssen wir weiter schärfen“, betonte Vogel.

Aufstellung: Olschowsky – Wentzel (79. Schroers), Beyer (64. Müller), Pazurek, Skraback, Poulsen (67. Kurt) – Niehues – Noß (74. Christiansen), Lockl – Kraus, Steinkötter. Tore: 0:1 Lockl (6.), 1:1 Wanner (73.), 2:1/5:1 Raschl (75./89.), 3:1 Müller (Eigentor, 79.), 4:1 Bakir (83.).