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Borussia Mönchengladbach: Tony Jantschke und Patrick Herrmann sind im Derby gefragt

Jantschke und Herrmann mit Startelfchancen : Jetzt sind Borussias Derby-Veteranen gefragt

Tony Jantschke spielte gegen den BVB wieder und könnte auch gegen Köln wichtig sein. Das Gleiche gilt auch für Patrick Herrmann. Beide Borussia-Urgesteine haben schon viele gute Erfahrungen im Derby gemacht.

Diesmal steht das Derby wahrlich unter keinem guten Stern. Zunächst die Absage vor einem Monat aufgrund des Sturmtiefs „Sabine“, nun laufen die Gespräche, wie mit dem Spiel zwischen Borussia und dem 1. FC Köln, das am Mittwoch um 18.30 Uhr angepfiffen werden soll, umgegangen wird, nachdem sich der Coronavirus weiter ausgebreitet und Gesundheitsminister Jens Spahn seine Empfehlung ausgesprochen hat, Veranstaltungen mit über 1000 Zuschauern ausfallen zu lassen. Die Entscheidung wird am Dienstag fallen.

Die Wahrscheinlichkeit ist recht groß, dass das Spiel stattfinden wird, jedoch ist es schwer vorstellbar, dass Zuschauer da sein werden. Das Rhein-Derby droht zum Geister-Derby zu werden, der Borussia-Park wird kein Hexenkessel sein wie sonst, wenn der 1. FC Köln zu Gast ist. In dieser gesamten Gemengelage darf aber nicht in Vergessenheit geraten, dass diese Partie sportlich eine enorm wichtige ist. Borussia ist nach dem 1:2 gegen Borussia Dortmund aus den Champions-League-Rängen gerutscht, würde mit einem Punktgewinn wieder an Leverkusen vorbeiziehen aufgrund des besseren Torverhältnisses. Doch das Ziel ist es, Bayer wieder ein wenig auf Distanz zu bringen mit einem Erfolg – und dabei könnten zwei Gladbacher eine Rolle spielen, die schon mehrere Erfolge gegen den Erzrivalen feiern durften: Tony Jantschke und Patrick Herrmann.

Jantschke kam gegen den BVB erstmals seit dem Spiel auf Schalke (0:2), in dem er sich einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, zum Einsatz nach der Verletzung von Denis Zakaria und stellte zum wiederholten Male prompt seine Zuverlässigkeit unter Beweis mit einer guten Leistung. „Das ist selbstverständlich für mich, es ist ja mein Job“, sagte Jantschke. „Natürlich bringt Denis gerade in Sachen Schnelligkeit eine große Qualität mit. Bisher mussten wir erst einmal auf ihn verzichten, aber auch da hat es in der Konstellation mit Nico Elvedi, Matthias Ginter und mir gut funktioniert.“

Diese Konstellation könnte auch im Derby das Tor der Borussen verteidigen. Denn aufgrund der angespannten Personallage im Mittelfeld nach dem wahrscheinlichen Ausfall von Zakaria und wegen der sicheren Abwesenheit von Florian Neuhaus aufgrund einer Gelbsperre, könnte eine sicherere Variante mit drei Innenverteidigern eine durchaus sinnvolle sein gegen Köln.

Die Partien gegen den Effzeh sind auch immer Momente für Patrick Herrmann. Beim 1:0-Sieg im Hinspiel startete für ihn die Saison, da kam er erstmals zum Einsatz, nachdem Marco Rose ein „Flackern“ in seinen Augen gesehen hatte. Auch dieses Mal dürften seine Augen hell leuchten, wenn es um die Aussicht geht, gegen den Erzrivalen auflaufen zu dürfen. Nur 38 Minuten spielte Herrmann insgesamt in den vergangenen fünf Partien, dreimal kam er gar nicht ins Spiel. Er wird brennen auf seine Chance – und könnte sie durchaus bekommen.

Ein gutes Omen wäre es allemal. Zehnmal kam Herrmann bislang in einem Gladbach-Köln-Derby zum Einsatz, erst eine Niederlage erlebte er dabei, dafür jedoch sieben Erfolge. Ein Tor ist ihm jedoch noch nie gegen den Effzeh gelungen, fragt man ihn danach, ob jetzt die Zeit dafür gekommen ist, würde Herrmann, der seit 2008 Borusse ist, sicher nicht widersprechen.

Jantschke hingegen ist das schon geglückt, er erzielte beim 3:0 im Rückspiel der Saison 2011/12 im Borussia-Park einen Treffer. Es war einer von vier Siegen, bei denen er gegen die Kölner bisher mitgewirkt hat, siebenmal kam er im Derby bislang zum Einsatz. Als Derby-Veteranen dürften er und Herrmann am Mittwoch gefragt sein. Es wird zwar aufgrund der Umstände wohl kein hitziges Rivalen-Duell wie sonst, aber dennoch eins, in dem ihre Erfahrung Gold wert sein kann.