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Borussia Mönchengladbach: Steffen Korell wird nicht Nachfolger von Max Eberl

„Werden uns extern umschauen“ : So läuft bei Borussia die Suche nach dem Eberl-Nachfolger

Nicht erst mit der offiziellen Abschieds-Verkündung von Manager Max Eberl hat bei Borussia Mönchengladbach die Suche nach einem Nachfolger begonnen. Der Klub will zeitnah eine Lösung präsentieren. Was Präsident Rolf Königs, Vizepräsident Rainer Bonhof und Eberl selbst dazu sagen.

Max Eberl ist seit Freitag nicht mehr in offizieller Tätigkeit ein Teil von Borussia Mönchengladbach. Der Manager, der 23 Jahre für den Klub in verschiedenen Funktionen gearbeitet hat, verlässt den Verein mit sofortiger Wirkung. „Ich bin müde und erschöpft“, sagte Eberl auf der Pressekonferenz, auf der er ein emotionales und sehr persönliches Statement abgab.

Die sportliche Führung, das ließen Präsident Rolf Königs, Vizepräsident Rainer Bonhof und Geschäftsführer Stephan Schippers durchblicken, habe am Donnerstag endgültig von Eberls sofortigem Rückzug erfahren. Für kurzfristige Transfer-Angelegenheiten, die bis zum 31. Januar noch Thema werden könnten, halten Chefscout Steffen Korell, der seit Jahren zu Eberls engsten Vertrauten zählt, und das Präsidium gemeinsam die Stellung. Korell soll bereits größtenteils die Verpflichtung von Marvin Friedrich vor gut zwei Wochen abgewickelt haben. „Wir sind in der glücklichen Lage, mit Steffen Korell einen tollen Mann zu haben, der die Kontakte aufrecht erhält. Was in naher Zukunft passiert, werden wir gemeinsam entscheiden“, sagte Bonhof.

An einer langfristigen Lösung wird bereits gearbeitet. Korell wird allerdings auf keinen Fall die direkte Eberl-Nachfolge antreten, er hat als Wunschkandidat nach Informationen unserer Redaktion abgelehnt. „Die Möglichkeiten intern haben wir schon abgesteckt. Wir werden uns extern umschauen“, sagte Königs, der kein genaues Zeitfenster definierte, aber erklärte, dass der Klub sich „nicht viel Zeit“ lassen wolle. Auch Eberl selbst sei in die Nachfolge-Planungen involviert. „Der Klub hat mich gefragt, was ich von bestimmten Kandidaten halte. Ich habe ihnen meine Meinung dazu gesagt“, sagte Eberl. „Ich weiß, dass der Klub auf einem sehr, sehr guten Weg ist, einen Nachfolger zu finden.“

Spekuliert wird unter anderem über Dieter Hecking, den Eberl vor zweieinhalb Jahren entlassen hatte, um Marco Rose zu installieren. Königs betonte allerdings, dass der neue Mann nicht zwingend Erfahrung in Deutschlands höchster Profiliga vorweisen müsse. „Wir sind da vollkommen offen“, so Königs. „Natürlich wäre Bundesligaerfahrung gut. Aber wir sind offen und stehen ganz am Anfang dieses Prozesses. Er soll sachlich, fachlich und charakterlich wunderbar zu uns passen – das steht für uns oben an“, sagte der 80-Jährige, der seit 2004 an der Spitze des Vereins steht.

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Eberl, der auf der 40-minütigen Pressekonferenz immer wieder von den Tränen überwältigt wurde, sagte: „Für den Klub muss es kein schlechter Moment sein, einen neuen Weg einzuschlagen mit einer anderen Ansprache, einer anderen Kommunikation und anderen Ideen. Irgendwann ist der Moment, in dem etwas Neues guttut“, so Eberl, ehe er sich mit folgenden letzten Worten verabschiedete: „Es war eine Ehre, hier zu arbeiten. Danke.“

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