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Borussia Mönchengladbach: Stefan Lainer auch in der Champions League eine "Naturgewalt"

Borusse erstmals in der Champions League : Lainer ist auch eine Königsklassen-„Naturgewalt“

Stefan Lainer spielt in dieser Saison erstmals in der Champions League. Gegen Real zeigte der Rechtsverteidiger, dass er die Klasse hat, um gegen die Besten zu bestehen.

Obwohl Stefan Lainer schon äußerst erfahren ist darin, eine Trophäe in die Luft zu stemmen, fand er auf der größten internationalen Fußballbühne bislang nicht statt. Mit 28 Jahren hat der Österreicher bei Borussias Champions-League-Auftakt gegen Inter Mailand sein Debüt in der Königsklasse gefeiert. Bei RB Salzburg war er stets einer der Leistungsträger bei den Meisterschaften und Pokalsiegen, Marco Rose hat ihn deswegen mit nach Gladbach genommen, wo er die Fans in seinem ersten Jahr ebenfalls begeistern konnte. Und Lainer präsentiert auch im ganz großen Rampenlicht, wie gut er eigentlich ist.

Gegen Real Madrid zeigte der Rechtsverteidiger eine Klasse-Vorstellung. Defensiv war er äußerst sicher, 67 Prozent seiner Zweikämpfe konnte er gewinnen. Sein Gegenspieler Vinicius Junior war kein Faktor, auch der später eingewechselte Eden Hazard konnte gegen Lainer nichts ausrichten. Seine Aggressivität gegen den Ball war für Borussia enorm wichtig, und mit dem Ball zeigte Lainer eine große Ruhe. Real presste gerade in der ersten Hälfte zwar sehr hoch, er fand aber stets den Mitspieler. Auch als er in der zweiten Halbzeit mehr Offensivdrang entwickelte. Seine Flanke auf Alassane Plea leitete den Treffer zum 2:0 durch Marcus Thuram ein, wenig später legte er Lars Stindl eine Chance auf.

Auf internationalem Terrain ist Lainer noch kein großer Name. Er hat zwar auch mit Salzburg in der Europa League Erfolge gehabt und für die Nationalmannschaft Österreichs schon 22 A-Länderspiele absolviert, doch erst jetzt hat er die Möglichkeit, wirklich zu zeigen, wie gut er mit den Besten der Welt mithalten kann.

Dass er das Zeug hat, hatte zuvor bereits die SSC Neapel mitbekommen. Ein Jahr vor Lainers Wechsel nach Gladbach wäre es beinahe zu einem Transfer zum italienischen Spitzenklub gekommen. Nun haben auch die Top-Vereine Inter Mailand und vor allem Real Madrid erlebt, dass Lainer ein Rechtsverteidiger auf höchstem Niveau ist. Als Rose ihn aus Salzburg mitbrachte, deutete er das schon an. „Stevie ist eine Naturgewalt“, sagte der Coach vor etwas mehr als einem Jahr.

Nun hat Borussia nicht nur mit der Verpflichtung von Lainer gute Arbeit geleistet, sondern auch mit der Gestaltung des Deals. Bis 2024 ist er noch an die Gladbacher gebunden, sofern sich also Interessenten nach seinem tollen Start in die Königsklasse melden sollten, müssten sie äußerst gute Argumente haben, um überhaupt nur eine Chance auf eine Verpflichtung zu haben.

Lainer hat gegen Real aber etwas zeigen müssen, was bei ihm fast nie zu sehen ist. Am Ende der Partie war der Mann, der in Gladbach schon mit Legende Berti Vogts verglichen wird, platt. Das Madrid-Spiel war schon sein 13. Einsatz in den vergangenen 55 Tagen. Ein Pensum, nach dem Lainer eine Verschnaufpause guttun würde. Doch Borussia braucht seine „Naturgewalt“ unbedingt auch in den kommenden Spielen gegen Leipzig und Donezk.