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Borussia Mönchengladbach: Trainer Adi Hütter erklärt Einbruch gegen Mainz

1:1 nach schwacher zweiter Halbzeit : So erklärt Hütter den Leistungseinbruch gegen Mainz

Zwei grundverschiedene Halbzeiten sah Borussias Trainer Adi Hütter beim 1:1 gegen den FSV Mainz 05. Der Coach analysierte, was nach dem Wechsel im Spiel seiner Mannschaft nicht mehr stimmte und wo die Ursachen dafür zu suchen waren. Zudem war für ihn ein Wechsel beim Gegner sehr entscheidend.

Einen kurzen Plausch nach der Pressekonferenz gönnten sich Adi Hütter und Bo Svensson noch. Zuvor waren sich die beiden Trainer auf dem Podium einig nach dem 1:1 ihrer Mannschaften im Borussia-Park: Es sei eine Partie mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten gewesen. Aus der Sicht Hütters klang das so: „Die erste Halbzeit war top, die zweite hat mir dann nicht mehr gut gefallen.“ Gladbachs Trainer sprach deswegen von einem gerechten Punkt, indes mit dem Einwand, dass Mainz „die klareren Chancen hatte und wir uns bei Yann Sommer bedanken können“.

Zunächst hatte Hütter sein Team für die überzeugende erste Halbzeit gelobt. „Das war so, wie wir uns das vorstellen. Wir hatten guten Ballbesitz, ein gutes Positionsspiel, sind auch gegen den Ball gut angelaufen. Wir hätten eigentlich mit 2:0 in die Pause gehen müssen.“ Davon war nach dem Wechsel bei seiner Mannschaft allerdings nichts mehr zu sehen. Gut nachzulesen ist die Diskrepanz anhand der Torschussstatistik: Führte Borussia dort vor der Pause 12:2, stand es am Ende 17:22 für den Gegner.

„Die zweite Halbzeit war das komplette Gegenteil: Wir haben das Spiel aus der Hand gegeben, hatten nicht mehr die Kontrolle und keine Entlastung, weil wir auch zu viele Fehler im eigenen Ballbesitz gemacht haben“, sagte Hütter. Mainz habe nach der Pause deutlich die Schlagzahl erhöht und sei dann auch fußballerisch viel besser gewesen. Ein wichtiger Faktor war dabei für Hütter die Einwechslung des U21-Nationalstürmers Jonathan Burkardt. „Dieser Wechsel hat Mainz sehr gut getan, Burkardt hat uns gemeinsam mit Onisiwo dann vor einige Probleme gestellt“, gestand Hütter.

Indes sah Hütter die Ursache für Veränderung der Kräfteverhältnisse nicht nur in der klaren Leistungssteigerung der Mainzer. „Wir wussten, dass Mainz eine unangenehme Mannschaft ist, aber wir haben nach dem Wechsel auch nicht mehr so gespielt, wie wir uns das vorstellen“, sagte Hütter. Die eigenen Personalprobleme wollte der Coach nicht als Ausrede gelten lassen – aber auch nicht ganz außer Acht lassen.

„Einige Spieler sind angeschlagen von der Nationalmannschaft zurückgekommen, so hat zum Beispiel Steve Lainer kaum trainieren können. Lasso Plea hatte unter der Woche eine Bronchitis, Lars Stindl musste nach einer Stunde raus. Dazu fehlten einige wichtige Spieler, sodass wir auch personell heute nicht mehr so nachlegen konnten“, sagte Hütter. Wohl auch deswegen überwog letztlich die Freude über den Punktgewinn. „Natürlich hätten wir gerne den dritten Sieg nachgelegt. Doch in unserer Situation ist auch der Punkt für uns wertvoll“, sagte Hütter, der die Pfiffe der Fans nach dem Schlusspfiff nicht überbewertete: „Ich habe das gar nicht so mitbekommen. Aber natürlich waren die Fans über die zweite Halbzeit enttäuscht. Und natürlich steigt die Erwartungshaltung, wenn man zuvor zweimal gewonnen hat.“

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Immerhin beträgt der Abstand auf die Abstiegsplätze durch das Unentschieden acht Zähler, wozu die sieben Zähler aus den letzten drei Spielen maßgeblich beigetragen haben. „Man sieht tendenziell schon, dass bei uns etwas die vergangenen Wochen passiert ist, doch man sieht auch, dass wir noch nicht aus dem Schneider sind und noch Luft nach oben haben“, sagte Hütter. Das Mainz-Spiel war dafür ein allzu deutlicher Beleg.

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