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Borussia Mönchengladbach Transfers: Eberl kann sich nur bei Thuram und dem BVB festlegen

Borussia in der Transfer-Warteschleife : Eberl kann sich nur bei Thuram und dem BVB festlegen

Geduld ist bei Borussia Mönchengladbach und Manager Max Eberl bezüglich der Kaderplanung gefragt. Das weiß auch der neue Trainer Adi Hütter. Der Abgang von BVB-Spieler Jadon Sancho soll sich indes nicht bis an den Niederrhein auswirken. Eberl muss andere Baustellen abarbeiten.

Dass die jetzige Transferphase die komplizierteste sei, die er in 13 Jahren als Gladbach-Manager erlebt, darauf wollte sich Max Eberl nicht festlegen. „Es ist was Neues“, sagte Eberl am Freitag bei seinem ersten gemeinsamen Auftritt mit dem neuen Trainer Adi Hütter.

Beide haben sich in den vergangenen Wochen intensiv ausgetauscht und immer wieder über Szenarien, die der Transfermarkt in diesem Sommer mit sich bringen könnte, gesprochen. Die Krux bei der Sache: Es ist bis dato alles nur blanke Theorie. Hütter und Eberl müssen sich gedulden, bis sie Gewissheit haben, wie der Kader der nächsten Saison aussieht. „Der Transfermarkt hat noch nicht angefangen“, sagte Eberl. In den vergangenen Jahren hatte er den Kader für die neue Saison meist sehr früh zusammen. Bis auf Manu Koné, dessen Wechsel Borussia bereits im Januar klargemacht hat, kann er Hütter bislang keine Zugänge präsentieren.

Damit Borussia auf dem Transfermarkt überhaupt agieren kann, muss mindestens ein Spieler verkauft werden. Das Interesse anderer Klubs wird vor allem Marcus Thuram, Florian Neuhaus, Jonas Hofmann, Matthias Ginter und Denis Zakaria nachgesagt, konkret ist bislang aber noch gar nichts. „Wir haben zwei, drei Baustellen“, sagte Eberl und verwies unter anderem auf die Situation von Ginter und Zakaria, deren Verträge 2022 auslaufen und bei denen eine Verlängerung aktuell nicht in Sicht sei. Und so steckt Eberl in einem Warteschleifen-Dilemma, das er so aus der Vergangenheit nicht kennt. Er muss warten, die Füße stillhalten, den Markt beobachten.

Dabei könnten ihm auch Ideen wegbrechen, wenn sich Spieler, mit denen bereits Gespräche geführt wurden, in nächster Zeit für andere Vereine entscheiden. „Natürlich ist die Gefahr da, dass solche Spieler irgendwann nicht mehr warten wollen“, erklärte Eberl. Dadurch könnte Hütter möglicherweise nicht seine Wunschspieler bekommen. Dass er und Eberl einen Plan haben, welchen Spieler sie im Fall der Fälle wie ersetzen würden, wurde auf der Pressekonferenz deutlich.

In die Karten würde ihnen vor allem ein attraktives Angebot für Zakaria spielen. Dann wäre Geld da, nicht nur, um einen weiteren Spieler zu kaufen, sondern auch, um beispielsweise Ginter ein lukratives Angebot für eine Vertragsverlängerung zu unterbreiten. „Wenn ich irgendeinem Spieler einen Vertrag anbiete, der für ihn nicht angemessen ist, brauche ich ihm kein Angebot machen, wenn ich genau weiß, dass er es ablehnt“, sagte Eberl.

Damit das passiert, muss es der Domino-Effekt auf dem Transfermarkt, auf den auch Eberl wartet, bis an den Niederrhein schaffen. In Jadon Sancho, der für mindestens 85 Millionen zu Manchester United wechselt, ist der erste große Transfer perfekt. Auf Borussia hat das aber offenbar keinen direkten Einfluss. Gerüchte aus Frankreich, Marcus Thuram könne in Dortmund der Sancho-Nachfolger werden und Marco Rose damit sein Versprechen, keinen Spieler mitzunehmen, brechen, wollte Eberl nicht direkt kommentieren. Er sagte aber: „Der Domino-Stein ist gefallen, aber parallel zu uns. Der hat bei uns keinen Abzweig.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die wichtigsten Zitate von Adi Hütter