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Borussia Mönchengladbach: Trainer Adi Hütter zieht Trainingslager-Fazit

Fazit des Borussen-Trainers : Hütters erstes Gladbach-Trainingslager endet mit Applaus und etwas früher

Borussias neuer Trainer Adi Hütter zog am Ende der Zeit in der Klosterpforte ein Fazit des Trainingslagers. Manager Max Eberl hat verraten, von welchem Nachwuchsmann er besonders angetan ist.

Der letzte Torschuss des Trainingslagers war getan, danach versammelte Borussias Trainer Adi Hütter sein Team inklusive des Trainerstabs und des Funktionsteams nochmal um sich. Als er mit seiner Ansprache fertig war, gab es Applaus. Die Borussen beklatschten sich sozusagen selbst. „Ich habe mich bei der Mannschaft für ein tolles Trainingslager bedankt, für das Engagement, die Einstellung und die Bereitschaft – auch beim Trainer- und Funktionsteam. Alle haben in dieser Woche hervorragende Arbeit geleistet. Es hat mir gefallen, wie die Jungs mitgezogen haben“, sagte Hütter.

Einen Tag früher als ursprünglich geplant endete das Trainingslager am Freitag für die Borussen, was vor allem damit zusammenhing, dass das Training für den Nachmittag gestrichen wurde. Manager Max Eberl war ebenfalls zufrieden mit dem, was er beim zweiten Besuch der Borussen in der Klosterpforte nach 2020 gesehen hatte. Für ihn endet nun der „erste Step der Vorbereitung“. „Wir mussten sie ja in zwei Teile teilen, die restlichen Nationalspieler kommen erst in der nächsten Woche zurück. Wir haben bis jetzt mit sehr vielen jungen Spielern gearbeitet, die jetzt drei Wochen Zeit hatten, sich zu zeigen“, sagte Eberl.

„Nicht ganz glücklich sind wir mit den Verletzungen“, gab Eberl zu. Kostenpflichtiger Inhalt Manu Koné, der Zugang aus Toulouse war nach seinem Innenbandriss im Knie nur Beobachter im Trainingslager und wird noch drei bis vier Wochen fehlen. Zudem musste Lars Stindl nach einer Zerrung im Knie pausieren und Ramy Bensebaini verletzte sich am Oberschenkel, er fehlt „bis auf Weiteres“. „Es ist ärgerlich, wir reden hier von Stammspielern, die ein wichtiger Faktor sind in der Mannschaft. Ramy hatte muskuläre Probleme, das hat er schon öfter gehabt, es stört mich, wenn man im Trainingsprozess jemanden wegen Muskelverletzungen nicht dabei haben kann. Aber das sind Sachen, die passieren, wenn man intensiv trainiert“, sagte Hütter.

Jenseits der drei in dieser Woche anstehenden Testspiele – Samstag um 15.30 Uhr gegen den FC Metz, Mittwoch, 18 Uhr beim FC Bayern und nächsten Samstag, 31. Juli, gegen den FC Groningen – will Hütter mit der Belastung „ein bisschen runtergehen, wir haben in den ersten 18 Tagen nur einmal frei gehabt. Die Frische muss wiederkommen, die Beine und der Kopf sind nun ein bisschen schwer durch die vielen Einheiten“, sagte er.

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Die ersten knapp drei Wochen seiner Amtszeit in Gladbach waren eine Leistungsschau der Jugend. „Die Jungen haben es super gemacht, ich muss jetzt aber in den nächsten Tagen eine Selektion vornehmen und schauen, wer schlussendlich dabei bleiben wird“, sagte Hütter. Wer das sein könnte, dazu wollte sich Hütter noch nicht äußern. „Dazu ist es zu früh, es hat auch immer mit der Position zu tun“, sagte er.

Da Bensebaini fehlt, ist unter anderem der junge Amerikaner Joe Scally im Fokus, er kann hinten rechts wie links spielen. „Es hat Spaß gemacht, den Jungs zuzuschauen, wie sie aktiv waren und versucht haben, sich zu zeigen. Ich finde, dass Joe Scally da natürlich schon einen Schritt weiter ist, obwohl er erst achtzehneinhalb ist, das vergisst man immer ein bisschen. Mit Souveränität, Kaltschnäuzigkeit und Unbekümmertheit versucht er seine Seite zu beackern“, sagte Eberl.

„Das ist schon bemerkenswert, aber ich möchte hier auch keinen zu hochheben. Die Jungs haben sich gezeigt und das ist das Wichtigste.“ Hütter wollte keinen der Nachwuchsmänner explizit hervorheben. Sie haben es alle sehr gut gemacht“, sagte er salomonisch. Er hat die Zeit in Ostwestfalen auch genutzt, um „seine“ Borussia noch besser kennenzulernen. „Es wird von Tag zu Tag besser, es ist einfach gut, wenn man individuelle Gespräche führen kann, um auch den Menschen hinter dem Spieler kennenzulernen“, sagte Hütter.

Am Freitagabend wird er sich „daheim“ im Borussia-Hotel, wo Hütter derzeit noch wohnt, den Zweitliga-Auftakt zwischen dem Hamburger SV und Schalke 04 ansehen. „Die Zweite Liga ist in dieser Saison sehr, sehr interessant mit den vielen Traditionsvereinen“, sagte Hütter. Doch sein Hauptaugenmerk gilt Borussia. Und am Samstag ab 15.30 Uhr dem dritten Testspiel gegen den FC Metz.