Borussia Mönchengladbach: Tausch-Geschäft Zakaria gegen Xhaka bleibt Gerücht

Die Fohlen-Gerüchteküche : Was am Schweizer-Tausch Xhaka gegen Zakaria dran ist

In der Fohlen-Gerüchteküche checken die RP-Reporter die neuesten Transfergeschichten rund um Borussia Mönchengladbach. Dieses Mal: Der „Daily Mirror“ bringt einen Tausch von Denis Zakaria und Granit Xhaka ins Gespräch

Das Gerücht

Der „Daily Mirror“ berichtet, dass der FC Arsenal aus London bereit sei, Granit Xhaka in einem Tauschgeschäft mit seinem Schweizer Landsmann Denis Zakaria zu Borussia zu transferieren. Schon im Januar sei ein solcher Deal denkbar.

Die Situation

Granit Xhaka wurde nach einem Disput mit den Fans beim Londoner Premier-League-Klub von Trainer Unai Emery als Kapitän abgesetzt. Ob er nochmal das Arsenal-Trikot tragen werde, stellte der Coach in Frage. Auch Xhaka sieht seine Zukunft offenbar nicht mehr bei Arsenal. Zuletzt wurde spekuliert, dass er Arsenal im Winter verlassen könnte. Newcastle United soll Interesse haben, ihn auszuleihen, zuletzt war auch von einem möglichen Wechsel zum AC Mailand die Rede. Auch die Bundesliga wurde als mögliches Ziel Xhakas genannt. Und nun speziell Borussia.

Während Xhaka seinen Status bei Arsenal verloren hat, ist Denis Zakaria in Gladbach einer der wichtigsten Bausteine im Spiel von Trainer Marco Rose. Zakaria hat sich extrem entwickelt in den vergangenen Monaten, das hat ihn interessant gemacht für nahezu alle Topklubs in Europa. Vor allem für die aus England. Manchester United und der FC Liverpool wurden unter anderem genannt.

Im Schweizer Nationalteam bilden Xhaka und Zakaria ein dynamisches Duo. So war es auch beim wichtigen 1:0-Sieg gegen Georgien am Freitag, mit dem die EM-Teilnahme der Eidgenossen nahezu perfekt gemacht wurde. Schon ein Unentschieden in Gibraltar am Montag würde reichen.

Einschätzung des RP-Reporters

Zwar sind im Fußball viele Dinge denkbar, doch geht es um Wahrscheinlichkeiten. Hier lässt sich sagen: Auch wenn Granit Xhaka bei Borussias Fans nach wie vor einen guten Ruf genießt und sie den „Boss“, der von 2012 bis 2016 für Gladbach spielte, fraglos gern wieder in Gladbach sehen würden, ist es sehr unwahrscheinlich, dass es dazu kommt.

Schon aus sportlicher Sicht ist Zakaria derzeit für Gladbach unverzichtbar. Zakarias Dynamik ist ein wesentlicher Faktor im Gladbacher Spiel, er ist einer der Prototypen des Rose-Fußballs. Xhaka ist ein anderer Spielertyp.

Max Eberl hatte sich schon zuvor zu einer möglichen Rückholaktion Xhakas geäußert. Der Sportdirektor ist kein großer Freund von Rückhol-Aktionen (eine Ausnahme war Christoph Kramer, der aber gefühlt nicht weg gewesen sei), hatte er Ende Oktober verlauten lassen. „Natürlich könnte ich ihn mir als Spieler immer gut bei uns vorstellen, aber so ein Weg zurück ist schwierig. Finanziell sowieso, aber auch von der Erwartungshaltung her“, sagte Eberl. Xhakas Gehalt in London sprengt ganz sicher den Gladbacher Rahmen.

Eberl hatte auch gesagt, dass er Zakaria bestenfalls nicht abgeben, sondern über dessen bisheriges Vertragsende (2022) hinaus behalten möchte. Eberl hat alle Karten in der Hand, denn es gibt keine Ausstiegsklausel in Zakarias Vertrag.

Zakaria, dessen Marktwert auf 50 bis 60 Millionen Euro taxiert werden kann, hatte indes ebenfalls gesagt, dass er sich derzeit nicht mit Wechselgedanken beschäftige. So wird er mindestens in dieser Winter-Transferperiode bleiben, wo er ist, Gladbach wird sich auch auf keine Verhandlungen einlassen – und Xhaka dürfte einen ganz neuen Weg gehen in seiner Karriere statt den zurück zu Borussia.