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Borussia Mönchengladbach - Trainer Adi Hütter fürchtet nicht um seinen Job

„Werde mein Bestmögliches geben“ : Hütter bangt nach Borussias Pokal-Aus nicht um seinen Job

Borussias Trainer zeigte sich auf der Pressekonferenz nach dem 0:3 im Pokal-Achtelfinale bei Hannover 96 schwer enttäuscht von der Leistung der Mannschaft. Dennoch gab er sich kämpferisch, als Fragen zu seiner Zukunft bei der Borussia gestellt wurden.

Noch keine drei Monate ist es her, dass Borussia in der zweiten Pokalrunde die Bayern in einem denkwürdigen Spiel 5:0 schlug. Eine Gala, die seit Mittwochabend aber für Adi Hütter keinen Wert mehr hat, wie Gladbachs Trainer nach dem blamablen Pokal-Aus seiner Mannschaft beim Zweitligisten Hannover 96 zugab. Statt weiter vom ersten Finale in Berlin seit 27 Jahren träumen zu können, musste Hütter ein vollauf verdientes 0:3 im Achtelfinale erklären.

„Es ist eine sehr große Enttäuschung, wie wir hier aufgetreten sind. Wir wollten ganz anders ins Spiel gehen, bekommen aber mit dem ersten Angriff das 0:1. Flo Neuhaus hatte die Chance zum Ausgleich, dann kam der Handelfmeter, den man geben kann. Wir haben dann personell alles versucht, aber es ist uns nicht viel eingefallen“, sagte Hütter, der Hannover für sein gutes Spiel lobte, zugleich aber seine eigene Mannschaft kritisieren musste: „Wir haben falsche Entscheidungen getroffen, die wichtigen Zweikämpfe verloren und in Umschaltsituationen, in denen wir in Überzahl waren, nicht schnell genug gespielt.“

Gerade Letzteres schien Hütter besonders geärgert zu haben, da er auf das fehlende Tempo im Spiel seines Teams nochmals einging: „Hannovers Umschaltspiel hat gezeigt, wie man schnell und dynamisch nach vorne spielt. Wir sind mehr über den Ballbesitz gekommen, haben aber zu langsam gespielt.“ Daran konnte auch Marcus Thuram nichts ändern, ihn hatte Hütter in die Startformation genommen, um über dessen Stärken im Dribbling zu Überzahlsituationen zu kommen. Doch wie Alassane Plea, der ebenfalls in die Anfangself gerückt war, blieb Thuram blass, beide Franzosen wurden zur Pause ausgewechselt.

Allerdings verpufften auch die personellen Wechsel, der in der Halbzeit ins Spiel gekommene Breel Embolo konnte nicht für mehr Gefahr sorgen. Somit lieferte Borussia die nächste herbe Enttäuschung ab, nachdem es gerade vor der Winterpause mehrere ganz schwache Auftritte gegeben hatte – wodurch Gladbach nun sogar im Abstiegskampf der Bundesliga steckt. Das setzt auch Trainer Hütter immer stärker unter Druck.

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Um seinen Job mache er sich aber „keine Gedanken“, sagte der Coach auf Nachfrage, „ich mache mir Gedanken, wie wir gespielt haben“. Trotz aller Enttäuschung gab sich Hütter kämpferisch. „Die Situation ist nicht zufriedenstellend. Aber ich werde mein Bestmögliches geben, um die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Das ist eine Riesenaufgabe, bei der wir uns alle an die eigene Nase fassen und Klartext reden müssen.“

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt jedoch nicht, denn am Samstag wartet im Borussia-Park bereits Union Berlin auf die Gladbacher. „Dieses Spiel war sehr aufschlussreich für mich, auch was das Zweikampfverhalten angeht. Womöglich kann Jonas Hofmann wieder ein Hoffnungsträger sein. Ich muss die richtigen elf Spieler aufstellen, die die Situation annehmen und sich dagegenstemmen“, sagte Hütter mit Blick auf Samstag. Er muss schnell Lösungen finden, sonst droht es auch in der Liga richtig ungemütlich zu werden.

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