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Borussia Mönchengladbach: So plant Heiko Vogel die Zeit nach Thomas Kraus

Borussias U23 : Das ist Heiko Vogels Plan für die Zeit nach Thomas Kraus

Der Routinier Thomas Kraus wechselt im Sommer zum 1. FC Köln. Nun werden neue Anführer für die junge Garde der U23 Borussias gesucht.

Im Sommer wird Borussias U23 nach sechs Jahren ein Gesicht verlieren, an das die Anhänger sich in den vergangenen sechs Jahren gerne gewöhnt haben: Offensivspieler Thomas Kraus, inzwischen 33 Jahre alt, war im Sommer 2015 vom Drittligisten Fortuna Köln gekommen, um die jungen Nachwuchs-Borussen mit zu führen. Und egal, was da bis zum Juni noch kommt: Es ist ihm grandios gelungen, wie unzählige der jungen U23-Spieler über die Jahre immer wieder betonten.

Coach Heiko Vogel macht keinen Hehl daraus, dass die Borussen Kraus gerne gehalten hätten. „Wir haben ihm aufgezeigt, was er hier bei uns machen könnte. Aber er hat uns erklärt, dass er sich dafür noch immer zu sehr als Spieler sieht. Das muss man dann akzeptieren, zumal er sich, wie er das immer tut, auch in dieser Frage hoch professionell verhalten hat“, erklärt der Trainer. So wird Kraus bald für den Erzrivalen 1. FC Köln in der Regionalliga-Zweitvertretung auflaufen.

Generell weiß Vogel um die Bedeutung der erfahrenen Akteure, die das überwiegend junge Personal in den Männerfußball einführen. Nach aktuellem Stand würde diese Aufgabe in der kommenden Spielzeit auf den Schultern des 32-jährigen Markus Pazurek, dessen Vertrag allerdings auch im Sommer ausläuft, sowie bei Michel Lieder liegen, inzwischen 24 Jahre alt. Lieder ist seit einer halben Ewigkeit Borusse und ein Gedankenspiel könnte auch sein, einen weiteren Spieler über das U23-Alter hinaus zu halten, um in diese Rolle zu wachsen.

„In unseren Überlegungen spielt auch das natürlich eine Rolle. Wir haben schon die Augen offen, aber es ist nicht so leicht, da einen passenden Spieler zu finden. Das muss ja jemand sein, der vielleicht noch Zweite oder Dritte Liga spielen könnte, und sich zudem dann in dieser Rolle sieht. Finden wir da niemanden, muss es halt mit der jungen Garde gehen“, sagt Vogel.

Vogel schätzt Kraus als Kommunikator, als Spieler, der vor allem auch in den Trainingseinheiten zeigt, was auch von den jungen Borussen eingefordert wird. „Und das wird er bis zum letzten Tag zu 100 Prozent tun, das steht außer Frage“, betont der Coach. Auch seinen Abgang bei Borussia gestaltet Kraus so, dass eine Rückkehr in den Borussia-Park irgendwann einmal alles andere als ausgeschlossen erscheint.

21 Spiele könnten es maximal noch sein, die Kraus als Borusse in dieser Saison bis zum 5. Juni noch vor sich hat. Nach dem abgesagten Jahresauftakt gegen Schalkes U23 am vorigen Wochenende soll es nun in diesem Jahr beim SV Rödinghausen am Samstag um 14 Uhr losgehen. „Der SV kommt über das Spielerische. Wir müssen kompakt stehen und unsere Ballbesitzphasen dann klug ausspielen“, gibt Vogel den Matchplan vor.

Fehlen werden ihm dabei aber angeschlagen Lieder, Marcel Benger und Jacob Italiano. Inklusive des Langzeit-Verletzten Famana Quizera fehlen somit doch einige Akteure. „Aber dann werden es andere richten“, gibt sich der Trainer optimistisch, weil das in der Hinrunde auch immer wieder gelungen ist. Da gewannen die Borussen 2:0.