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Borussia Mönchengladbach: Sieg gegen Donezk beschert weitere Millionen-Einnahmen der Champions League

Erfolg gegen Donezk zahlt sich aus : Borussia streicht die nächsten Millionen ein

Borussia Mönchengladbach hat sich in der Champions League durch den 4:0-Sieg gegen Donezk die nächste dicke Prämie verdient. Auch der ganz große Geldregen, der bei einem Einzug ins Achtelfinale winkt, rückt immer näher.

Für jeden Punkt in der Gruppenphase gibt es 900.000 Euro, für einen Sieg 2,7 Millionen. Besonders durch die beiden Erfolge gegen Schachtjor Donezk (6:0 und 4:0) dürfen sich die Borussen über Millionen-Einnahmen freuen: Die bislang geholten acht Punkte in der Gruppenphase bescheren ihnen eine Prämie von 7,2 Millionen Euro. Durch die späten Gegentore gegen Inter Mailand und Real Madrid hatte Gladbach noch 3,6 Millionen Euro verspielt. Romelu Lukaku traf in der 90., Casemiro sogar erst in der 93. Minute für die europäischen Schwergewichte.

Der Einzug ins Achtelfinale würde weitere 9,5 Millionen Euro bringen. Als Tabellenführer der Gruppe B nach vier Spieltagen darf sich Borussia so langsam mit dem Gedanken beschäftigen, welch ein Segen das Weiterkommen auch finanziell wäre. Ganz sicher würde Borussia das mit drei Punkten gegen Inter Mailand schaffen, was weitere 2,7 Millionen Euro bedeuten würde. Es können aber auch schon weniger Punkte reichen, um erstmals die K.o.-Runde zu erreichen.

Alassane Plea ist immer noch Gladbachs Rekordeinkauf, vor zwei Jahren hat der Klub 23 Millionen Euro Ablöse für ihn an OGC Nizza bezahlt. Das ist ziemlich genau die Summe, die Borussia vor dem Start der Champions-League-Gruppenphase schon an Einnahmen sicher hatte. 15,25 Millionen Euro gibt es als Startprämie, 7,756 Millionen bringt Platz 26 von 32 teilnehmenden Teams in der Uefa-Zehn-Jahres-Wertung.

In Summe liegt Borussia damit aktuell knapp bei über 30 Millionen Euro. Denn am Ende wird eine noch nicht feststehende Summe aus dem Unentschieden-Topf ausgeschüttet. Zwölf Remis gab es in der Gruppenphase bislang, womit 10,8 Millionen Euro nicht verteilt sind unter den Teams. Jetzt wird es kompliziert: Borussia holte zwei von bislang 52 Siegen, womit sie aktuell rund 415.000 Euro von den 10,8 Millionen bekäme.

Borussia hat ihr Mindestziel, als Gruppendritter international zu überwintern und im neuen Jahr in der Europa League weitermachen zu dürfen, durch den Sieg gegen Donezk gesichert. Nur wäre sie finanziell in ordentlichen, aber nicht annähernd so lukrativen Sphären unterwegs. Der Einzug ins Sechzehntelfinale bringt 500.000 Euro, der ins Achtelfinale weitere 1,1 Millionen. Die Gladbacher müssten schon ins Endspiel einziehen, damit die Europa League lukrativer wäre als nur das Achtelfinale der Champions League.

Ein großer Faktor wären darüber hinaus die Ticket-Einnahmen durch die drei Heimspiele gewesen. Für Real Madrid verlangte Borussia für die meisten Kategorien einen Zuschlag von 20 Euro, trotzdem war der Ansturm der Inhaber einer Dauerkarte Plus groß. Doch jeder Fan, der sich auf die „Königlichen“ im Borussia-Park gefreut hatte, wurde ein paar Tage später enttäuscht. Die Corona-Inzidenzzahl in Mönchengladbach, also die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, hat den Wert von 100 übertroffen. Das 2:2 gegen Real und das 4:0 gegen Donezk fanden vor komplett leeren Rängen statt. Gegen Inter Mailand (Dienstag, 21 Uhr) wird es in der kommenden Woche nicht anders sein.

Allein die 43.000 regulären Tickets - Logen und Business-Seats noch gar nicht mitrechnet - würden dem Verein bei einem ausverkauften Stadion Einnahmen von deutlich mehr zwei Millionen Euro bescheren. Das Hotel am Borussia-Park wäre voll, der Fanshop und das Museum gut besucht, die Schlangen an den Getränke- und Essensständen wären lang. Die sehr üppigen Teilnahmeprämien müssen nun einen großen Teil der wegbrechenden Heimspiel-Einnahmen kompensieren.

Unklar ist noch, was eine weitere Säule einbringen wird, die TV-Rechte. Hier wird ohnehin erst am Saisonende abgerechnet, aber es drohen weitere Einbußen im Vergleich zu normalen Champions-League-Jahren. Der Klubverband ECA soll laut „Bild-Zeitung“ bereits geringere Prämien für die Saison 2019/20 verkündet haben. Borussia lief damals in der Europa League auf und soll 500.000 Euro weniger einnehmen.