Borussia Mönchengladbach: Türkische Behörden widersprechen Borussen, Fanhilfe Mönchengladbach kontert

Schikane gegen Gladbacher in Istanbul : Türkische Behörden wehren sich gegen Vorwürfe – Fanhilfe kontert

Der Fan-Ärger von Istanbul ist noch lange nicht vorbei. In einer Stellungnahme haben die türkischen Behörden Borussias Vorwürfen widersprochen. Die Fanhilfe Mönchengladbach reagierte auf die Äußerungen, bezeichnet sie als „Fake News“.

Sportdirektor Max Eberl hatte zuletzt bekräftigt, dass Borussia aufgrund der Schikane, der die Fans des Klubs beim Europa-League-Auswärtsspiel in Istanbul gegen Basaksehir FK ausgesetzt waren, noch schriftlich bei der Uefa Beschwerde gegen das Vorgehen der örtlichen Polizei einlegen will. Doch genau die weist nun die Vorwürfe komplett von sich.

Die Fanhilfe Mönchengladbach hat auf ihrer Internetseite die Stellungnahme der Behörde übersetzt. Darin heißt es zum Beispiel: „Meldungen dahingehend, dass beim Europa-League-Spiel zwischen Basaksehir und Borussia Mönchengladbach zwei Fans in Gewahrsam genommen, Fahnen, nur aus dem Grunde, dass sie religiöse Symboliken enthalten, nicht ins Stadion gelassen und Fans zum Einsteigen in Busse gezwungen wurden, entsprechen nicht der Realität.“

Die Fanhilfe weist in ihrer Reaktion einerseits darauf hin, dass es eine Behauptung, die Fans seien in Busse „gezwungen“ worden, nie gegeben hatte. Stattdessen waren die Gladbacher verpflichtet, in Bussen anzureisen, um ins Stadion zu gelangen.

Die Vorwürfe, Borussen seien in Gewahrsam genommen worden, nach Sichtung des Videomaterials aber wieder freigelassen worden, sowie dass Fahnen mit der Begründung, es seien christliche Zeichen darauf zu sehen, nicht ins Stadion gebracht werden durften, bekräftigten die Gladbacher.

Weiter behauptet die türkische Behörde, die Abteilung "Spor Sube“ der Istanbuler Polizei habe lediglich „Gästefans sicher mit Bussen zum Stadion gebracht“, „Banner und schalartige Materialien (...) des Gastvereins kontrolliert“ und „gestattet, dass genannte Banner an bestimmten Punkten im Stadion aufgehangen werden dürfen, insofern sie keine Sichtbehinderung darstellen“.

Dass die Anreise zum Stadion sicher war, unterstreicht auch die Fanhilfe, sie weist aber erneut darauf hin, dass „die katastrophale Organisation der türkischen Polizei sowie deren Verzögerungen zu einer inakzeptabel späten Ankunftszeit“ führten. Außerdem reagieren die Mönchengladbacher auf die Reinwaschung der türkischen Behörde mit dem Vorwurf, die Beamten hätten sich „aggressiv und eskalierend“ verhalten und betonen erneut, dass Banner aus inhaltlichen Gründen nicht ins Stadion gebracht werden durften.

Auf der Internetseite der Fanhilfe Mönchengladbach werden weitere Auszüge aus der Stellungnahme der türkischen Behörde dargestellt. Dabei stellt es die Polizei offenbar so da, als gäbe es Vorwürfe, die jedoch nie geäußert wurden. Auch das stellt die Fanhilfe ausführlich dar. Den gesamten Beitrag der Fanhilfe Mönchengladbach können Sie unter http://fanhilfe-moenchengladbach.de/fake-news-der-tuerkischen-polizei/ lesen.

Mehr von RP ONLINE