Borussia Mönchengladbach: Trainer Dieter Hecking bastelt an der Schalke-Aufstellung

Hecking und die Personal-Fragen: Borussias Trainer muss basteln und tüfteln

Borussia hat am Freitag Nägel mit Köpfen gemacht und mit Jordan Beyer und Famana Quizera zwei Talente gebunden. Wer am Samstag gegen Schalke in der Startelf steht, ist aber noch nicht so sicher.

Borussia hat am Freitag kräftig an der Zukunft gebastelt. Jordan Beyer, das Eigengewächs aus Kempen, hat einen Profivertrag bis 2022 unterzeichnet. Zudem wurde das portugiesische Mittelfeldtalent Famana Quizera für die U17 verpflichtet. Läuft es bei dem jungen Mann, der von Benfica Lissabon kommt, perfekt, folgt er Beyer auf dem Weg in die Bundesliga. Das ist der Plan.

Quizera steht aber noch ganz am Anfang. Er wird am Samstag gleichwohl das Borussia-Gefühl zu spüren bekommen, wenn quasi auf der Rückseite seiner Bleibe im Gladbach-Internat Borussias Heimspiel gegen Schalke vor 54.022 Zuschauern im randvollen Stadion läuft. Jordan Beyer hat sein Debüt vor zwei Wochen gegen Leverkusen genossen, und sein erstes Spiel im Borussia-Park wurde 2:0 gewonnen. Es war ein perfekter Einstand, und geht es nach Beyer, läuft es nun im nächsten Westduell genau so weiter: Mit ihm in der Startelf und am Ende drei Punkten auf Gladbachs Konto.

Nur: Spielt er auch wieder, dann erstmals als Profi? Oder baut Trainer Dieter Hecking seine Abwehr um? Hecking hat in den vergangenen Tagen ausführlich über die vielen personellen Möglichkeiten gesprochen, die Frage ist: Wie sehr lebt er sie aus? Dass er Raffael ersetzen muss, ist nicht unwahrscheinlich, trotz aller Hoffnungen, und wahrscheinlich ist auch, dass Alassane Plea spielen würde im Sturmzentrum.

Und im Mittelfeld: Florian Neuhaus war ganz stark in der U21 des DFB, zudem passte es gut mit Jonas Hofmann in den bisherigen Spielen. Aber wäre nicht auch Denis Zakaria eine gute Option? Und was ist mit Christoph Kramer, der noch gar nicht gespielt hat?

Und hinten? Spielt Elvedi statt Beyer? Oder setzt Hecking auf eine Dreierkette? Oder wählt er gar das gute alte 4-4-2, mit dem Schalke oft Probleme hatte zuletzt? Allerdings: Mit dem neuen 4-3-3-System fühlen sich seine Spieler wohl und sind angriffslustig. Mit Kompaktheit, Speed, Pressing und einem guten Maß Nickligkeit kann man den robusten Schalkern sicher beikommen.

Zweimal haben die Borussen unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert. Was da ausgetüftelt wurde, wird am frühen Samstagabend zu besichtigen sein. Man darf gespannt sein. Was die Zukunft angeht, hat Borussia viel geregelt zuletzt. Nun soll das auch in der Gegenwart gegen Schalke klappen.

(kk)