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Borussia Mönchengladbach Transfer-News: Kouadio Koné kommt vom FC Toulouse

Er könnte Zakarias Nachfolger werden : Borussia verpflichtet französisches Mittelfeld-Talent Koné

Borussia Mönchengladbach hat den ersten Profi für die kommende Saison 2021/22 verpflichtet. Der Franzose Kouadio „Manu“ Koné könnte den Kaderplatz von Denis Zakaria einnehmen, falls dieser den Verein im Sommer verlässt.

Winter-Transfers sind bei Borussia Mönchengladbach in der jüngeren Vergangenheit eine Seltenheit. Der letzte Spieler, für den der Klub zu dieser Jahreszeit eine Ablöse bezahlte und der auch direkt wechselte, war in der Saison 2016/17 Timothée Kolodziejczak. Vor einigen Tagen traf Joe Scally in Gladbach ein, doch der US-Amerikaner wurde bereits Ende 2019 verpflichtet und zog nun nach seinem 18. Geburtstag an den Niederrhein.

Auch Kouadio „Manu“ Koné ist kein typischer Winter-Transfer, sondern vielmehr ein sehr früher Sommer-Transfer: Wie Borussia am Donnerstag bekanntgab, hat der Franzose einen Vertrag bis 2025 unterschrieben. Per Option kann der Vertrag um ein weiteres Jahr ausgedehnt werden. Koné wird sofort verpflichtet, allerdings umgehend an den FC Toulouse ausgeliehen, um dort weiterhin bis zum Saisonende zu spielen. Die Ablöse wurde nicht bekanntgegeben, soll aber im hohen einstelligen Millionenbereich liegen.

„Kouadio Koné ist ein hochinteressanter Spieler, den wir schon länger aus Spielen für die französischen Jugendnationalmannschaften und für seinen Klub FC Toulouse kennen“, wird Borussias Sportdirektor Max Eberl von Klubseite aus zitiert. „Er ist ein großes Talent, um den sich verschiedene Topklubs in Europa bemüht haben und wir freuen uns sehr, dass er sich für Borussia Mönchengladbach und die Bundesliga entschieden hat. „Ich bin total glücklich, hier zu sein. Ich war sehr daran interessiert, zu Borussia zu gehen. Ich denke, dass man sich bei Borussia sehr gut weiterentwickeln kann und ich möchte noch viel lernen“, kommentiert Koné seinen nächsten Karriereschritt.

Sein Profidebüt feierte der Mittelfeldspieler mit 18 Jahren und sieben Tagen in der französischen Ligue 1. Im Mai wird Koné 20, er bekommt bislang auf 35 Pflichtspieleinsätze für Toulouse, 18 davon in der laufenden Saison in der Ligue 2, in die der Klub vergangene Saison abgestiegen ist. Der 1,85-Meter-Mann erinnert in Videos von seinen Einsätze an Denis Zakaria, mit kürzeren Beinen, aber mit einer ähnlich dynamischen Mischung aus Aggressivität und Eleganz.

Mit der Personalie Zakaria dürfte auch Konés Verpflichtung indirekt zusammenhängen: Der Schweizer hat nur noch einen Vertrag bis 2022, und Gladbach-Manager Max Eberl hat oft betont, es sich nicht erlauben können, solch einen Spieler ablösefrei ziehen zu lassen. Genau dieses Szenario würde Borussia aber drohen, wenn Zakaria weder verlängert noch verkauft wird im Sommer. Hinzu kommt: In Michael Cuisance und Tobias Strobl haben den Klub seit 2019 zwei zentrale Mittelfeldspieler verlassen, aber kein neuer ist gekommen. Koné könnte damit in der Rangordnung der Sechser zum Herausforderer der Stammkräfte Florian Neuhaus und Christoph Kramer werden.

Nach Informationen unserer Redaktion hatte Borussia im Jahr 2020 für den Sommer Spieler auf dem Zettel, die dann im Winter plötzlich vom Markt waren, wie zum Beispiel den heutigen Leverkusener Edmond Tapsoba. Deshalb ist der Koné-Transfer ein Beweis dafür, dass die Transferarbeit niemals ruht und die Vereine im richtigen Moment zu schlagen müssen.

Koné wird der achte Franzose im Trikot von Borussia Mönchengladbach, der sechste seit Mamadou Doucourés Wechsel im Jahr 2016. Mit einem Absteiger aus der Ligue 1 haben die Fohlen gute Erfahrungen gemacht: Marcus Thuram wechselte allerdings nach Gladbach, anstatt mit EA Guingamp in die zweite Liga zu gehen. Koné wiederum hat diesen Zwischenschritt eingelegt, Toulouse steht aktuell auf Platz zwei. Vielleicht kommt er also als Wiederaufsteiger zu Borussia.