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Borussia Mönchengladbach: Stephan Schippers muss auf Wachstums-Bremse treten

Bau des Profigebäudes verschoben : Borussia muss wegen Corona auf die Wachstums-Bremse treten

In den vergangenen Jahren ist Borussia immer weiter gewachsen, 2019 eröffnete der Klub beispielsweise das Gebäude „Borussia-8-Grad“. Für den nächsten Schritt müssen die Gladbacher aber erst das Ende der Corona-Pandemie abwarten.

Die Corona-Krise sei „nicht existenzbedrohend, aber substanzbedrohend“, sagte Stephan Schippers bei einem Mediengespräch am Mittwoch. Die bisherigen Verluste von 13 Millionen Euro haben bereits die 12,2 Millionen Euro Gewinn, die Borussia im Geschäftsjahr 2019 erzielen konnte, „gefressen“, es werden weitere Minus-Monate folgen, das Ergebnis des Jahres 2020 wird insgesamt im Verlustbereich sein, betonte Schippers. Mit einem Minus von 1,4 Millionen Euro rechnet er pro Spiel, darin sind alle Themen (Zuschauer, Veranstaltungen etc.) inbegriffen. Bis Jahresende, soweit kalkulieren die Gladbacher, stehen 17 Bundesligaspiele an, sechs Partien in der Gruppenphase der Champions League und mindestens ein Pokalspiel. Der Verlust nach 24 Spielen würde nach Schippers’ Rechnung also bei weiteren 33,6 Millionen Euro bis Jahresende liegen. Entsprechend muss der Klub auch handeln.

Der Gladbacher Finanzchef betonte bereits, dass die Einnahmen aus der Champions League (Schippers: “Mit 25 Millionen Euro können wir rechnen“) erstmal in den Borussia-Haushalt und nicht als Budget für neue Spieler zur Verfügung stehen. Doch nicht nur auf dem Transfermarkt macht sich Corona stark bemerkbar. Denn Gladbach muss auch in anderen Themen auf die Wachstums-Bremse treten.

Die Borussen hatten geplant, recht zeitnah ein Profigebäude auf dem Stadiongelände zu errichten. Wie Schippers bestätigte, ist die Umsetzung dieser Planungen aufgrund der Corona-Verluste aber zunächst auf Eis gelegt. 2019 hatte sich Borussia erst mit der Eröffnung des Gebäudes „Borussia-8-Grad“, in dem sich unter anderem das neue Reha-Zentrum, Arztpraxen, ein Hotel, der Fanshop und das Borussia-Museum befinden, deutlich vergrößert. Die nächste Stufe kann Gladbach aber erst wieder zünden, wenn Corona vorbei ist und der Klub die Verluste kompensiert hat.