Borussia Mönchengladbach: Spiele gegen Ex-Klubs bei Matthias Ginter stehen unter keinem guten Stern

Zweimal beim BVB und nun auch gegen Freiburg : Ginter fehlt erneut gegen einen Ex-Verein

Schon die beiden Spiele bei seinem früheren Arbeitgeber Borussia Dortmund hat Gladbachs Abwehrchef Matthias Ginter verpasst, nun ist er auch gegen seinen Heimatklub Freiburg nicht dabei. Das nächste Ziel ist das Heimspiel gegen den FC Bayern.

Die Spiele gegen seine Ex-Vereine stehen für Borussia Mönchengladbachs Abwehrchef Matthias Ginter in dieser Saison unter keinem guten Stern. Zweimal schon spielte Gladbach gegen Borussia Dortmund, von wo er 2017 gekommen war, zweimal fehlte Ginter. Beim Bundesliga-Spiel am 19. Oktober (0:1) war er verletzt, beim Pokalspiel am 31. Oktober (1:2) gehörte er zwar zum Aufgebot, war aber gerade erst genesen von seiner Schulterverletzung, zum Einsatz kam er nicht. Und nun wird er auch das Heimspiel gegen seinen Heimatklub SC Freiburg am Sonntag (15.30 Uhr) verpassen. Der 25-Jährige hat muskuläre Probleme.

„Er ist für das Spiel am Sonntag noch kein Thema. Die medizinische Abteilung versucht alles, um ihn wieder spielfähig zu bekommen. Die Oberschenkelmuskulatur ist für einen Fußballer aber sehr wichtig, deshalb müssen wir entsprechend vorsichtig sein“, sagte Trainer Marco Rose. Schon in der vergangenen Spielzeit hatte Ginter das Auswärtsspiel beim BVB und das Heimspiel gegen den SC Freiburg verpasst.

Damit ist Ginter im ersten Borussia-Heimspiel nach seinem ganz starken Auftritt beim 4:0 im Länderspiel gegen Weißrussland im Gladbacher Stadion nicht dabei. Im EM-Qualifikationsspiel hatte er ein Tor erzielt und eines vorbereitet. Gern hätte er nun gegen Freiburg daran angeknüpft. Doch Borussia will kein Risiko eingehen.

Rose wird gegen die starken Freiburger seine Abwehr erneut neu formieren. Denn immerhin kehrt Stammkraft Nico Elvedi zurück, er dürfte mit Tony Jantschke das Abwehrzentrum bilden oder Teil einer Dreierkette sein. Die könnte dann mit Tobias Strobl oder Jordan Beyer komplettiert werden. Denis Zakaria, der zuletzt beim 1:0 beim Wolfsberger AC rechts in der Dreierkette spielte, dürfte ins Mittelfeld vorrücken.

Rose erklärte, dass die Um-Positionierung seines Schweizer Kraftwerks eher die Ausnahme gewesen sei. „Ich bin sehr froh, dass ich einen Jungen habe, der die Aufgabe so annimmt, wie sie der Trainer ihm vorgibt. Auch in Wolfsberg hat er es auf einer für ihn sehr ungewohnten Position wieder hervorragend gemacht. Ich weiß, dass er diese Position in der Dreierkette nicht liebt, trotzdem macht er es für die Mannschaft. Denis hat eine unglaubliche Dynamik und ein sehr gutes Zweikampfverhalten. Seine große Stärke ist, von Box zu Box alles abzuarbeiten, hinten abzuräumen und vorne torgefährlich zu sein. Ich sehe ihn daher grundsätzlich weiter vorne, weil dort seine Qualitäten in der Balleroberung, der Spielentwicklung und im Ablaufen nach hinten mehr zum Tragen kommen“, sagte Rose.

Dass Zakaria und auch Stefan Lainer mit vier Gelben Karten ins Freibug-Spiel gehen hat Rose kurz zum Nachdenken gebracht, doch er sieht von Taktierereien ab, die hätten helfen können, die beiden Herren vor einer möglichen Sperre zu schützen. „Davon halte ich nichts. Gut wäre, wenn die Jungs sich nicht gerade wegen Meckerns eine Sperre einhandeln“, sagte Rose.

Was Ginter angeht, ist das nächste angepeilte Ziel das Treffen mit dem Rekordmeister FC Bayern München, der am 7. Dezember in den Borussia-Park kommt. „Wir hoffen, dass Matze beim Bayern-Spiel wieder dabei sein kann“, sagte Rose. Statistisch wäre das logisch. Denn während er gegen seine Ex-Vereine Dortmund (lauter Niederlagen) und Freiburg (zwei von drei Spielen gingen verloren) keine so gute Bilanz mit Gladbach hat, ist Ginters Bilanz gegen die Bayern durchaus stattlich: Zum einen hat er alle vier Spiele mit Gladbach gegen die Münchener über 90 Minuten gemacht, zum anderen 50 Prozent davon gewonnen: Einmal 2:1 daheim, da traf er sogar. Und dann gab es in der vergangenen Saison das grandiose 3:0 bei den Bayern. Indes: Die anderen beiden Spielen gingen jeweils 1:5 verloren.

Zunächst jedoch wollen die Borussen auch ohne ihren einzigen deutschen A-Nationalspieler gegen Freiburg im ersten von drei Heimspielen in Folge ihre feine Serie fortsetzen. Fünf Heimsiege gab es wettbewerbsübergreifend und 16:6 Tore. „Wir freuen uns immer, wenn wir zuhause in unserem Stadion spielen dürfen. Wenn wir das auf den Platz bringen, was die Leute sehen wollen, kann hier eine ungeheure Energie entstehen. Diese Unterstützung von mehr als 50.000 Fans muss ein großes Plus für uns sein und bleiben. Daher müssen wir alles dafür tun, den Borussia-Park zu einer echten Festung zu machen“, sagte Rose.

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