1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: Topscorer Jonas Hofmann, Marcus Thuram holt wieder Elfmeter raus

Borussias 3:2 in Mainz : Hofmann und Thuram setzen ihren Lauf fort

Jonas Hofmann erzielte in Mainz erneut ein Elmetertor und ist Borussias bester Scorer, Marcus Thuram holte in Mainz den vierten Strafstoß in Serie heraus.

Der große Pelé hat mal gesagt, der Elfmeter sei „eine feige Art, ein Tor zu erzielen“. Dass er seinen 1000. Treffer am 19. November 1969 selbst vom Punkt erzielte, ist eine Schmonzette der Fußball-Geschichte, nach diesem Schuss, dem noch 281 weitere Pelé-Tore folgten, war das Spiel für 20 Minuten unterbrochen, weil der brasilianische Held, der seit dem 23. Oktober 80 Jahre alt ist, unfassbar gefeiert wurde.

So viel Drama wurde um das Elfmetertor des Borussen Jonas Hofmann in Mainz, sein zweites im zweiten Bundesligaspiel in Folge, nicht gemacht. Gleichwohl hatte es einige Bedeutung, war es doch der erste Schritt dahin, den Rückstand in Mainz zu drehen und noch 3:2 zu gewinnen.

War es gegen den VfL Wolfsburg, als Hofmann ebenfalls antrat, noch recht knapp, weil Torhüter Koen Casteels ahnte, wohin Hofmann schießen würde, so schickte dieser nun den Mainzer Tormann Robin Zentner in die falsche Ecke. Rechts vom Schützen gesehen landete der Ball im Tor, gegen Wolfsburg war es noch links gewesen.

Hofmann, der Neu-Nationalspieler, setzte damit seinen bemerkenswerten Lauf in dieser Saison fort. Der Mann, dem lange fehlende Produktivität vorgeworfen wurde, ist nun Borussias bester Scorer. Sechs Punkte hat er bereits eingesammelt in der Liga mit seinen zwei Treffern und vier Assists, einen davon in Mainz, weil er Matthias Ginter auch noch das Siegtor auflegte mit seiner Ecke. Ligaweit ist Hofmann damit auf Rang vier angesiedelt mit einigen anderen. Hinzu kommen noch das Tor im Pokalspiel gegen Oberneuland und das in der Champions League bei Inter Mailand. Hofmann ist bislang einer der großen Gewinner dieser Saison, in der er viele seiner Kritiker Lügen straft.

Ebenso viele Tore wie Hofmann hat Lars Stindl, dem es in Mainz oblag, das zweite Gladbacher Tor dieser Saison aus dem Spiel heraus zu produzieren, die übrigen sechs resultierten aus Standards. Christoph Kramer, Stefan Lainer und Breel Embolo leiteten Stindls Einschuss ein. Patrick Herrmann hatte Pech, er traf nur die Querlatte nach der guten Vorarbeit von Rocco Reitz.

Insgesamt fällt auf, dass die Borussen in der Liga auswärts in dieser Spielzeit torfreudiger sind als daheim. Sechs ihrer acht Tore fielen in fremden Stadien, jeweils drei in Köln und in Mainz. In den beiden Heimspielen gab es jeweils nur einen Treffer gegen Union Berlin und Wolfsburg.

An der heimischen Tor-Statistik müssen die Borussen in den nächsten beiden Spielen wohl dringend arbeiten, denn gegen Real Madrid und dann RB Leipzig könnte der Einser-Schnitt in der Torbilanz zu wenig sein. Denn mit der defensiven Null klappt es weiterhin nicht, ob daheim oder in der Fremde.

Hofmann und Marcus Thuram erzielten die beiden Heimtore - und wie Hofmann setzte Thuram in Mainz seine Serie in dieser Saison fort. Im vierten Spiel hintereinander holte der Franzose einen Elfmeter heraus. Dieses Mal jedoch mit einer Variante. War er zuvor in Köln, gegen Wolfsburg und bei Inter Mailand jeweils im gegnerischen Strafraum gefoult worden, so bremste nun der Oberarm des Mainzers Moussa Niakhaté Thurams Schuss regelwidrig, weswegen der Elfmeterpfiff folgte. Einen Scorerpunkt gibt es in diesem Fall nicht für Thuram.

Weil Stindl, die Nummer eins der Schützen-Liste, schon vom Feld war und Ramy Bensebaini, der in Mailand übernommen hatte, in Mainz nur Ersatzmann war, war Hofmann wieder dran und verwandelte cool. In jene Ecke übrigens, in die auch Pelé bei seinem 1000. Tor schoss.