Borussia Mönchengladbach: Trainer Marco Rose will in Wolfsburg zurückkehren zur Normalität

1:2 gegen Basaksehir FK : Das sagt Borussia-Trainer Rose am Tag nach dem Europa-Aus

Marco Rose sprach am Tag nach dem Europa-League-Aus gegen Basaksehir FK über seine Gefühlslage, das Befinden der Mannschaft und Borussias anstehende Aufgabe am Samstag in Wolfsburg.

Der Tag nach dem 1:2 gegen Basaksehir FK und dem damit verbundenen Europa-League-Aus war nass und kalt. Marco Rose, Borussias Trainer, trug eine grüne Mütze zum Trainings-Outfit beim Auslaufen. Am Ende der Einheit wurde er selbst fußballerisch aktiv, der 43-Jährige schlug Flanken für seine Spieler, die vor dem Tor vollstrecken durften. Danach sprach Rose über ...

... seine Gefühlslage nach dem Aus „Es fühlt sich nach wie vor nicht gut an, weil es sehr bitter zustande gekommen ist. Es war unser großes Ziel, international zu überwintern, das haben wir nicht erreicht. Und trotzdem geht es weiter. Wir haben jetzt ein Spiel in Wolfsburg, was auch sehr wichtig ist.“

...den Ansatz für das Basaksehir-Spiel „Wenn wir das Spiel zehnmal spielen, gehen wir neunmal als Sieger vom Platz. Am Donnerstag war das eine Mal, wo passiert ist, was wir verhindern wollten. Man hat, glaube ich, gesehen, dass wir auf Sieg spielen wollten. Solche Entscheidungsspiele haben aber immer mal eine gewisse Eigendynamik. Der wollten wir entgegen wirken und trotzdem haben wir hinten raus das eine Tor bekommen, das wir nicht hätten bekommen dürfen.“

... den Lerneffekt aus dem Spiel „Der Gegner hat das Spiel so lange wie möglich offen gestaltet. Dann haben sie Demba Ba gebracht und viel auf zweite Bälle und Standardsituationen gelauert. Für uns wäre der nächste Schritt, dass wir mit noch mehr Selbstvertrauen und noch mehr Selbstverständlichkeit auftreten, um solche Spiele dann eher für uns zu entscheiden oder nicht hinten raus zu verlieren. Es geht darum, dass wir weiter an unserem Selbstverständnis arbeiten.“

... den mentalen Zustand der Mannschaft „Man muss jedem Spieler die Zeit geben, die er braucht nach so einem Erlebnis. Der eine oder andere war am Freitagmorgen schon wieder gut drauf, andere brauchen eins, zwei Tage dafür. Fakt ist: Sonntag geht es weiter. Wir haben ein Ziel, das wir hatten, verpasst. Das ist ärgerlich und tut weh. Trotzdem müssen wir wieder schnell Energie in unsere Körper und unsere Köpfe bekommen, um dann am Sonntag ein gutes Bundesligaspiel zu machen.“

... das, was er dem Team als Trainer mitgeben kann „Wir sind auch im Pokal ausgeschieden, wo wir ebenfalls das Ziel hatten, weiterzukommen. Aber wir haben am Freitag früh gesprochen und ich hatte nicht den Eindruck, dass wir jetzt in tiefenpsychologische Gespräche einsteigen müssen. Ich glaube, dass wir das hinbekommen und am Sonntag wieder eine Leistung bringen.“

... die These einiger Fans, dass das Europa-Aus hilfreich für die Liga sein kann „Ich kann solche Argumente durchaus nachvollziehen. Aber es war nicht unser Ansinnen. Wir wollten möglichst lange auf möglichst vielen Hochzeiten dabei sein, wollen möglichst viele Jungs zum Spielen bringen und möglichst viele Spiele für unsere Fans hier zu Hause haben. Das haben wir jetzt nicht mehr. Darum legen wir jetzt tatsächlich den vollen Fokus auf die Bundesliga.“

... das Spiel ins Wolfsburg „Die Spielweise von Wolfsburg ist bekannt. Jetzt haben sie aber in der Europa League erstmals ein 4-3-3 gespielt, das macht die Vorbereitung für uns etwas komplexer. Aber Grundprinzipien werden Aggressivität, hohes Verteidigen und Umschaltspiel sein, darauf müssen wir uns vorbereiten. Zumal Wolfsburg stark rotiert hat. Das bedeutet Frische, der wir auch Willen und Frische entgegen setzen müssen.“

...das Ziel für das Wolfsburg-Spiel „Wir wollen gleich wieder das Signal aussenden, dass wir da sind, dass wir Energie ausstrahlen und bereit sind, wieder unseren Fußball zu spielen. Und dann kämpfen wir natürlich um die Punkte, die wir holen wollen. Für uns geht es darum, zurückzukehren zur Normalität, uns der Aufgabe bewusst zu sein und als Team aufzutreten, um in die Erfolgsspur zurückzukommen.“

... das Treffen mit Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner, der in der vergangenen Saison noch Roses Konkurrent beim Linzer ASK war „Es ist ein sehr gutes Verhältnis, kollegial, wir kennen uns gut und schätzen uns sehr.“

eine eventuelle Rotation in Wolfsburg „Wir funktionieren als Mannschaft. Für Sonntag geht es um das Thema Frische. Wir spielen Mittwoch und Samstag, da müssen wir Frische auf den Platz bringen. Nico Elvedi hat einen Cut am Kinn, aber größere Verletzungen gab es gegen Basaksehir nicht.“

... die Herbstmeisterschaft „Das ist ein untergeordnetes Ziel. Unser erstes Ziel ist, am Sonntag nach dem bitteren Abend am Donnerstag wieder die Brust und den Kopf rauszustrecken und eine gute Leistung auf den Platz zu bringen.“