Borussia Mönchengladbach: Thorgan Hazard gibt Borussia ein Tor-Versprechen

Noch ohne Treffer im Jahr 2019 : Hazard gibt Borussia ein Tor-Versprechen

Im Jahr 2019 ist Thorgan Hazard noch ohne Treffer. Er kündigt aber an: „Ich denke, dass die Tore jetzt kommen werden. Vielleicht ja schon am Samstag.“ Dann sind die Bayern zu Gast im Borussia-Park.

Vor knapp drei Wochen hat Thorgan Hazard einen dieser Momente gehabt, in denen man als Mensch pures Glück empfindet. In der Nacht auf den 10. Februar, Stunden nach der 0:3-Niederlage gegen Hertha BSC Berlin, wurde er zum dritten Mal Vater einer Tochter. Auf einen sportlichen Glücksmoment wartet der Belgier dagegen schon länger, im Jahr 2019 ist Hazard noch ohne Tor. Das ärgert ihn. „Ich muss so langsam wieder treffen. Mit etwas mehr Glück hätte ich schon zwei, drei Tore in der Rückrunde gemacht, aber ich denke, dass die Tore jetzt kommen werden. Vielleicht ja schon am Samstag“, sagt er.

Dann gastiert um 18.30 Uhr der FC Bayern München im Borussia-Park. Es wäre der perfekte Moment für Hazard, um seine Torflaute zu beenden. Neun Treffer erzielte er in dieser Bundesliga-Saison zwar schon, in den letzten sechs Spielen gelang es ihm jedoch nicht, den gegnerischen Torwart zu bezwingen. Zuletzt war das im Dezember beim 2:0-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg der Fall. Möglichkeiten hatte er seitdem indes. Zum Beispiel am vergangenen Wochenende bei der 0:3-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg, als Hazard bei einer hundertprozentigen Chance den 1:2-Anschlusstreffer verpasste. „Koen Casteels hat den Ball gut gehalten, aber ich weiß, dass ich in dieser Situation das Tor machen muss“, sagt Hazard.

Überhaupt ist das momentan das größte Thema bei den Borussen: Tore schießen. Denn daran hapert es trotz bester Chancen. „Wir haben viele Möglichkeiten, aber momentan fehlt es an Effizienz, da müssen wir uns verbessern. Dann ist auch wieder alles okay. Wir haben momentan vor dem Tor auch kein Glück, wenn das zurück ist, gewinnen wir auch wieder“, sagt der Belgier, der mit den Gladbachern nur einen Punkt in den letzten drei Spielen holen konnte.

Ausgerechnet gegen den Rekordmeister soll nun die Wende her. „Ich hoffe, dass wir gegen Bayern wieder gewinnen werden. Es wird schwer, aber es ist auf jeden Fall möglich“, sagt Hazard. Bewiesen haben er und seine Kollegen das eindrucksvoll im Hinspiel. Da gewannen die Borussen mit 3:0 in München.

Die Voraussetzungen dafür bestehen. Gladbach gilt traditionell schon als einer der wenigen Angstgegner der Bayern. Nicht nur das Duell in der Hinrunde konnten die Borussen für sich entscheiden, sondern auch zwei der letzten drei Heimpartien gegen den Rekordmeister. Hazard selbst hatte mit einem verwandelten Elfmeter in der vergangenen Saison seinen Anteil am 2:1-Erfolg.

Dieser Sieg war das zweite Spiel von Dieter Hecking als Borussia-Trainer gegen die Bayern. Der 54-Jährige weiß um die Wichtigkeit von Hazard bei seinem Vorhaben, die Münchner zum dritten Mal seit seinem Amtsantritt in Mönchengladbach im Dezember 2016 zu bezwingen. Am Anfang der Woche führte Hecking daher auf dem Trainingsplatz ein langes Gespräch mit dem Belgier, in dem auch dessen private Situation ein Thema war. „Der Trainer hat sich erkundigt, ob bei mir zu Hause mit den Kindern alles gut ist. Und ob ich vielleicht weniger schlafe. Aber ich habe ihm gesagt, dass es mir gut geht, auch körperlich“, sagt Hazard. „Meine Frau hilft mir sehr. Ich muss eigentlich gar nichts machen, nur mit den beiden älteren Kindern spielen und Spaß haben. Ich kann mich also voll auf Borussia konzentrieren.“

Denn mit den Gladbachern will Hazard unbedingt die Qualifikation für die Champions League schaffen. Das ist für den Belgier nämlich auch ein sehr entscheidender Faktor, wenn es um eine gemeinsame Zukunft geht. Sein Vertrag läuft 2020 aus. Verlängert er nicht, wird Hazard im kommenden Sommer den Verein verlassen. Borussia will das verhindern und ihn weiter an sich binden. Doch eine Entscheidung hat der Nationalspieler erst für Ende der Saison angekündigt.

Mehr von RP ONLINE