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Borussia Mönchengladbach - Schachtjor Donezk: 4:0-Sieg sichert Überwintern in Europa

Klares 4:0 gegen Donezk : Borussia vor dem Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse

Borussia Mönchengladbach hat mit einem klaren 4:0-Sieg gegen Schachtjor Donezk die Tür zum Achtelfinale der Champions League weit aufgestoßen. Breel Embolo gelang gegen die Ukrainer ein Traumtor.

Wie würde Schachtjor Donezk auf die deutliche 0:6-Pleite im Hinspiel vor drei Wochen reagieren? Das war die große Frage, die im Vorfeld über dem Champions-League-Rückspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Donezk hing.

Für die erneut deutliche Antwort waren die Gladbacher verantwortlich, die sich für eine souveräne Leistung mit den nächsten drei Punkten belohnt haben, acht sind es nun an der Zahl. Damit ist das Überwintern in Europa sgesichert. Der dritte Platz in der Gruppe B ist den Borussen nicht mehr zu nehmen. Doch nach Mittwochabend ist klar: Gladbach geht als Tabellenführer in die letzten beiden Spiele, die Tür zum Achtelfinale ist vor den Duellen mit Inter Mailand und Real Madrid weit offen.

Trainer Marco Rose hatte im Vergleich zum 1:1 in der Bundesliga am vergangenen Wochenende gegen den FC Augsburg zwei Veränderungen vorgenommen. Und eine davon sorgte für ein Debüt: Valentino Lazaro stand erstmals in der Startelf und gehörte zur offensiven Dreierreihe. Patrick Herrmann rückte dafür auf die Bank. Marcus Thuram rotierte für Hannes Wolf rein, der krankheitsbedingt erst gar nicht zum Kader gehörte. Alassane Plea hingegen war nach seiner Coronainfektion wieder zurück.

Von der Bank aus konnte Plea beobachten, wie sein französischer Landsmann Marcus Thuram in der dritten Minute einen ersten Warnschuss abfeuerte. Doch der Versuch aus der Distanz verfehlte das Tor der Gäste deutlich. Besser machte es wenig später Breel Embolo, der nach einem feinen Pass von Florian Neuhaus aber an Andriy Pyatov scheiterte. Die Borussen machten es gut, suchten gleich den Weg nach vorne und waren klar tonangebend. Die nächste Chance folgte prompt: Lazaro bediente von der Grundlinie Neuhaus, der vom Sechzehner aus direkt abzog, den Ball aber 3:0 Torschüsse nach zehn Minuten lautete die deutliche Statistik.

Der vierte landete dann zur 1:0-Führung aus Gladbacher Sicht im Netz – Kapitän Lars Stindl verwandelte in der 17. Minute einen Elfmeter. Zuvor hatte der ukrainische Abwehr-Mann Serhiy Kryvtsov im Strafraum Thuram von den Beinen geholt. Stindl schickte Pyatov daraufhin in die falsche Ecke. Für ihn war es sein siebter Treffer in der Königsklasse, er ist damit weiterhin der erfolgreichste Gladbacher Schütze in diesem Wettbewerb.

Donezk probierte nun, auch mal gefährlich vor das Tor von Yann Sommer zu kommen. Doch die ersten Angriffsversuche verpufften. Fast hätte Rose an der Seitenlinie den nächsten Treffer seiner Mannschaft bejubeln können, doch der Schlenzer aus zentraler Position von Embolo touchierte den Außenpfosten. Der Schweizer stand auch nach einer halben Stunde im Mittelpunkt, als er im Strafraum, verfolgt von zwei Gegenspielern, ins Straucheln geriet. Ein Kontakt war vorhanden, doch das reichte dem Schiedsrichter Cüneyt Cakir dieses Mal nicht für einen Strafstoß.

In der 34. Spielminute war der Ball dann erneut über der Torlinie. Nico Elvedi, hauptberuflich Innenverteidiger, schraubte sich am kurzen Pfosten in die Höhe und vollendete Stindls Ecke zum 2:0. Doch für Donezk, die wie schon vor drei Wochen überhaupt nicht zur Geltung kamen, sollte es noch dicker kommen: Mit dem Pausenpfiff sorgte Embolo für den Höhepunkt des Spiels. Nach einem Freistoß segelte der Ball in Richtung Fünfmeterraum, dort stand Embolo mit dem Rücken zum Tor und drosch den Ball aus kurzer Distanz per Fallrückzieher in die Maschen. 3:0. Die Machtdemonstration der Borussen war im vollen Gange.

Nach der Pause wurden die Gäste offensiv etwas aktiver, doch Sommer musste bei den Fernschüssen von Tete und Alan Patrick nicht eingreifen. Borussia schaffte es zwar, Donezk nicht zu nah ans eigene Tor kommen zu lassen, doch die Partie verlagerte sich nun mehr in die Gladbacher Hälfte, blieb aber trotzdem ereignisarm. Das spielte den Borussen in die Karten, denn die deutliche Führung hatte dadurch weiter Bestand.

Für das 4:0 sorgte dann Linksverteidiger Oscar Wendt, dessen Freistoß-Hereingabe aus dem Halbfeld an allen vorbei ins lange Eck segelte. Es war bereits der vierzehnte Treffer in dieser Champions-League-Saison. Vorne waren die Borussen produktiv und auch in der Defensive durfte sich Sommer kurz vor Schluss noch beweisen, als er einen Kopfball von Mykola Matwijenko mit einem Reflex über die Latte lenken konnte.

Am kommenden Dienstag geht es im Borussia-Park weiter. Dann ist Inter Mailand zu Gast, gegen die der Achtelfinal-Einzug endgültig gesichert werden kann. Es wäre bei der dritten Champions-League-Teilnahme der erste für die Borussen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Borussia – Donezk: die Bilder des Spiels