Borussia Mönchengladbach: Trainer Dieter Hecking war sauer über die passive Spielweise

Borussia-Trainer Dieter Hecking : „Wir sind viel zu passiv gewesen“

Borussia Mönchengladbach ist gegen den SC Freiburg nicht über ein 1:1 hinausgekommen. Trainer Dieter Hecking hatte nach dem Spiel einiges zu bemängeln. Ihm fehlten vor allem zwei Dinge bei seiner Elf.

Am Ende musste man aus Sicht der Borussia sagen, dass immerhin die Niederlagenserie im heimischen Stadion beendet war. Das 1:1 gegen Freiburg offenbarte jedoch erneut, dass sich Borussia nicht in der Verfassung befindet, mit der sie sich noch vor einigen Wochen in das Titelrennen der Bundesliga zu spielen schien. Auch Trainer Dieter Hecking blieb das nicht vorenthalten. Ihn störte sowohl das Spiel in der Defensive als auch in der Offensive. „Wir haben gewusst, was auf uns zukommt. Freiburg verteidigt leidenschaftlich, aber sie haben nicht nur das gemacht. Sie haben uns mit ihrem Spielaufbau vor Probleme gestellt“, sagte der 54-Jährige über die teils sehr langen Ballstafetten der Schwarzwälder, die die Borussen vor allem aus einem Grund nicht unterbinden konnten. „Wir sind viel zu passiv gewesen, damit bin ich überhaupt nicht zufrieden. Das haben wir uns anders vorgenommen“, meckerte der Trainer.

Offenbar war die Marschroute doch eher die, ein für die Gladbacher typisches Heimspiel abzuliefern. Gerade mit ihrer Ballsicherheit ließen sie zwölfmal in Folge ihre Gegner im Borussia-Park verzweifeln und gewannen - ehe der Dreier-Tiefschlag gegen Berlin, Wolfsburg (beide 0:3) und die Bayern (1:5) kam. Doch die gewünschte Dominanz blieb gegen Freiburg aus, auch Chancen waren Mangelware „und dann muss man mit so einem 1:1 auch mal zufrieden sein. Wir haben jetzt die Länderspielpause, die wir dafür nutzen müssen, um einiges anzusprechen und zu verbessern“, sagte Hecking.

Neben dem druckvollen Spiel fehlte dem Borussia-Trainer die Gefährlichkeit vor dem gegnerischen Tor. „Wir müssen uns ankreiden lassen, dass wir gegen Freiburg gewollt haben und angerannt sind, aber nicht mit der Struktur, die du dann auch brauchst. Mit guten Eins-gegen-Eins-Situationen, in denen man sich durchsetzt zum Beispiel - oder dem letzten Pass nach vorne. Dann wird es zäh, und dann wird man ungeduldig, was man bei meiner Mannschaft gesehen hat“, sagte Hecking.

Das Offensivspiel ist momentan das Sorgenkind der Borussen. In der Hinrunde trafen sie durchschnittlich mehr als zwei Mal pro Partie. In der Rückrunde ist es bislang ein Treffer pro Partie. Neun Treffer erzielten die Borussen in neun Spielen. „Ich erinnere mich an fünf, sechs Situationen, in denen der letzte Ball nicht gut gespielt war. Auch unsere Standardsituationen waren nicht gut ausgeführt. Dazu sind wir im letzten Drittel nicht zwingend genug, um den Gegner dauerhaft unter Druck zu setzen“, sagte Hecking. „Uns fehlen gerade einfach einige Mittel, die uns zuvor besser gemacht haben. Das müssen wir verbessern und wenn wir die wieder haben, gibt es auch wieder Heimsiege“, verspricht der Trainer.

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