Stindl winkt Startelf-Comeback Borussia muss gegen Mainz auf sechs Spieler verzichten

Mönchengladbach · Gegen Mainz 05 stellt sich vor allem die Defensive von Borussia Mönchengladbach fast von selbst auf, da Trainer Adi Hütter auf zahlreiche Spieler verzichten muss. Aber auch vorne gibt es Ausfälle. Einen davon könnte Kapitän Lars Stindl kompensieren.

Borussia Mönchengladbach: Aufstellung gegen den FSV Mainz 05
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So könnte Borussias Startelf in Mainz aussehen

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Foto: dpa/Marius Becker

Adi Hütter nahm eine ausgedruckte Liste zur Hilfe, um zwei Tage vor dem Heimspiel gegen Mainz 05 (Sonntag, 17.30 Uhr) über Borussias Personalsituation aufzuklären. Die Spielernamen, die auf seinem Zettel grün hinterlegt waren, konnte er ignorieren. Vielmehr ging es um die „roten“ Spieler, also jene, die ihm 16 Tage nach dem 2:0-Sieg beim VfL Bochum nicht zur Verfügung stehen.

Dazu gehört Tony Jantschke, der sich nach einem positiven Coronatest in Quarantäne befindet. In Marvin Friedrich muss Hütter auf einen weiteren Verteidiger verzichten. Friedrich war zuletzt von einer Magen-Darm-Infektion und einer Coronainfektion außer Gefecht gesetzt worden und konnte in dieser Woche nur individuell trainieren. „Die Blutwerte passen noch nicht so, dass er Leistungssport ausüben kann“, verkündete Hütter am Freitag. Beim Winter-Zugang könnte es also noch etwas dauern, bis er wieder fit ist.

So dürfte sich Borussias Innenverteidigung gegen Mainz so aufstellen, wie es am Freitag im Training zu beobachten war: Matthias Ginter, mit dem Hütter nach dessen Ausfall im Länderspiel gegen die Niederlande (1:1) plant, dürfte rechts beginnen, Jordan Beyer links. Die Zentrale wäre dann für Nico Elvedi reserviert. Dahinter wird Yann Sommer, der nach seiner Corona-Erkrankung am Donnerstag erstmals wieder auf dem Trainingsplatz stand, das Tor hüten.

Auf den Flügelpositionen machen sich Borussias Personalsorgen weiter bemerkbar. Dort steht Luca Netz (Bauchmuskelzerrung) noch nicht zur Verfügung. Für den 18-Jährigen, der in Bochum an beiden Treffern beteiligt war, dürfte Ramy Bensebaini beginnen, bei dem Hütter nach der verpassten WM-Quali und dem Gegentor in der 123. Minute gegen Kamerun (1:2) mit Algerien mentale Aufbauarbeit leisten muss. „Er ist emotional angeknackst, das ist verständlich. Aber wir werden ihn auffangen, sodass er am Sonntag wieder seine Leistung bringen kann“, sagte Hütter. Bensebainis Pendant auf der rechten Seite, Stefan Lainer, dürfte zudem den Vorzug vor Joe Scally bekommen.

Weiter vorne steht Kapitän Lars Stindl vor seiner Rückkehr in die Startelf, da sich Marcus Thuram am Mittwoch im Training verletzt hat. Der Franzose musste das Training vor dem Abschlussspiel abbrechen. „Er hat Probleme mit den Adduktoren. Derzeit können wir noch keine Prognose abgeben, wie lange er uns fehlen wird, aber für das Wochenende wird er kein Thema sein“, sagte Hütter. Bei Thuram, der in den vergangenen vier Partien zwei Treffer erzielte und ein Tor vorbereitete, sollen weitere MRT-Bilder in der kommenden Woche Aufschluss über die Ausfallzeit geben.

Stindl, der zuletzt vor seiner Innenbandverletzung Mitte Januar zur Anfangsformation gehört hatte, könnte hinter Breel Embolo und Alassane Plea spielen. „Lars ist der Kandidat schlechthin mit seiner Erfahrung und Qualität. Er hat auch gut trainiert“, sagte Hütter und bescheinigte seinem Kapitän sehr gute Trainingsleistungen. Die kann Jonas Hofmann noch nicht vorweisen, denn der Nationalspieler ist noch nicht wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Das soll allerdings in den nächsten Tagen passieren, das Duell mit seinem Ex-Verein kommt allerdings noch zu früh.

Als wichtigste Botschaft wollte Hütter die Tatsache sehen, dass auch ohne die zahlreichen Ausfälle „eine gute Mannschaft“ auf dem Feld stehen werde, bei der der Trainer nach den beiden jüngsten Erfolgen ein gesteigertes Selbstvertrauen ausgemacht hat. In Mainz sieht er eine schwierige Aufgabe auf sein Team zukommen. „Mainz ist einer der unangenehmsten Gegner in dieser Liga. Sie führen die meisten Zweikämpfe, sind laufstark und versuchen immer Druck auf den Gegner auszuüben. Da brauchen wir Lösungen“, sagte Hütter. Lösungen und Ideen, die vor allem Stindl aus dem offensiven Zentrum heraus kreieren könnte.

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