Borussia Mönchengladbach: Trotz des schlechten Europa-Starts bleibt Marco Rose positiv

Nur ein Punkt aus zwei Spielen : Trotz des schlechten Europa-Starts bleibt Rose positiv

Nach dem glücklichen 1:1 bei Basaksehir muss die Borussia in der Europa League gegen Favorit AS Rom punkten. Trainer Marco Rose bleibt trotz des schwachen Starts positiv.

Borussia Mönchengladbach und die Europa League sind in dieser Saison noch nicht so recht warm geworden miteinander. Drei Siege gab es seit der September-Länderspielpause in der Bundesliga, doch auf der internationalen Bühne, da spielen die Gladbacher noch die Rolle des Ritters der traurigen Gestalt. Gerade so kam das Team des ambitionierten Trainers Marco Rose zu einem Punkt beim türkischen Klub Basaksehir FK, weil Patrick Herrmann, der Joker, in der Nachspielzeit zum 1:1 traf.

Einen Punkt nach zwei Spielen hatten die Borussen auch in ihrer ersten Saison in der Europa League nach langer internationaler Abstinenz, das war in der Spielzeit 2012/13. Damals startete Lucien Favres Gladbach mit einem 0:0 beim zyprischen Klub AEL Limassol, es folgte ein 2:4 gegen Fenerbahce Istanbul. Dieses Mal gab es zuerst eine Heimniederlage, das bittere 0:4 gegen den Wolfsberger AC, und nun das 1:1 in Istanbul. Die gute Nachricht für die Jetztzeit-Borussen: Vor sieben Jahren kamen sie trotz des bescheidenen Starts noch in die Zwischenrunde. Auch weil Gladbach gegen den vermeintlich favorisierten Klub Olympique Marseille vier Punkte holte. Es gibt also Hoffnung vier Spiele vor Schluss der Gruppenphase.

Damit sich die erfüllen kann, braucht es jedoch lauter Siege, vermutet Mittelfeldmann Christoph Kramer. „Wir haben gegen zwei Gegner in der Europa League gespielt, die wir schlagen müssen. Das ist unser Anspruch. Wir haben hier beide Male nicht das auf den Platz gebracht, was wir in der Bundesliga auf den Platz bringen. Woran das liegt, weiß ich nicht. Die Vorbereitung war die gleiche. Wir müssen unsere Spiele gewinnen, um weiterzukommen“, sagte Kramer.

Marco Rose mag es, dass seine Mannschaft selbstkritisch ist. „Das Beste am Spiel war das Ergebnis, die Leistung war nicht gut, gestand entsprechend Kramer. „Auch der Trainer legt immer wieder den Finger in die Wunde“, versicherte Rose. Und doch ist es seine Maxime, „Immer positiv bleiben“.

Der Ertrag seines Teams in der Bundesliga erlaubt diese Sichtweise. Die Gladbacher gehören mit 13 Punkten zur Bundesliga-Spitzengruppe nach zuletzt drei Siegen. Diese Serie soll am Sonntag (13.30 Uhr) ausgebaut werden gegen den FC Augsburg. Rose wird in dem Spiel einigermaßen rotieren, um das Ziel, das zweite Heimspiel in Folge zu gewinnen, zu erreichen. So hat er es auch nach dem ersten Europa-Einsatz gegen Wolfsberg getan. Frische Kräfte für den Alltag.

Schaut man nochmal zurück auf Istanbul, so endete dort eine Serie. Denn die letzten fünf Auswärtspflichtspiele hatte Gladbach saisonübergreifend gewonnen, nun gab es nur das 1:1. Doch fasst man alle Aspekte dieser Reise an den Bosporus, bei der vieles nicht so lief wie es sich die Borussen erhofft hatten, zusammen, kommt man ungeachtet der Tatsache, dem eigenen Anspruch nicht gerecht worden zu sein, zu dem Ergebnis: Es hätte schlimmer kommen können.

„Es ist wichtig, dass wir den Punkt noch geholt haben“, stellte Marco Rose klar. Sein Projekt Borussia ist sichtlich noch in der Mache, doch in der Europa League gilt nun, was Kramer sagt: Siegpflicht. Das nächste Spiel ist am 24. Oktober bei der AS Rom. In der Ewigen Stadt endete 2012/13 bei Romas Konkurrenten Lazio die Europa-Tour in der Zwischenrunde. Nun soll sie in knapp drei Wochen dort richtig beginnen.

Mehr von RP ONLINE