Borussia Mönchengladbach: Stefan Lainer will endlich in der Champions League spielen

Mit Borussia in die Königsklasse? : Lainer greift für sein Champions-League-Debüt an

Obwohl Stefan Lainer in Österreich mit RB Salzburg viermal Meister wurde, spielte er noch nie in der Königsklasse. Das soll sich möglichst in der nächsten Saison ändern, dafür müsste er es mit Borussia in die Champions League schaffen.

Dass Stefan Lainer noch nie ein Spiel in der Champions League absolviert hat, ist nur schwer zu glauben, wenn man sich seine Erfolge ansieht. Viermal wurde er mit RB Salzburg Meister in Österreich, doch das bedeutete zu seiner Zeit im Alpenland noch nicht die automatische Qualifikation für die Königsklasse. „Das unterstreicht die Größe der deutschen Bundesliga, in der wir sehr hart dafür arbeiten müssen, damit wir oben bleiben“, sagt Lainer im Gespräch mit unserer Redaktion. „Aber ich will immer das Bestmögliche anstreben und im Idealfall Meister werden und Champions League spielen.“

In Salzburg hätte er die Möglichkeit in dieser Saison gehabt, da nun der österreichische Meister für den elitären Wettbewerb qualifiziert ist. Doch Lainer wechselte mit Trainer Marco Rose nach Gladbach – und ist nach der Hinrunde wieder auf Königsklassen-Kurs. „Wir können und müssen noch gewisse Dinge verbessern, wenn wir uns ganz vorne weiter etablieren wollen. Es bringt nichts und es ist verschwendete Energie, wenn wir uns damit beschäftigen“, sagt Lainer. „Wir müssen uns bestmöglich vorbereiten und schnell in die Spur finden, damit wir bestmöglich gerüstet in der Rückrunde angreifen können.“

Das ist Lainer persönlich in seinem ersten Halbjahr in Deutschland bereits eindrucksvoll gelungen, er hat sich zu einem Liebling der Fans gemausert, einige vergleichen ihn schon mit Berti Vogts. „Das ist eine Ehre, er hat ein extrem großes Standing bei Borussia und hat sehr viel erreicht. Mit ihm verglichen zu werden, ist eine große Wertschätzung für mich von den Fans, über die ich mich sehr freue. Ich will auch weiter mein Bestes abrufen“, sagt Lainer. „Jetzt hatte ich die Zeit, die ich auch brauchte nach den vielen Spielen, um mich zu erholen und kann jetzt wieder voll angreifen.“

In der Rückrunde stehen für Lainer und Co. weniger Spiele auf dem Plan, da Borussia aus den Pokal-Wettbewerben ausgeschieden ist. Die Einzelbelastung ist dem Rechtsverteidiger fremd. „Das kenne ich schon gar nicht mehr. Es kann gut für uns sein, dass wir uns jetzt zu 100 Prozent auf die Meisterschaft konzentrieren können“, sagt Lainer. „Aber wir haben auch einen Kader, der qualitativ und quantitativ für drei Wettbewerbe gerüstet ist. Da wären viele Spiele sehr gut gewesen, weil jeder seine Einsätze bekommen hätte und sowas wie Unzufriedenheit nicht aufkommen würde.“

Dass bei Lainer diese Gefahr besteht, ist unwahrscheinlich. Er dürfte auch in der zweite Saisonhälfte gesetzt sein auf der rechten Abwehrseite. Er hat aufgrund einer Verletzung die letzten beiden Hinrundenspiele verpasst, stand sonst immer in der Startelf. Er brachte Gladbach mit auf den Champions-League-Kurs – und genau dort will er nächste Saison sein Debüt geben.