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Borussia Mönchengladbach: Tony Jantschke "Wir sind auseinander gefallen"

Borussia Mönchengladbach : Jantschke: "Wir sind auseinander gefallen"

Gegen Eintracht Frankfurt führte Tony Jantschke Borussia Mönchengladbach in Abwesenheit von Martin Stranzl als Kapitän aufs Feld. Nach dem 1:3 analysiert der Verteidiger die Fehler, aus denen die zweite Niederlage in Folge resultierte.

Tony Jantschke, Borussia hat gegen Eintracht Frankfurt eine Viertelstunde lang richtig gut losgelegt. Was ist dann passiert?

Jantschke Generell hatten wir in der ersten Halbzeit die klareren Chancen oder zumindest sehr, sehr gute Chancen. Wir gehen 1:0 in Führung, machen aber eben nicht das 2:0 oder 3:0. Das ist mittlerweile eine kleine Macke von uns. Frankfurt war gefährlich bei Standards, das ist klar. Sie haben viele große Spieler.

Und in der zweiten Halbzeit?

Jantschke Da kommen wir raus und haben die Riesenchance durch André [Hahn, Anm. d. Red.], machen die aber auch nicht. Dann kriegen wir das Gegentor zum 1:1, und danach sind wir naiv geworden, sind hektisch geworden. Wir sind nur noch nach vorne gerannt, haben teilweise probiert, mit acht Leuten anzugreifen. Und was eigentlich unsere große Stärke ist, nämlich, dass wir immer ruhig bleiben, das das hat man heute nicht gesehen. Wir haben uns auskontern lassen und sind hinten heraus leider auseinander gefallen.

Das Ganze gegen einen Gegner, den man zuletzt im Pokal noch nach Belieben dominiert hatte.

Jantschke Dominiert haben wir sie ja diesmal zu Beginn auch. Aber auch im Pokalspiel war Frankfurt ja hinten heraus ja nochmal stark aufgekommen. Sie haben eben auch eine brutal starke Offensive. Das darf man nicht vergessen. Und wenn du als Gegner ihre Schwächen in der Defensive nicht ausnutzt, kann es eben eng werden.

Wieso ist Borussia in Dortmund und nun auch gegen Frankfurt die defensive Kompaktheit, die das Team bis dahin so ausgezeichnet hat, abhanden gekommen?

Jantschke Wir reden hier halt von der Bundesliga. Wir hatten vor den letzten beiden Spielen fünf Gegentore kassiert. Das war sensationell. Das aber irgendwann auch mal Spiele kommen würden, wo du das ein oder andere Tor mehr kriegst oder dass es Phasen gibt, in denen du nicht so kompakt stehst, das gibt es doch immer in einer Saison. Deswegen wäre es umso wichtiger gewesen, vorne unsere Chancen zu nutzen. Das haben wir aber leider nicht geschafft. Und deswegen haben wir verloren.

Hat es mit Blick auf diese Unordnung im Spiel eine große Rolle gespielt, dass Martin Stranzl nicht dabei war?

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Jantschke Ja, aber er war doch nicht dabei. Was soll ich also jetzt über Martin Stranzl sprechen? Das bringt doch nichts. Dass er uns fehlt, das wissen Sie doch selbst, darauf brauche ich doch nicht zu antworten.

Haben Sie nach zwei Niederlagen hintereinander jetzt Angst, dass Borussia jetzt in einen Negativlauf gerät oder ist die Mannschaft dafür zu gefestigt?

Jantschke Das wird sich zeigen, ob wir stabil sind oder nicht.

Was muss nun bis zum Spiel in Villarreal am Donnerstag passieren?

Jantschke Wir werden die Niederlage ganz nüchtern analysieren, genauso, wie wir es nach Siegen machen. Wir werden nicht herumspinnen. Und dann werden wir versuchen, aus Villarreal etwas mitzunehmen, damit wir in der Europa League überwintern.

STEFAN KLÜTTERMANN FASSTE DAS GESPRÄCH ZUSAMMEN.