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Borussia Mönchengladbach: Tobias Strobl spricht über das Spiel gegen 1. FC Nürnberg

Borussias Sechser Tobias Strobl : „In zwei Tagen interessiert es keinen mehr, wie wir gespielt haben“

Tobias Strobl hatte gegen Nürnberg eine Passquote von 95 Prozent. Er ist eine große Konstante in dieser Saison, stand in 13 von 15 Spielen in der Startelf. Den Kollegen Thorgan Hazard nahm er nach dessen Elfmeterpanne in Schutz.

In der vergangenen Saison hat Tobias Strobl vor allem gefehlt. Der Kreuzbandriss, den er sich in der Vorbereitung zugezogen hatte, raubte ihm fast ein ganzes Karriere-Jahr. In der aktuellen Spielzeit ist Strobl eine wichtige Konstante im Team von Trainer Dieter Hecking.

Beim 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg stand er im 16. Saisonspiel zum 13. Mal in der Startelf. Er ist Heckings erster Single-Sechser, hat Christoph Kramer verdrängt, der als Favorit auf den Posten galt. Hinter den beiden Achtern ist Mannschaftsrat-Mitglied Strobl der Dirigent aus der Tiefe, er spielt unaufgeregt und straight, das ist seine große Qualität. Dass er zudem für die weiten Bälle in den Lauf der schnellen spitzen zuständig ist, konnte er gegen den „Club“ nicht gewinnbringend belegen, doch war er wieder als Mr. Zuverlässig unterwegs: 95 Prozent seiner Pässe kamen an.

Es war ein hart erarbeitetes 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg – stimmen Sie da zu?.

Strobl Ein war SEHR hart erarbeitetes 2:0. Am Anfang hatten wir wieder ein bisschen Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind, da hat Yann Sommer gut gehalten. Wir haben nicht so richtig ins Spiel gefunden, haben zu langsam gespielt und die Lösungen zu lange gesucht. Wir hatten ein paar Chancen, die wir hätten nutzen können, sind dann aber nach der Halbzeit schnell in Führung gegangen. Das hat die Räume aufgemacht, aber wir hätten zum Beispiel durch die Aktion von Flo Neuhaus etwas früher das zweite Tor machen können. Aber im Endeffekt haben wir 2:0 gewonnen, auch wenn es nicht unser bestes Spiel war.

Sie und Ihre Kollegen haben einen Heimrekord aufgestellt. Eine Hinrunde nur mit Heimsiegen gab es noch nicht. Macht Sie das stolz?

Strobl (grinst) Uns ist es egal, ob zu Hause oder auswärts, wir wollen einfach jedes Spiel gewinnen. In der Hinserie haben wir das im eigenen Stadion sehr gut hingekriegt, haben sehr guten Fußball gespielt und meistens verdient gewonnen. Darauf können wir aufbauen. Wir haben jetzt noch ein tolles Spiel in Dortmund am Freitag, dann können wir in Ruhe Weihnachten feiern.

Was hat Thorgan Hazard in der Halbzeit wegen des Elfmeters zu hören bekommen vom Team?

Strobl Wie viele Tore hat er denn schon gemacht in dieser Saison? Neun! Ob er den Elfmeter jetzt nicht gemacht hat, das ist doch Wurst. Da gibt es keinen Vorwurf, das kann passieren. Toto ist normalerweise ja auch sicher vom Punkt, den nächsten Elfmeter macht Toto wieder rein. Wir hätten ja auch andere Chancen nutzen können. Und Thorgan hat sein Tor dann ja noch gemacht.

Ist es ein Entwicklungsschritt, dass Borussia nicht auch Spiele wie das gegen Nürnberg gewinnt, in denen es nicht rund läuft und sich das Team alles erarbeiten muss?

Strobl Das würde ich schon sagen. Wir waren gegen Nürnberg nicht ganz so zielstrebig nach vorn, darum sah unser Spiel nicht so gut aus. Aber wir haben 2:0 gewonnen und in zwei Tagen interessiert es keinen mehr, wie wir gespielt haben. Wir haben jetzt 33 Punkte, das ist wichtig.

Ist das Spiel am Freitag in Dortmund nun eine Art Bonusspiel?

Strobl So würde ich es nicht nennen. Wir gucken einfach mal, was da rauskommt. Wichtig ist, dass wir nach dem Nürnberg-Spiel gut regenerieren, denn wir müssen in Dortmund nochmal alle Körner rausholen, um da bestehen zu können.