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Borussia Mönchengladbach senkt Ticket-Preise gegen Arminia Bielefeld

Stehplätze erlaubt, Vorverkauf ab Samstag : Borussia senkt Ticket-Preise gegen Bielefeld

Am Samstag startet für Dauerkarteninhaber von Borussia Mönchengladbach der Vorverkauf für das nächste Heimspiel gegen Arminia Bielefeld. Am 12. September dürfen erstmals wieder Stehplätze angeboten werden. Was die Karten kosten und welche Regeln gelten.

Es heißt oft, das Fußballgeschäft sei so schnelllebig. Doch die Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie stehen dem oft in nichts nach. Noch vor drei Wochen mussten Borussias Fans und der Verein bangen: Die Inzidenz in der Mönchengladbach durfte vor dem Heimspiel gegen den FC Bayern nicht zu früh den Wert von 35 überschreiten. Sonst hätte die Zuschauerzahl im Borussia-Park von 23.000 auf 19.000 reduziert werden müssen und statt der 3G- hätte die 2G-Regel gegolten: Nur Geimpfte und Genesene hätten dann noch Zutritt zum Bundesliga-Auftaktspiel gehabt. Die Inzidenz blieb im Rahmen, kletterte erst durch Nachmeldungen für den relevanten Tag über 35 – und 23.000 Fans, ob geimpft, genesen oder getestet, erlebten einen mitreißen Fußballabend im Stadion.

Am Mittwoch lag die Inzidenz in Mönchengladbach bei 164,7, so hoch wie auf dem Höhepunkt der dritten Welle im Frühjahr. Doch mit Blick auf das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld am 12. September um 19 Uhr wird es keine erneute Zitterpartie geben. Die neue Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen legt fest, was bis zum 17. September gilt. Die Inzidenzstufen haben ausgedient, die Verordnung ist auf acht Seiten geschrumpft. Sie bedeutet für alle Borussia-Fans, die gegen Bielefeld ins Stadion wollen, gute Nachrichten.

Am Samstag, 28. August, startet um 10 Uhr der Vorverkauf für Dauerkarteninhaber. Wenn noch Tickets übrig sind, sind am Tag danach ab 10 Uhr die Vereinsmitglieder sowie Mitglieder des FPMG Supporters Clubs an der Reihe. Es wird erstmals seit dem letzten Spiel vor Corona gegen Borussia Dortmund am 7. März 2020 wieder Stehplätze geben. Dadurch steigt die Zuschauerzahl auf 25.000, mehr geht aktuell nicht. Allerdings bekommt die Arminia ein Kontingent. Stehplätze werden für zehn Euro angeboten, auf den Tribünen hinter den Toren kosten Karten 20 Euro, auf den Geraden 30 Euro. Die Preise liegen damit deutlich unter den sonst üblichen für ein Bundesligaspiel Borussias. Gegen den FC Bayern hatte viele Fans noch kritisiert, dass auch Dauerkarteninhaber den Topspielzuschlag bezahlen mussten. „Die Kritik ist angekommen“, sagte Geschäftsführer Stephan Schippers auf der Mitgliederversammlung.

Es wird weiter die 3G-Regel gelten. Andere NRW-Vereine wie Borussia Dortmund, der 1. FC Köln und Bayer Leverkusen hatten bereits vor dem Saisonstart verkündet, nur noch Geimpfte und Genesene in ihre Stadion zu lassen, in Gladbach wird es anders gehandhabt werden. Die Verteilung der Bändchen an alle, die ihren Nachweis erbracht haben, im Umfeld des Borussia-Parks soll gegen Bayern sehr gut funktioniert haben. Der Verein hatte dazu viele zusätzliche Helfer engagiert.

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Bereits an diesem Sonntag wird es einen weiteren Schritt geben, der mehr an den Zustand vor der Pandemie erinnert: Für das Auswärtsspiel bei Union Berlin hat Borussia 1190 Gästetickets erhalten. So werden erstmals seit langer Zeit Gladbach-Fans offiziell ein Bundesliga-Gastspiel ihrer Mannschaft besuchen. In Leverkusen am Samstag hatten sich dennoch ein paar Hundert Anhänger Karten besorgt.

Lockerungen gibt es auch im Trainingsbetrieb. Die Einheiten können seit dieser Woche wieder ohne Ticket, Anmeldung und auch ohne 3G-Nachweis besucht werden. Öffentlich trainiert wird wieder am Freitag um 10.30 Uhr.