Borussia Mönchengladbach: Stadtderby das erste Spiel von Marco Rose

Erstes Spiel von Marco Rose : Borussia läuft sich schon fürs Derby warm

Borussia spielt am Mittwoch gegen den 1. FC Mönchengladbach. Bis zu 4000 Zuschauer werden zum ersten Spiel von Marco Rose als neuer Fohlen-Trainer erwartet.

Als gäbe es nicht schon genug Derbys oder Nachbarschaftsduelle in der anstehenden Saison. Der 1. FC Köln ist aus der Zweiten Liga zurückgekehrt, schon am vierten Spieltag steht das Treffen mit dem größten rheinischen Rivalen an. Eine Woche danach kommt dann Fortuna Düsseldorf zum Niederrhein-Duell in den Borussia-Park, bevor die Gladbacher Anfang November nach Leverkusen reisen, um sich dort im kleinen rheinischen Derby mit Bayer zu messen. In der Rückrunde werden die Heimrechte getauscht: Köln und Leverkusen kommen nach Gladbach, und die Borussen treten in Düsseldorf an.

Borussia hat durch ihren Testpielplan die Saison noch um ein Derby erweitert. Es ist sogar das erste und eines direkt vor der Haustür: Gegner ist der 1. FC Mönchengladbach. Der Landesligist geht somit als der Premieren-Gegner der Borussen in der Ära des neuen Trainers Marco Rose in die Vereinschronik ein. Gespielt wird am Mittwoch um 18.30 Uhr im Rheydter Grenzlandstadion. Die Klubs rechnen mit 3000 bis 4000 Zuschauern, maximal würden 4999 Besucher in das Stadion passen.

Borussia und der FC raten den Fans, am Mittwoch rechtzeitig und bestenfalls mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, um die Verkehrslage zu entspannen. Auch ist es ratsam, Tickets im Vorverkauf zu erwerben, um lange Schlangen an den Kassenhäuschen zu vermeiden. Sowohl der Eingang an der Breite Staße als auch an der Nordstraße sind geöffnet.

Zuletzt hat Borussia 2011 gegen einen Klub aus der Stadt gespielt. Damals gab es gegen den inzwischen nicht mehr existenten SV Dort einen 16:2-Erfolg. In den Jahren danach gab es keine Spiele gegen deutlich unterklassige Teams mehr. Das letzte Testspiel der Borussen im Grenzlandstadion passierte im Sommer 2011 nach der Relegationsrettung. Damals besiegte das Team von Lucien Favre den schottischen Klub FC Aberdeen mit 5:2. Mike Hanke und Mathew Leckie erzielten je zwei Tore. Und dank des später verpflichteten Gastspielers Yuki Otsu spielte erstmals ein Japaner für Gladbach an jenem 9. Juli 2011.

Mit einem 2:5 wäre der FC am Mittwoch vermutlich hochzufrieden. Der Vorsitzende des Klubs, Christian Oh, hat sich allerdings bezüglich eines möglichen Ergebnisses noch keinerlei Gedanken gemacht. „Wir freuen uns einfach, dass das Spiel stattfindet. Es tut uns richtig gut“, sagt Oh.

Insbesondere, weil der FC, mithin der älteste noch bestehende Fußballverein im Westdeutschen Fußballverband, in diesem Jahr seinen 125. Geburtstag feiert. Da trifft es sich gut, wenn das fußballerische Aushängeschild der Stadt zu Besuch kommt. Das große Bindeglied zwischen den Vereinen ist neben einiger Kooperationen in Jugendbereich in den vergangenen Jahren die Tatsache, dass der FC Ursprungsklub von Borussia-Ikone Günter Netzer ist.

Bei den Borussen könnte neben Rose und dem neuen Torwart Max Grün vielleicht auch Rechtsverteidiger Stefan Lainer sein Debüt feiern. Für Breel Embolo kommt das Spiel noch zu früh. Und ob der Transfer von Markus Thuram, der schon abgemacht sein soll, so rechtzeitig fix ist, dass der Franzose dabei sein kann, bleibt abzuwarten. Der eine oder andere aus der Nationalspieler-Riege könnte zum Kurzeinsatz kommen.

Frank Mitschkowski ist der neue Trainer des 1. FC Mönchengladbach. Foto: Berns, Lothar (lber)

Auch beim 1. FC ist es das erste Spiel einer neuen Zeit. „Ja, ich werde Trainer des FC“, bestätigte Frank Mitschkowski im Gespräch mit unserer Redaktion, was in den letzten Wochen ein offenes Geheimnis war.  Aus beruflichen Gründen konnte Mitschkowski seine Rückkehr zum FC, den er schon von 2006 bis 2009 trainierte, zuvor nicht bestätigen. Zuletzt beim Testspiel gegen den KFC Uerdingen war er schon dabei, nun aber erstmals offiziell. So ist das Stadtderby ein doppeltes Trainer-Debüt. „Ich freue mich auf das Spiel, für mich und meine Mannschaft ist es ein Highlight“ sagte Mitschkowski. Derbys haben eben immer ihren Reiz.

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