Nach Beyer, Nicolas und Kersken Borussia-Manager Virkus schließt weitere Leih-Abgänge nicht aus

Mönchengladbach · In diesem Sommer kann Borussia Mönchengladbach keine Spieler mehr verpflichten, doch auf der Abgangsseite könnte sich noch etwas tun. Im Fokus stehen drei Borussen, die unter Daniel Farke keine Aussichten auf Bundesliga-Einsätze haben. Sportdirektor Roland Virkus hat sich am Freitag dazu geäußert.

Borussia Mönchengladbach: Rekord-Transfers - Einkäufe und Verkäufe
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Rekord-Transfers von Borussia Mönchengladbach

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Foto: AP/Martin Meissner

28 Spieler umfasst der Profi-Kader von Borussia Mönchengladbach nach der Schließung des Transferfensters in Deutschland am 1. September. Neben Torhüter Jan Olschowsky, der der Stammtorwart der U23 ist, und Mamadou Doucouré, der sich gerade in der Regionalliga West an regelmäßige Einsatzzeiten herantastet, gibt es drei Spieler, die bei Chefcoach Daniel Farke in den ersten Ligaspielen alle nicht zum Zug kamen und es so schnell wohl auch nicht werden: Conor Noß, Torben Müsel und Rocco Reitz.

Dass in Julian Weigl ein weiterer Spieler für die defensive Zentrale verpflichtet wurde, ist vor allem für Reitz keine gute Nachricht. Er muss sich hinter Spielern wie Christoph Kramer, Manu Koné, Florian Neuhaus und eben Weigl anstellen, Noß und Müsel konkurrieren weiter vorne mit Kapitän Lars Stindl und Marcus Thuram.

Derzeit bleibt ihnen nichts anderes übrig, als am Wochenende in der U23 Spielpraxis zu sammeln. Gegen Preußen Münster standen sie zusammen in der Startelf, doch Sportdirektor Roland Virkus hätte nichts dagegen, wenn sich bei ihnen noch die Möglichkeit ergäbe, woanders unterzukommen, um auf einem höheren Niveau zu spielen. Möglich ist das beispielsweise in Belgien, wo die Klubs noch bis zum 6. September Spieler verpflichten dürfen.

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Borussias Eigengewächse aus dem Fohlenstall

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Foto: AFP/UWE KRAFT

Konkret auf Leihen nach Belgien angesprochen, wo Reitz (St. Truiden) und Müsel (KAS Eupen) in der vergangenen Saison bereits aktiv waren, sagte Gladbachs Sportdirektor Roland Virkus am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Mainz 05 (17.30 Uhr, Dazn): „Klar überlegt man noch, weil es wichtig ist, dass junge Spieler spielen und dass sie dementsprechende Reize bekommen. Natürlich beschäftigt man sich damit. Aber wir müssen gucken, was geht und dann schauen wir mal.“ Bis kommenden Dienstag bleibt Borussia Zeit, Abnehmer für die Spieler zu finden und mit belgischen Klubs zu verhandeln.

Theoretisch gibt es noch weitere Ligen, in denen das Transferfenster länger als in den europäischen Top-Ligen geöffnet hat, hier ein kleiner Überblick: Türkische Klubs dürfen Spieler noch bis zum 8. September verpflichten, genauso sieht es in Tschechien aus. In Mexiko schließt der Transfermarkt einen Tag früher, in Australien erst am 13. September. Wer nach Griechenland will, hat bis zum 15. September Zeit – doch das dürften alles eher keine Ziele sein, die für die Borussia-Talente infrage kommen. Ob sich jedoch tatsächlich Leih-Klubs finden, ist fraglich, schließlich hat der Transfermarkt in Belgien bereits seit dem 15. Juni geöffnet.

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