Borussia Mönchengladbach: Thorgan Hazard im 28er-WM-Kader Belgien

Belgiens vorläufiger WM-Kader : Borussias Hazard ist Teil eines Bundesliga-Trios

Zwei von drei Schritten hat Thorgan Hazard geschafft: Zunächst hatte er zu Belgiens 35er-Kader für die WM gehört, nun ist er auch unter den letzten 28 Kandidaten dabei. Bis zum 4. Juni fallen noch fünf Spieler raus.

Trainer Roberto Martinez hat bei seiner Nominierung auch vor großen Namen keinen Halt gemacht. Mitfavorit Belgien verzichtet bei seinem Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland auf Mittelfeld-Star Radja Nainggolan. Martínez berief den Profi des AS Rom am Pfingstmontag nicht in sein 28-köpfiges Aufgebot, wie er auf einer Pressekonferenz in Tubize mitteilte.

„Wir wissen, dass Radja bei seinem Verein eine wichtige Rolle spielt. Wir können ihm so eine Rolle in unserem Team nicht geben“, sagte Martínez. Die Entscheidung gegen Nainggolan, der bei der EM 2016 noch Stammspieler im Mittelfeld war, sei eine „taktische“, fügte der Coach an.

Nainggolan erklärte daraufhin via Instagram seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. „Schweren Herzens“, wie der 30-Jährige schrieb. Es sei schmerzhaft zu akzeptieren, für einige nicht gut genug zu sein. „Von heute an bin ich der erste Fan“, kündigte Nainggolan am Montag an.

Im hochkarätigen Aufgebot der Red Devils fehlt auch Wolfsburgs Stürmer Divock Origi. Aus der Bundesliga dabei sind hingegen Origis Teamkollege Koen Casteels sowie Angreifer Michy Batshuayi - noch ausgeliehen an Borussia Dortmund - und Borussia Mönchengladbachs Topscorer Thorgan Hazard, der vor seiner ersten Teilnahme an einem großen Turnier steht - und das mit seinem Bruder Eden. Der Premier-League-Profi vom FC Chelsea führt den Kader neben Kevin De Bruyne (Manchester City) und Romelu Lukaku (Manchester United) an.

Bis Martínez am 4. Juni seinen Kader von 28 auf 23 Spieler reduziert, will er das Trainingscamp im heimischen Tubize und das Testspiel gegen Europameister Portugal abwarten. Bei der WM trifft Belgien in der Gruppe G auf Panama, Tunesien und England.

(jaso/dpa)
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