Borussia Mönchengladbach: Stefan Lainer will eine bessere Arbeit gegen den Ball

Generalprobe gegen Chelsea : Borussias Lainer fordert eine entschlossenere Arbeit gegen den Ball

Die Generalprobe gegen den FC Chelsea ist für Stefan Lainer nicht nur seine Premiere im Borussia-Park, sondern auch ein Härtetest, wie er ihn sich zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung wünscht.

Erstmals werden sich die heimischen Fans im Borussia-Park vom neuen Fußball unter Marco Rose am Samstag überzeugen können. Mit dem FC Chelsea (Anstoß um 17 Uhr) treffen die Gladbacher dabei in ihrem letzten Test der Vorbereitung auf den amtierenden Titelträger in der Europa League.

Es wird nicht nur für Rose der erste Auftritt in der heimischen Arena, sondern auch für Stefan Lainer, der ihm vom RB Salzburg an den Niederrhein gefolgt ist. Borussia hat zwölf Millionen Euro investiert, um sich seine Dienste zu sichern. „Ich freue mich darauf, jetzt endlich in unserem Stadion spielen zu können. Ich wohne ja noch im Hotel, bin also die ganze Zeit am Stadion, aber ich habe noch nie im Borussia-Park gespielt. Dabei bin ich ja genau deswegen gekommen“, sagt Lainer im Gespräch mit unserer Redaktion. „Deswegen ist es Zeit, dass es jetzt losgeht, ich kann es nicht mehr erwarten.“

Das Spiel gegen Chelsea schätzt der Rechtsverteidiger als „coolen, aber auch schwierigen Test“ ein. Sein Ex-Klub RB Salzburg hat vor wenigen Tagen gegen Chelsea bereits 3:5 verloren. Dabei haben die Engländer bewiesen, dass sie Mittel gegen das hohe Pressing, das Rose auch bei Borussia einführte, haben. „Ich habe das Spiel gesehen, wir treffen am Samstag auf unheimlich viel Qualität“, sagt Lainer. „Das wird aber auch ein Härtetest zur richtigen Zeit, denn danach geht es los, der Pflichtspielstart steht kurz bevor. Da ist ein solches Spiel ideal für uns.“

Denn keiner weiß bislang so recht, wo Borussia steht. Die Einführung einer neuen Spielidee wie der von Rose benötigt Zeit, die Umsetzung muss sich Schritt für Schritt entwickeln. Lainer ist der einzige Spieler, der bereits zu 100 Prozent verinnerlicht hat, was der Trainer will, schließlich ist es nun schon seine dritte Saison unter Rose. „Wir machen jeden Tag Fortschritte und es geht alles in die richtige Richtung“, sagt Lainer. „Aber es ist noch in vielen Bereichen Luft nach oben. Das ist jedoch normal. Wenn innerhalb von vier Wochen alles perfekt wäre, würde es ja jeder machen.“

Besonders bei einer Sache, in der er selbst Spezialist ist, sieht Lainer noch Nachholbedarf: Die Jagd nach dem Ball. „Gerade dabei ist es wichtig, dass wir noch mehr gemeinsam gegen den Ball arbeiten und noch entschlossener werden“, sagt der Rechtsverteidiger. „Aber das kommt nicht von alleine, das muss man sich erarbeiten durch positive Erlebnisse und Ballgewinne.“