Borussia Mönchengladbach: Thorgan Hazard ist der letzte verbliebene WM-Spieler

Die Borussen und die WM : Thorgan Hazards Traum‚ Ibrahima Traorés Zwickmühle

Thorgan Hazard steht mit Belgien im Halbfinale der WM in Russland. Er ist der letzte verbliebene WM-Borusse. Im Halbfinale geht es am Dienstag gegen Frankreich — das ist die Heimat seines besten Kumpels in Gladbach, Ibrahima Traoré.

Raffael war sich sicher: Brasilien holt den Titel bei der WM in Russland. Doch Borussias „Maestro“ lag falsch. Das hat auch mit Thorgan Hazard zu tun. Denn der hat erstens mit Belgien das Halbfinale erreicht und zweitens im Viertelfinale Raffaels Brasilianer eliminiert. Mitwirken durfte der letzte verbliebene WM-Borusse nicht, was ihn aber nicht davon abhielt, nach dem Spiel ausgelassen den Erfolg zu feiern.

Wie Raffaels Hoffnung endete auch Oscar Wendts Traum vom schwedischen Russland-Märchen. Schweden unterlag England. Wendt hatte sich ein Finale gegen Brasilien gewünscht. Dann hätten sich er und Raffael fein frotzeln können. So aber werden nun die meisten Borussen vermutlich „Belgier“ sein, im Herzen zumindest, eigentlich aber vielmehr Hazards, denn dem Kameraden werden sie die Daumen drücken, dass seine Prognose wahr wird: „Wir können Weltmeister werden“, hatte er gesagt. Es gibt aber auch eine andere Fraktion im Gladbacher Team: Keanan Bennetts und Mandela Egbo, die Engländer.

Der Belgische WM-Traum bringt derweil Ibrahima Traoré beim Halbfinale am Dienstag in eine Zwickmühle. Er ist Franzose und zugleich der beste Kumpel von Thorgan Hazard. Zu wem nun halten bei Frankreich gegen Belgien? Anders herum: Traoré kann nur gewinnen.

Hazards Belgier werden auf jeden Fall sieben Spiele machen beim Turnier in Russland. Danach dürfte das Verhandeln beginnen über einen möglichen Wechsel des Gladbacher Offensivmannes, dessen kleiner Bruder Kylian derzeit bei m niederländischen Erstligisten VVV Venlo im Probetraining ist. Es gibt einige Klubs in Spanien und England, die am Borussen interessiert sind. Aber Spieler eines WM-Halbfinalisten, auch wenn sie bis hierhin wenig gespielt haben, haben ihren Preis. Borussia bekommt entweder einen selbstbewussten Hazard zurück – oder kassiert 30 Millionen Euro aufwärts.

Mehr von RP ONLINE