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Borussia Mönchengladbach: Trainer Marco Rose lässt die Corona-Situation nicht als Ausrede zu

„Wir nehmen es, wie es kommt“ : Borussia-Trainer Rose lässt Corona-Situation nicht als Ausrede zu

Marco Rose stellt klar, dass er die Corona-Situation nicht als Ausrede gelten lässt, wenn es ab dem 16. Mai wieder losgeht mit der Bundesliga. Borussias Trainer will, wenn die Fans wieder ins Stadion dürfen in der Zukunft, Fußball-Feste auf höchstmöglichem Niveau feiern.

Marco Rose hat wenig öffentlich gesprochen in den vergangenen Wochen. Ein Video-Auftritt bei Sky, das war es. Borussias Trainer fand, dass es die Zeit der Politiker und Virologen war, aber nicht der Fußballtrainer. Er hat sich mit seinem Trainerstab und seiner Mannschaft darauf konzentriert, sich unter den jeweils möglichen Umständen auf den Tag X vorzubereiten.

Der ist jetzt terminiert: Am 16. Mai steht für Roses Team der Restart in die Bundesliga mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt an (18.30 Uhr). „Wir freuen uns drauf und hoffen, dass wir unseren Fans wieder Freude machen können“, sagte Rose nun in der „Fohlenshow“, einem Online-Talk-Format seines Arbeitgebers.

Der 43-Jährige geht gewohnt nüchtern an die Situation heran. „Wir wissen, was der Spielbetrieb bedeutet: Auf der einen Seite geht es darum, dem Wirtschaftsbetrieb Fußball zu retten, auf der anderen Seite wollen wir mit unseren Fans, wenn sie wieder ins Stadion gehen dürfen, Feste feiern und das auf dem höchsten Niveau, das geht. Dafür brauchen wir eine gute Abschlusstabelle und gute letzte neun Spiele. Wir werden alles daran setzen, erfolgreich zu sein“, sagte Rose. Die Fans dürfen das als Versprechen des Trainers einsortieren.

Er sieht sein Team mental gut vorbereitet für die kommenden Wochen. „Ich habe den Eindruck, dass alle verantwortungsvoll mit der Situation umgehen und verstanden haben, worum es geht“, sagte er. Die Corona-Situation wird er nicht als Ausrede gelten lassen - auch das ist als Versprechen zu werten. „Wir haben wenig Zeit, vom Mannschaftstraining in den Spielbetrieb zu kommen. Aber wir haben von Anfang an gesagt: Wir nehmen es, wie es kommt“, stellte er klar. Das Beste aus jeder Situation machen, ist Roses Prinzip.

Rose weiß um die Notwendigkeit der Geisterspiele, doch mögen tut er sie nicht. „Wir sind uns alle einig: Fußball ist für die Fans da. Die Bundesliga hat sich in eine Richtung entwickelt, in der Kommerz eine sehr große Rolle spielt. Wir alle wollen und müssen daher so erfolgreich wie möglich sein. Der Fußball hat eine große Aufmerksamkeit und Strahlkraft, aber am Ende macht er nur Spaß, wenn unsere Fans dabei sind“, sagte Rose.

Dass er und seine Spieler bei den vier noch ausstehenden Heimspielen wegen der Fan-Doppelgänger aus Pappe, die den Borussen derzeit schon bei den Trainingseinheiten im Stadion „zuschauen“, nicht ganz auf die „Anwesenheit“ der Anhänger verzichten müssen, gefällt Rose. „Die Aktion ist fantastisch. Man hat tatsächlich das Gefühl, das man nicht allein im Stadion ist“, sagte er. Mehr als 12.000 der Pappfiguren sind bereits bestellt und sollen beim Heimspiel gegen Bayer Leverkusen, das auf den Frankfurt-Einsatz folgt, als Kulisse erstmals im Wettbewerb in Erscheinung treten. „Ich hoffe, es kommt im Fernsehen genauso gut rüber, wie es sich im Stadion anfühlt“, sagte Rose.