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Borussia Mönchengladbach: Transfer von Ko Itakura auf der Zielgeraden

Japaner soll Borusse werden : Gladbach will Itakura-Transfer möglichst schnell fix machen

Das Ziel dürfte sein, den Japaner Ko Itakura möglichst noch mit ins Trainingslager an den Tegernsee mitzunehmen. Bei Yann Sommer steht alles in der Schwebe. Es gibt bislang noch keine Anfrage aus Nizza, doch wenn sie kommt, könnte das alles verändern.

Der Fußball-Profi Ko Itakura ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag von Japan nach Deutschland geflogen. So viel ist zu erfahren in den sozialen Netzwerken. Und auch, dass sein erstes Ziel hierzulande Frankfurt war. Was vor allem Borussia-Fans Kopfzerbrechen bereitete. Denn eigentlich soll der Mann, der Innenverteidiger und Sechser sein kann, doch Gladbacher werden, schließlich soll der niederrheinische Bundesligist seine erste Option sein, nachdem klar ist, dass sein Ex-Verein Schalke 04 die Kaufoption nicht bedienen kann.

Aber wird es auch was? Funkt Eintracht Frankfurt dazwischen? Der SC Freiburg? Oder gar Celtic Glasgow? Es wurde diskutiert und spekuliert. Schließlich entscheidet Manchester City mit, der Klub, bei dem Itakura derzeit noch angestellt ist.

Immerhin hat Borussias Trainer Daniel Farke einen guten Draht zum englischen Meister, ist er doch im regen Fach-Austausch mit City-Coach Pep Guardiola. Dazu kommt Itakuras Interesse an Borussia, das sollte in Summe zu einem Deal führen, trotz aller Befürchtungen, Itakura könnte doch noch woanders landen.

Nach Informationen unserer Redaktion ist es Gladbachs Ziel, den Japaner möglichst schnell zu verpflichten, um ihn schon im Trainingslager in Rottach-Egern am Tegernsee, in das die Borussen am Sonntag reisen, dabei zu haben. Somit liegt auf der Hand, dass Itakuras finales Reiseziel Mönchengladbach war.

Fix ist aber noch nichts. Für Gladbachs Manager Roland Virkus gilt es, mit „City“ klarzukommen. „Es gibt zwei Parteien und die müssen sich einigen, so einfach ist das. Es muss im Rahmen sein und bei der Qualität, die wir uns vorstellen, ist das nicht so leicht“, Kostenpflichtiger Inhalt sagte Virkus zuletzt im Interview mit unserer Redaktion.

Itakura ist vor allem in der Rolle als Sechser interessant für Gladbach, als einer, der vor der Abwehr für Ordnung sorgt, ein „Reparierer“ wie Virkus sagt. Er wäre nach Yuki Otsu der zweite Japaner in Borussias Geschichte. Dass die Verpflichtung auch das Interesse in Japan auf Borussia lenken würde, wäre ein angenehmer Nebeneffekt, wohl auch wirtschaftlich.

Itakura, der als Borusse gleich am zweiten Spieltag bei seinem Ex-Klub Schalke antreten würde, dürfte wohl ein Achsenspieler für Farke sein. Das ist auch Yann Sommer. Ob der Torwart aber bleibt, ist in der Schwebe. Gladbachs Ex- und Fast-wieder-aber-dann-doch-nicht-Trainer Lucien Favre arbeitet nun wieder bei OGC Nizza und soll dem Vernehmen nach Sommer haben wollen. Es soll, heißt es in französischen Medien, sogar eine mündliche Einigung geben.

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Eine offizielle Anfrage zu dem Thema ist nach Informationen unserer Redaktion in Gladbach allerdings noch nicht angekommen. Doch hinter OGC steht Jim Ratcliffe mit seinem Chemie-Konzern Ineos und den dazugehörigen Milliarden. Nizza spielt zudem in der Conference League und hat große Ambitionen. In der Summe könnten das Argumente sein für Sommer. Kommt eine Anfrage aus Frankreich – auch Stade Rennes wird genannt im Zusammenhang mit Sommer – könnte das daher die Lage ändern.

Sommer war in der vergangenen Spielzeit in herausragender Form, es wäre sportlich ein großer Verlust. Dennoch dürfte Borussia bei einer entsprechenden Offerte gesprächsbereit sein, zumal, wenn Sommer wechselwillig wäre. Bei einem kurzfristigen Abgang des Schweizers wäre in Tobias Sippel der mögliche Nachfolger schon da, die aktuelle Nummer zwei der Gladbacher dachte über einen Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern nach, doch das hat sich erledigt. Moritz Nicolas, dessen Leihe zu Viktoria Köln ausgelaufen ist, könnte dann Ersatztorhüter werden.

Der aktuelle Stand der Dinge in beiden Transferfragen zusammengefasst: Itakura dürfte bald Borusse sein, vielleicht sogar zeitnah. Was Sommer angeht, bleibt es beim Bangen, dass er doch gehen könnte. Es dürfte sich auch noch hinziehen, bis Klarheit in der Torwartfrage besteht.

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