1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: Sebastian König startet mit U19 in die Saison

Vor dem Saisonstart : U19-Trainer König spricht über seine ersten Wochen bei Borussia

Die U19 von Borussia Mönchengladbach legt am Samstag mit dem ersten Saisonspiel bei Rot-Weiss Essen los. Vor dem Start haben wir mit Sebastian König über die Vorbereitung, das erste Spiel und die Kapitänsfrage in seiner Mannschaft gesprochen.

Sieben Wochen Vorbereitung liegen hinter Borussias U19-Trainer Sebastian König und seiner Mannschaft. Eine Zeit, die König nicht nur dazu genutzt hat, seine Spieler kennenzulernen, sondern auch, um einen ersten Eindruck von seinem neuen Klub zu bekommen. „Strukturell ist Borussia ein sehr spannender Verein. Die Infrastruktur ist herausragend, hier kann man sich nur wohlfühlen“, sagt König im Gespräch mit unserer Redaktion.

Am Samstag (11 Uhr) steht für die Borussen das erste Pflichtspiel auf dem Programm. In der A-Junioren-Bundesliga West geht es zu Rot-Weiss Essen. „Essen ist ein unangenehmer Gegner, sie waren im letzten Jahr Sechster. Trotzdem wollen wir auf uns schauen und unser Spiel machen, dann können wir punkten und das ist natürlich auch das Ziel“, sagt König.

Vergangenes Wochenende gab es mit dem Testspiel gegen Darmstadt 98 die Generalprobe vor dem Ligastart, Königs Team entschied die Partie mit 2:0 für sich. „Das war ein gelungener Test für uns. Das Spiel hat uns aber auch gezeigt, dass wir in der Saison noch besser spielen müssen, um zu punkten. Das Ergebnis war gut, das ist vor allem für das Gefühl wichtig“, so König. Anfang August war die U19 zu einem internationalen Turnier nach Oberndorf gereist, schlug dort unter anderem den VfB Stuttgart, den Hamburger SV und den SC Freiburg. Im Finale gab es einen 2:1-Sieg gegen den brasilianischen Klub Palmeiras.

„Anschließend sind wir noch zwei Tage dort geblieben, das war eine Art Kurztrainingslager“, sagt König. Nach seinem Wechsel aus dem Nachwuchsleistungszentrum von Energie Cottbus an den Niederrhein hat er bei Borussia die Jahrgänge 2004 und 2005 übernommen. Zum 2005er-Jahrgang zählen jene Spieler, die im vergangenen Jahr mit der U17 unter Eugen Polanski nur knapp den Einzug ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft verpasst haben. „Es ist eine spannende Aufgabe, den älteren Jahrgang mit dem Jung-Jahrgang zusammenzubringen. Sie haben jetzt ein neues gemeinsames Projekt“, sagt König.

Zu den älteren Spielern in der U19 gehören unter anderem Tony Reitz, Moustafa Moustafa und Dimitrie Deumi-Nappi. Innenverteidiger Deumi-Nappi wurde von König zum Kapitän ernannt. „Er hat seine Rolle in der Vorbereitung als Führungsspieler angenommen und hat im vergangenen Jahr schon viele Spiele gemacht. Er ist ein schlauer Junge auf und neben dem Platz“, sagt König. In Yvandro Borges Sanches und Simon Walde gibt es zwei Spieler, die aktuell am Training der Profis teilnehmen, gleichzeitig aber noch in der U19 spielen könnten. Wo sie am Wochenende zum Einsatz kommen, wird sich meist kurzfristig klären.

  • Nach dem Saisonauftakt am Wochenende geht
    Drei Spieltage in zehn Tagen : Ärger über den Spielplan in der A-Liga
  • Daniel Theis beim Dunking.
    Nach Wagner-Schock : Deutsche Basketballer gewinnen Test in Belgien
  • Farkes Optionen : Auf Borussias Doppelsechs entsteht eine neue Dynamik

Wie in der vergangenen Saison wird auch im nächsten Jahr nur eine einfache Runde gespielt. Das heißt: Rückspiele gibt es keine, nur 15 Spieltage sind bis Mitte März 2023 terminiert, dann ist die Spielzeit schon wieder vorbei. Eine Regelung, die der DFB aufgrund der Corona-Pandemie beschlossen hat, um im Spielplan genügend Luft für Ausweichtermine zu lassen.

Der Unmut darüber ist in den Nachwuchsleistungszentren groß, auch König wünscht sich mehr Spielpraxis für seine Mannschaft. „Den Spielern werden in ihren letzten Junioren-Jahren einige Spiele genommen“, sagt er. Diejenigen, die dann im nächsten Sommer auf der Suche nach einem neuen Klub sind, haben einige Monate kein Spiel mehr bestritten.

Besonders hart trifft die Regelung beispielsweise Spieler, die sich in der Hinrunde verletzen und in der Rückrunde nur maximal vier Partien bestreiten können. Bei Borussia ist das bei Adonis Milaj der Fall, der sich im ersten Testspiel vor einigen Wochen das Schienbein gebrochen hat – ein Wermutstropfen der Vorbereitung. Ansonsten sieht König seine Mannschaft gut gerüstet, die Aufgabe in Essen zu bewerkstelligen. Wie ein guter Start gelingt, haben Borussias Profis gegen Hoffenheim gezeigt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Borussias Eigengewächse aus dem Fohlenstall