Borussia Mönchengladbach: Stephan Schippers fordert Fans zur Derby-Ruhe auf

Problemspiele gegen Leipzig und in Köln : Borussias Geschäftsführer Schippers mahnt Fans zur Ruhe

Borussias Geschäftsführer verurteilt die Fan-Schlägerei zwischen Gladbachern und Kölnern und fordert die Fans auf, sich nicht provozieren zu lassen. Gegen Leipzig soll es keine gewaltverherrlichenden oder beleidigenden Proteste geben.

Für Borussia Mönchengladbach stehen zwei sportlich interessante, aber aus Sicherheitssicht auch problematische Spiele an. Am Freitag kommt das Fußballprojekt RB Leipzig in den Borussia-Park, in der Woche darauf steht das Derby beim rheinischen Rivalen 1. FC Köln an.

Die Massenschlägerei zwischen Gladbach- und Köln-Fans am Samstag im Gladbacher Stadtteil Neuwerk ist mit Blick auf das Spiel in Köln am 14. September ein erstes Signal, dass die Rivalität weiterhin auch auf diese Art ausgelebt wird. „Drei Wochen vor unserem Spiel in Köln ist das natürlich ein alarmierender Vorfall, der nicht dazu beiträgt, dass wir uns auf ein friedliches Derby freuen können. Eine solche Tat im Vorfeld unseres Spiels soll ja nur dazu dienen, die Stimmung anzuheizen, nachdem es das Derby in der vergangenen Saison nicht gegeben hat“, wurde nun Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers auf der Internetseite des Klubs zitiert.

Schippers ruft die Fans beider Klubs auf, die Ruhe zu bewahren. „Ich fordere alle Seiten auf, sich davon nicht provozieren und anstecken zu lassen, sondern Maßnahmen zu ergreifen, die dazu beitragen, dass die Dinge sich nicht weiter hochschaukeln. Wir sind bereits in Gesprächen mit dem 1. FC Köln und wir hoffen sehr, dass allen klar ist, was hier auf dem Spiel steht. Die Fans entscheiden selber, unter welchen Bedingungen Derbys in Zukunft ausgetragen werden“, sagte Schippers.

Dass es am Freitag (Anstoß 20.30 Uhr) gegen Leipzig Proteste geben wird, ist anzunehmen, das ist Usus bei allen RB-Spielen. In der vergangenen Saison hatte es in Gladbach aber auf Plakaten Entgleisungen gegen Ex-Trainer Ralf Rangnick gegeben. „Wir verbieten unseren Fans nicht, ihre Meinung zu äußern, aber sie sollen das mit Worten tun, die nicht beleidigend oder sogar gewaltverherrlichend sind. Ich bin überzeugt, dass der Protest dann eher gehört wird und man sich dann auch mehr mit den Inhalten beschäftigen wird“, sagte Schippers.

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