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Borussia Mönchengladbach: Spiele gegen FC Augsburg in unguter Erinnerung

Manager Eberl blickt zurück : Auch Augsburg kostete Borussia im Vorjahr Europa

Trotz klarer Überlegenheit in beiden Spielen ließ Borussia in der vergangenen Saison alleine gegen Augsburg fünf Punkte liegen. Manager Max Eberl denkt vor allem an eine der beiden Partien sehr ungerne zurück.

In der vergangenen Saison stellte Borussia einen Vereinsrekord auf, auf den sie sicherlich gerne verzichtet hätte. 29 Punkte gaben die Gladbacher in der Bundesliga nach Führungen noch her. Bei dieser Fülle an versäumten Punktgewinnen wird jeder Fan so seine Favoriten haben, in welchen Spielen die entscheidenden Punkte für die verpasste Europapokal-Qualifikation verloren wurden. Es lässt sich aber auch eine ganz einfache These aufstellen: Die beiden Spiele gegen Augsburg kosteten 2020/21 Europa.

Nur ein Punkt fehlte in der Endabrechnung auf den FC Union Berlin, der im letzten Saisonmoment an den Gladbachern vorbei auf den siebten Tabellenplatz und damit in die neue Europa Conference League sprang, drei Zähler waren es bis zu Bayer Leverkusen auf dem sechsten Rang, das wie der letztjährige Tabellenfünfte am Donnerstag das erste Spiel in der Europa League bestritt. Borussia muss derweil am TV zuschauen – nicht zuletzt wegen der Augsburg-Spiele, in den alleine fünf Zähler verloren gingen – und das auf nahezu groteske Weise. Ein Rückblick.

Das Heimspiel im vergangenen November begann noch ganz nach Wunsch. Florian Neuhaus brachte die Gladbacher bereits nach fünf Minuten in Führung. Doch in der Folge gelang kein weiterer Treffer, die beste Chance vergab Breel Embolo, als er nur den Pfosten traf. Gladbach glänzte nicht, aber es dominierte die Partie und spielte ab der 66. Minute gar in Überzahl nach der Gelb-Roten Karte gegen Raphael Framberger. Sicherheit gab das den Gladbachern aber nicht. Im Gegenteil: Nach einer verunglückten Abwehraktion traf Daniel Caligiuri mit einem abgefälschten Schuss zum überraschenden Ausgleich.

Wenn Manager Max Eberl an Augsburg in der Vorsaison zurückdenkt, dann hat er allerdings vor allem das Rückspiel in Augsburg im Kopf. „Daran denke ich sehr ungerne. Denn wir haben da ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht und sind trotzdem mit leeren Händen nach Hause gefahren“, sagt Eberl. Die Borussen betrieben im vergangenen März noch größeren Chancenwucher als im Heimspiel, dominierten vor allem vor der Pause nach Belieben, brachten den Ball aber nicht im Tor unter. Lars Stindl vergab gar einen Elfmeter. Augsburg war dagegen eiskalt, benötigte nach dem Wechsel nur wenige Chancen, um drei Tore zu schießen. Der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich durch Neuhaus war zu wenig für Gladbach.

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„Wenn du die Partie zehnmal so spielst, gewinnst du wahrscheinlich achtmal, spielst einmal unentschieden und verlierst einmal. Genau so einen Tag haben wir dann erwischt, noch dazu in einer Phase, in der wir einen Negativlauf hatten“, sagt Eberl. Dies soll sich nun in Augsburg keinesfalls wiederholen.