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Borussia Mönchengladbach schlägt SpVgg Greuther Fürth mit 2:0

2:0 beim Schlusslicht : Borussia siegt in Fürth dank frühem Doppelschlag

Borussia Mönchengladbach ist in der Bundesliga zum vierten Mal in Folge ungeschlagen geblieben. Im Duell mit der SpVgg Greuther Fürth war vor allem die dominierende Anfangsphase der Gladbacher entscheidend. Nach der Pause verfielen die Borussen dann wieder in altbekannte Muster.

Borussia Mönchengladbach hat dank eines 2:0-Sieges bei der SpVgg Greuther Fürth am Samstag die Punkte 35, 36 und 37 eingetütet und damit fünf Spieltage vor dem Saisonende einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht.

Vor dem Anpfiff richtete sich der Blick zunächst auf das Schiedsrichter-Gespann, zu dem auch Linienrichter Christian Gittelmann gehörte. Gittelmann war vor drei Wochen bei Borussias Auswärtsspiel beim VfL Bochum (2:0) von einem Becher am Kopf getroffen worden, was zum Spielabbruch geführt hatte.

Im Vergleich zur Vorwoche änderte Gladbachs Trainer Adi Hütter seine Startelf auf zwei Positionen: Joe Scally ersetzte Ramy Bensebaini, der wegen Oberschenkelproblemen erst gar nicht zum Kader gehörte. In der Offensive musste Kapitän Lars Stindl eine Woche nach seinem Startelf-Comeback für Marcus Thuram weichen. Zurück nach seiner Verletzung war Nationalspieler Jonas Hofmann, der zunächst auf der Bank Platz nahm.

Thuram gehörte in der Anfangsphase zu den auffälligsten Borussen und hatte in der zweiten Minute per Kopfball seine erste Chance, platzierte den Ball aber zu zentral vor dem Tor. Wenig später wurde Thuram von Alassane Plea in Szene gesetzt und tauchte frei vor dem Fürther Torwart Andreas Linde auf, der den Ball abwehrte. Die Anfangsphase erinnerte an den Gladbacher Start gegen Mainz: Borussia zeigte sich spielfreudig, kontrollierte Ball und Gegner und belohnte sich in der 18. Spielminute nach einem sehenswerten Spielzug mit der Führung.

Nach einem öffnenden Pass von Manu Koné auf Plea steckte dieser durch auf Thuram, der den Ball dieses Mal eiskalt an Linden vorbei zum 1:0 ins Tor schoss. Nur sechs Minuten später legte Gladbach, das sich vor allem über das Zentrum Chancen herausspielten, nach: Stefan Lainer schlug mit dem Ball am Fuß zwei Haken im gegnerischen Strafraum und wurde dabei sowohl vom Fürther Nick Viergever als auch von Timothy Tillman am Fuß getroffen. Doch Schiedsrichter Tobias Stieler ließ zunächst weiterspielen und benötigte die Hilfe seines Videoassistenten, um nach zwei Minuten auf Elfmeter zu entscheiden. Alassane Plea trat an und platzierte den Ball mit einem Flachschuss in der rechten Ecke. Das 2:0 aus Sicht der Borussen ging zu diesem Zeitpunkt in Ordnung, Hütter konnte mit dem Auftritt seines Teams zufrieden sein.

Die Fürther, die bereits beim 0:4 im Hinspiel im Borussia-Park das Nachsehen hatten, kamen in der 30. Minute nach einem Eckball das erste Mal gefährlich vors Tor von Yann Sommer, der beim Kopfball von Sebastian Griesbeck jedoch nicht eingreifen musste. Zwei Minuten zuvor hätte Koné nach einem Doppelpass mit Thuram per Fernschuss beinahe das dritte Gladbacher Tor erzielt. Bis zur Pause passierte am Fürther Ronhof nicht mehr viel, das klare Expected-Goal-Verhältnis von 0,22 zu 2,57 spiegelte sich im Ergebnis zur Pause wider.

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Zu Beginn des zweiten Durchgangs brannte es – allerdings nicht auf dem Platz, sondern im Gästeblock, wo die mitgereisten Borussia-Fans Pyrotechnik zündeten. Die Überlegenheit der Borussen ließ nun nach, stattdessen tauchten die Fürther mehr und mehr in der Gladbacher Hälfte auf, erspielten sich aber vorerst nicht die großen Gelegenheiten.

Bei Borussia dauerte es bis zur 64. Minute, ehe Alassane Plea mal wieder einen Schuss aufs Tor brachte. Thuram hatte im Anschluss die beste Gladbacher Chance des zweiten Durchgangs, scheiterte allerdings aus spitzem Winkel an Linde, der die Fürther weiter im Spiel hielt. Auf der anderen Seite zeigte der eingewechselte Jessic Ngankam per Kopfball ebenfalls, dass der Tabellenletzte noch nicht aufgab. Die Dominanz aus der ersten Hälfte ging den Borussen verloren, stattdessen sahen die 14.000 Zuschauer in Fürth ein offenes Spiel. Yann Sommer parierte den ersten Fürther Schuss aufs Tor in der 72. Minute von Jamie Leweling sicher.

Mit den Einwechslungen von Stindl (für Plea), Christoph Kramer (für Florian Neuhaus) und Jonas Hofmann (für Thuram) schickte Hütter in der Schlussphase noch drei frische Kräfte aufs Feld. Neuhaus hatte zuvor das vermeintliche 3:0 erzielt, das aufgrund eines unnötigen Foulspiels von Thuram allerdings keine Anerkennung fand. Auch Patrick Herrmann (für Lainer) und Laszlo Bénes (für Koné) durften sich noch einmal zeigen, ehe Stieler die Partie abpfiff.

Eine Woche vor dem Derby gegen den 1. FC Köln können sich die Borussen trotz der schwächeren zweiten Halbzeit über ein zu-Null-Spiel und die vierte ungeschlagene Partie in Serie freuen.

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