Borussia Mönchengladbach: Thorgan Hazard ist der Matchwinner gegen Fortuna Düsseldorf

Borussia schlägt Fortuna : Hazard trifft doppelt, Plea ist produktiv

Thorgan Hazard traf beim 3:0 gegen Düsseldorf gleich doppelt. Aber auch Alassane Plea trug maßgeblich zum Sieg bei. Er war ebenfalls an zwei Treffern beteiligt und tat dem Spiel der Borussia gut.

Borussias Trainer Dieter Hecking hat in dieser Saison nicht nur die Rotation für sich entdeckt, sondern auch das personelle Verwirrspiel. Vor dem Spiel beim FC Bayern gab er an, dass für seinen Kapitän Lars Stindl die Saison wohl erst nach der damals anstehenden Winterpause beginnen würde. Stindl spielte von Beginn an und war ein wesentliches Element beim 3:0 bei den Bayern, nicht nur wegen seines Treffers beim Comeback.

Nun ging es im Vorfeld des Spiels gegen Fortuna Düsseldorf um Alassane Plea, den Stürmer, der beim 0:5 gegen Bayer Leverkusen im Pokal wegen einer Zerrung verpasst hatte. In den drei Halbzeiten ohne den Franzosen fehlte im Borussen-Spiel die Zielstrebigkeit, die in den Wochen zuvor ein Erfolgsfaktor gewesen war und die Plea verkörperte. Er werde wohl erst in Bremen am Samstag wieder dabei sein können, gab Hecking bekannt. Am Sonntag stand Plea in der Startelf und feierte, wie Raffael, sein Comeback. „Es war ab Freitag absehbar, dass es geht bei ihm“, sagte Hecking nach dem Spiel.

Der Trainer gesellte Thorgan Hazard zu dem Duo, das zuvor nur beim Testspiel gegen den VfL Bochum im September zusammengespielt hatte. Das indes richtig gut in der ersten Halbzeit – bis Raffael verletzt raus musste. Seither hatte der 33-Jährige gefehlt. Nun sollten er und Plea dafür sorgen, dass die Borussen nach zwei Pflichtspielniederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur zurückkehrten. Das gelang mit dem 3:0-Sieg, bei dem er an zwei Toren beteiligt war.

Raffael und Plea wechselten sich im Zentrum immer wieder ab, kamen aber zu selten in Kombinations-Situationen. „Raffa war sehr umtriebig zwischen den Linien, auch wenn noch nicht alles rund war“, sagte Hecking. Plea hatte drei Abschlüsse, zwei aus der Distanz, einen im Strafraum, allesamt flogen aber klar am Ziel vorbei. „Da war er vielleicht etwas überhastet“, befand Hecking. Auch an der besten Chance war Plea beteiligt: Er spielte auf den starken Florian Neuhaus, der, statt selbst zu schießen, Hazard suchte – der Belgier scheiterte aber.

In der 48. Minute sorgte Plea dann für den Assist zum 1:0. Sein Schussversuch landete am Arm von Kaan Ayhan, es gab Elfmeter, Hazard verwandelte etwas glücklich, das sechste Saisontor des Belgiers brachte das 1:0. Filip Daems, Borussias früherer Kapitän und sicherster Elfmeterschütze (18 von 20 verwandelt) wird das zufrieden zur Kenntnis genommen haben. „Wenn der Ball drin ist, war der Elfmeter gut geschossen“, sagte Daems mal.

Raffael ging nach 64 Minuten raus, „das war so abgesprochen“, sagte Hecking. Für ihn kam Fabian Johnson, der dieses Mal anstelle von Patrick Herrmann den Kaderplatz bekam (auch Denis Zakaria fehlte, er hatte Innenband-Probleme). Dem „Maestro“ merkte man die lange Pause an, er muss sich erst wieder ins Spiel einfühlen. Plea hingegen war „on fire“. Beim 3:0 war er der Vorarbeiter für Hazard, der nun mit sieben Saisontoren bester Gladbacher Torjäger ist. Mit Plea hatte das Borussen-Spiel wieder deutlich mehr Tiefe und Zug in den Strafraum. „Er ist ein wichtiger Spieler für uns, er hält die Bälle sehr gut, gibt den anderen die Möglichkeit in die Tiefe zu gehen, er sorgt mit Weitschüssen für Überraschungen“, sagte Torwart Yann Sommer über den Stürmer.

Das 2:0, das Jonas Hofmann erzielte, bereitete der Ex-Düsseldorfer Neuhaus vor. Der U21-Nationalspielers hatte auch einige Gelegenheiten, selbst zu treffen, doch das gelang nicht. „Ich hätte natürlich gern ein Tor gemacht, aber ich werde weiter daran arbeiten“, sagte Neuhaus. Mit nun sechs Assists ist er dafür Borussias bester Vorbereiter. Das passt zu den guten Nachrichten, für die die Abteilung Attacke am Sonntagnachmittag sorgte.

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