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Borussia Mönchengladbach: Timothée Kolodziejczak fällt mit Sprunggelenksverletzung aus

Borussia Mönchengladbach : "Kolo" fällt aus — ein zäher Start

Nächster Rückschlag für Timothée Kolodziejczak: Der Franzose fällt mit einer Sprunggelenksverletzung "bis auf Weiteres" aus, wie die Borussia am Freitag mitteilte.

Er sollte der Typ sein, der Borussia voranbringt. Ein Kämpfer mit Qualität, ein Haudegen, ein harter Bursche. All das, was er beim FC Sevilla war, bevor er dort nicht mehr recht zum Zuge kam. Als solcher sollte er die Lücke schließen, die durch das Karriereende von Alvaro Dominguez entstanden war, sollte dessen Planstelle im Kader wieder füllen. Timothée Kolodziejczak ging entsprechend anspruchsvoll an seinen Job als Borusse heran.

Doch er tat sich schwer. Er konnte beim Telekom-Cup nicht überzeugen und auch nicht beim Testspiel gegen Bochum (1:4). Vielleicht wollte er zu viel, machte sich zu viel Druck. Nun muss er vor allem Geduld haben. Denn "Kolo" fällt bis auf Weiteres aus. Bei dem Franzosen mit polnischen Wurzeln wurde eine Sprunggelenksverletzung diagnostiziert. "Eine Stauchung und Verdrehung des linken, oberen Sprunggelenks sowie der Fußwurzel", hat er sich gegen Bochum zugezogen. Seine eventuelle Pflichtspiel-Premiere am Samstag gegen den FC Freiburg fällt also aus, und wann und wie er in dieser Saison noch eingreifen kann, ist offen.

Trainer Dieter Hecking fehlt nun also die eingeplante Alternative für die Defensive. Da Jannik Vestergaard zuletzt in Leverkusen keine allzu glückliche Figur machte, war in "Kolo" zumindest eine Option da. Allerdings kann auch Tony Jantschke, der aktuell rechter Verteidiger spielt, im Zweifelsfall nach innen rücken. Auch Tobias Strobl, der auf dem Wege der Besserung ist, kann im defensiven Zentrum spielen. Der Effekt, den Kader wieder zu vervollständigen, indem die Dominguez-Lücke geschlossen wird, ist mit der "Kolo"-Verletzung jedoch verpufft.

Ein bisschen tragisch ist das schon. "Kolo" sollte mit seiner Erfahrung als Europa-League-Sieger gerade in den internationalen Spielen gegen Florenz (16./23. Februar) helfen, sollte internationale Härte einbringen ins Gladbacher Spiel. 7,5 Millionen hat sich Borussia den einzigen Winter-Neuling kosten lassen, und spätestens nach der Verletzung ist klar, dass es ein zäher Start für ihn wird am Niederrhein.

(kk)