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Borussia Mönchengladbach: Thorgan Hazard erklärt den Höhenflug auf Rang zwei

Borussias Höhenflug : Gut für den Kopf und die Tabelle

Thorgan Hazard traf gegen Mainz und bereitete zwei Tore vor. Der Belgier hat nun sieben Scorerpunkte zusammen, ist die größte Konstante im Angriff – und der Belgier kann Borussias aktuellen Höhenflug erklären.

Der Mann des Tages war beim 4:0 der Borussen gegen Mainz Jonas Hofmann. Drei Treffer schaffte er. Es war das erste Gladbacher Dreierpack in der Bundesliga seit dem von Branimir Hrgota am 11. Mai 2013, das damals ebenfalls gegen Mainz passierte, aber auswärts. Auch Thorgan Hazard hat Dreierpack-Erfahrung in Gladbach. Beim 6:1 im Champions-League-Play-off 2016 gegen Bern war er wie Raffael dreimal erfolgreich. Gegen Mainz war der Belgier nach Hofmann der zweitproduktivste Spieler: Das 3:0 erzielte er selbst, zudem bereitete er zwei Tore vor.

So richtig zufrieden war der Belgier mit seinem Abend trotzdem nicht. „Ich habe in der ersten Halbzeit zu viele Bälle verloren, in der zweiten Halbzeit war es okay, aber ich denke, ich kann es insgesamt besser“, merkte er an. „Aber wenn die Mannschaft 4:0 gewinnt und wir auf Platz zwei stehen, ist alles gut, auch für mich“, sagte Hazard. Es war der vierte Heimsieg am Stück bei einer Torbilanz von 11:2. „Wir sind stark zu Hause, haben alles gewonnen und machen viele Tore, das macht Spaß“, befand Hazard.

Was seinen Kollegen Hofmann anging, beliebte Hazard zu scherzen. „Es war ein großer Abend für ihn mit drei Toren, das war wohl das erste Mal in seinem Leben – und vielleicht das letzte Mal“, sagte er und grinste. „Aber Spaß beiseite: Er ist richtig gut. Jonas ist immer vorn, er läuft viel und arbeitet viel für das Team.“ Er selbst tut das auch, die Außenstürmer sind im 4-3-3-System immer involviert in Defensivkonzept. So machen sie viele Wege, gegen Mainz war Hazard mit 11,07 Kilometern der Akteur mit der viertbesten Laufbilanz.

Hofmann und Hazard bilden mit dem neuen Mittelstürmer Alassane Plea, der gegen Mainz erstmals seit dem Heimspiel gegen Schalke ohne Treffer blieb, die Siebener-Gruppe Borussias: Alle drei haben sieben Scorerpunkte eingesammelt. Hofmann und Hazard haben vier Treffer und drei Assists, Plea fünf Tore und zwei Vorlagen. Somit hat das Trio 13 der 19 Saisontore erzielt. Dass Lars Stindl erst 132 Spielminuten und ein Tor beisammen hat und Raffael (ein Assist) in Berlin am vierten Spieltag zuletzt mitwirken konnte, wird dadurch aufgefangen. Borussia ist in der Torproduktion variabler geworden.

Hazard ist die größte Konstante im Angriff, er hat in den ersten acht Spielen nur sieben Minuten verpasst, weil er in München nach 83 Minuten ausgewechselt wurde, hinzu kommen 90 Pokal-Minuten beim BSC Hastedt. Das Tor gegen Mainz legte ihm Plea auf, der wie in München das Pendant zu Rechtsaußen Hazard war. Lars Stindl bekam den Job im Zentrum des Angriffs, ließ sich immer wieder zurückfallen. So wurde viel rotiert im Angriff, das meiste klappte. „Wir treffen im Moment viele richtige Entscheidungen“, sagte Hofmann.

Eine war die von Trainer Dieter Hecking, das System vor der Saison auf 4-3-3 umzustellen. „Damit kommt unsere Qualität besser zum Tragen“, sagte Hazard. Und definierte die Gründe des aktuellen Höhenflugs: „Wir laufen viel, arbeiten gut zusammen, haben ein gutes Pressing, eine gute Defensive und einen starken Torwart, wir stehen eng zusammen und kontern gut“, sagte Hazard. Letzteres zeigte sich unter anderem beim 3:0. Es war eine der zielstrebigen Umschaltaktionen, die Borussia in dieser Saison schon öfter vorgeführt hat. Hofmann fand aus der Tiefe der eigenen Hälfte heraus Stindl, der schickte Plea, der Hazard, bediente. Der traf zehn Sekunden, nachdem Hofmann den Spielzug eröffnet hatte. Für Plea war es die siebte direkte Torbeteiligung im siebten Spiel in Folge.

Borussia ist nun seit vier Spielen unbesiegt und hat dreimal gewonnen. „Wir wollten gegen Mainz unsere Serie fortsetzen, das haben wir geschafft. Das ist gut für den Kopf und für die Tabelle“, fasste Hazard zusammen. Er weiß, dass es „in Freiburg schwer ist, da  gibt es immer viel Kampf, und der Platz ist klein“. Der Weg zum nächsten Etappenziel ist jedoch schnell definiert: „Wir müssen so weitermachen wie bisher“, sagte Hazard.