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Borussia Mönchengladbach: Talente wie Famana Quizera sind jetzt nah am Bundesliga-Debüt

Weil es einige Ausfälle gibt : Quizera und Co. nah dran an der Bundesliga

Famana Quizera und Mamadou Doucouré waren in Bremen im Profi-Kader der Borussen dabei. Einsätze der Nachwuchsmänner werden immer wahrscheinlicher. Doch es gibt für Marco Rose einen Generationenkonflikt in der Alternativen-Frage.

Famana Quizera (18) ist längst Dauergast beim Training der Borussen-Profis. Doch so nah dran an der Bundesliga wie am Dienstagabend in Bremen war der schmale Kerl mit dem riesigen Talent noch nie. Zum ersten Mal gehörte er zum Bundesliga-Kader der Gladbacher. Auch Mamadou Doucouré (22), der Franzose mit der langen Leidensgeschichte, saß auf der Bank. Zum Einsatz kamen die beiden nicht, der Spielverlauf gab das Debüt eines Unerfahrenen nicht wirklich her mit all der Hektik der letzten Minuten. Rose brachte Männer aus der Potentzielle-Startelfspieler-Fraktion: Jonas Hofmann, Ramy Bensbaini, Patrick Herrmann und Laszlo Bénes. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass einer aus der jungen Garde bald sein Debüt feiert, wächst von Spiel zu Spiel.

Unter anderem, weil die Personaldecke langsam etwas ausdünnt. Denis Zakaria (Knie-OP), Tobias Strobl (Muskelverletzung), Fabian Johnson (muskuläre Probleme) und Breel Embolo (Wadenprellung) sind verletzt, zudem hat sich Tony Jantschke beim 0:0 in Bremen die fünfte Gelbe Karte und damit eine Sperre eingehandelt. So geht Rose mit einem Personalstand von minus fünf in das dritte Geister-Heimspiel der Gladbacher Geschichte am Sonntag gegen Union Berlin. Und muss, da Jantschke beim 0:0 in Bremen zur Startelf gehörte, seine Startformation auf jeden Fall verändern.

Dass Doucouré oder Quizera für die Startelf ein Thema sind, ist nicht zu vermuten, auch wenn Rose gern mal experimentiert. Doch dass sie wieder zum Kader gehören und bei günstigem Spielverlauf sogar im heimischen Borussia-Park ihr Debüt feiern, das ist absolut denkbar. Auch Conor Noß saß schon auf der Profi-Bank, auch er wäre eine Option. Allerdings gibt es für Rose fast so etwas wie einen Generationenkonflikt in der Alternativen-Frage. Denn in Raffael (35) und Ibrahima Traoré (32) hat er auch noch zwei erfahrene Männer in der Hinterhand. Beide haben in der bisherigen Saison noch kaum Einsatzzeit gehabt, gelten aber weiterhin als Spieler, die den Unterschied machen können, wenn es eng wird.

Wenn der Moment kommt, wird Rose nach Gespür entscheiden, ob die Kraft in der Jugend oder in der Reife liegt.