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Borussia Mönchengladbach springt durch 1:0-Sieg gegen Hertha BSC auf Platz eins

Elfer versenkt, Elfer verschossen : Borussia erarbeitet sich mit 1:0-Sieg gegen Hertha die Tabellenspitze

Borussia Mönchengladbach feiert gegen Hertha BSC den nächsten Heimsieg. Beim 1:0-Erfolg war Alassane Plea der einzige Torschütze des Abends, er traf per Elfmeter. Ein anderer Gladbacher verpasste die Vorentscheidung vom Punkt, doch in Überzahl verteidigten die Borussen den Sieg.

Borussia Mönchengladbach hat am Freitagabend gegen Hertha BSC durch einen 1:0-Erfolg den zweiten Saisonsieg eingetütet. Damit stehen die Borussen, zumindest für eine Nacht, mit sieben Punkten auf Platz eins der Bundesliga.

Den Gladbach-Anhängern dürfte das aufgrund der geringen Aussagekraft der Tabelle nach drei Spielen egal sein, freudig nahmen die 48.411 Zuschauer im Borussia-Park aber die Rückkehr ihres Kapitäns Lars Stindl wahr, der nach seiner Faszienverletzung erstmals wieder im Kader stand, zunächst jedoch auf der Bank Platz nahm. Seine Rückkehr hatte sich bereits in den drei Trainingseinheiten unter der Woche angedeutet. Gesprochen wurde im Vorfeld des Hertha-Spiels aber nicht nur über die Personalie Stindl, sondern auch über Max Eberl, dessen Wechsel zu RB Leipzig bevorstehen soll. „Wir haben keine Anfrage vorliegen und deshalb ist das auch kein Gesprächsthema bei uns“, hatte Vizepräsident Rainer Bonhof am Donnerstag bei „t-online“ allerdings gesagt.

Aber rein ins Spiel, denn dort setzten beide Mannschaften gleich in den ersten Minuten Ausrufezeichen. Dodi Lukebakio, der in den ersten drei Pflichtspielen an drei Berliner Toren beteiligt war, eroberte einen Fehlpass Christoph Kramers, entschied das Laufduell mit Ramy Bensebaini für sich und brachte den Ball aus halblinker Position in der vierten Minute ans Außennetz. Auf der Gegenseite hatte Alassane Plea in der siebten Minute die erste dicke Gladbacher Chance. Nach einem Pass von Marcus Thuram fälschte der Herthaner Marc Oliver Kempf den Ball so ab, dass dieser gegen den Pfosten knallte.

Die Berliner, die nach dem Aus im DFB-Pokal mit nur einem Punkt aus den ersten beiden Bundesliga-Spielen an den Niederrhein gereist waren, suchten nach der Balleroberung den schnellen Weg zum Tor von Yann Sommer. Der Borussen-Torwart musste nach einem sehenswerten Solo von Chidera Ejuke (21.) den ersten Ball parieren, kurz zuvor hatte Thuram die Führung nach einem Eckball und einem gescheiterten Klärungsversuch aus kurzer Distanz verpasst. 3:3 stand es in der Anzahl der Schüsse, die beide Mannschaften nach einer halben Stunde aufs Tor gebracht hatten, auf der Ergebnistafel blieb es aber zunächst beim 0:0.

Das änderte sich, als Alassane Plea den Ball aus elf Metern im Tor von Oliver Christensen unterbringen konnte (34.). Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck hatte nach einer Flanke von Jonas Hofmann, die Maximilian Mittelstädt im Strafraum mit dem ausgestreckten Arm touchierte, zurecht auf den Punkt gezeigt. Die Führung der Gladbacher ging in Ordnung, waren sie dem Führungstreffer zuvor doch näher als die Gäste.

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„Ich würde gerne mal in Führung gehen, weil es das Leben oft einfacher macht“, hatte Gladbach-Trainer Daniel Farke, der zum dritten Mal in Folge die gleiche Startelf ins Rennen schickte, vor dem Anpfiff gesagt. Seine Mannschaft erfüllte diesen Wunsch, hätte vor der Pause aber den Ausgleich kassieren können, wenn Lukebakio bei seinem Schuss mehr Präzision statt Gewalt angewandt hätte. Nico Elvedi setzte mit seinem Kopfball, der das Tor knapp verfehlte, den Schlusspunkt einer ereignisreichen ersten Halbzeit.

Beide Mannschaften starteten ohne Wechsel in den zweiten Durchgang, bei dem es zunächst wenig Höhepunkte gab. Hofmann brachte den Ball in der 63. Minute mit einem Heber über Christensen im Berliner Tor unter, hatte sich beim weiten Pass von Manu Koné zuvor allerdings im Abseits befunden. Wenige Minuten später unterbrach Jöllenbeck die Partie, Videoassistent Pascal Müller hatte sich eingeschaltet und erneut ein Handspiel eines Berliners erkannt. Dieses Mal war Filip Uremovic nach einer Ecke mit der Hand am Ball und sah dafür die Gelb-Rote Karte, nachdem er in der ersten Halbzeit seine erste Verwarnung gesehen hatte, als er Plea vor dessen Elfmeter störte. Diesmal trat Hofmann aus elf Metern an, Christensen konnte den flachen Schuss in die rechte untere Ecke aus Sicht des Schützen aber abwehren.

In Überzahl war Borussia die tonangebende Mannschaft, musste aber aufpassen, durch den schnellen und umtriebigen Lukebakio nicht den Ausgleich zu kassieren. Thuram scheiterte nach einem Zuspiel Bensebainis im Eins-gegen-Eins an Christensen. Glück hatte Gladbach, als der eingewechselte Kevin Prince-Boateng am langen Pfosten nur knapp am Ball vorbeirutschte. So blieb es beim 1:0, bei dem die Borussen sich am Ende auch nicht über ein 1:1 hätten beschweren dürfen.

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