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Borussia Mönchengladbach: Scally wird gegen die Bayern Bensebaini ersetzen

US-Amerikaner vor Liga-Debüt gegen die Bayern : Joe Scally auf den Spuren von Nico Elvedi

Marcus Thuram ist rechtzeitig zum Bayern-Spiel zurück, Ramy Bensebaini nicht. Daher wird der 18 Jahre alte US-Amerikaner Joe Scally wohl sein Liga-Debüt ausgerechnet gegen die Bayern feiern. Erkundigen kann er sich in der Sache bei seinem Nebenmann Nico Elvedi.

Offensivtrainer Oliver Neuville legte den Ball vom rechten Flügel zurück an die Strafraumgrenze, Marcus Thuram nahm das Spielgerät an und schoss – mit Erfolg, vom Pfosten prallte das Runde ins Eckige, Job erledigt. So darf es aus Gladbacher Sicht auch gern passieren am Freitag im Saison-Auftaktspiel gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern (20.30 Uhr, live bei Sat1). Bereit scheint Thuram zu sein, der Franzose ist am Mittwoch nach seinen Knieproblemen wieder ins Teamtraining eingestiegen und machte die komplette Einheit plus die Torschussübungen in der „Nachspielzeit“ des Trainings mit.

Während sich Thuram also einschoss, sprach Trainer Adi Hütter ausführlich mit Christoph Kramer und Jonas Hofmann. Dass Kramer einen zentralen Job haben wird gegen die Bayern ist sehr wahrscheinlich, inwieweit Hofmann und Thuram eine Rolle spielen, ist hingegen offen. Klar ist aber eine andere Personalie: Ramy Bensebaini wird es nicht schaffen bis zum Bayern-Spiel, er fehlte auch am Mittwoch im Training und kommt daher für einen Einsatz nicht in Frage. Was bedeutet: Joseph „Joe“ Scally, Borussias 18 Jahre alter US-Amerikaner, wird ausgerechnet im Topspiel gegen den Rekordmeister sein Liga-Debüt feiern hinten links. Das ist mal eine Feuertaufe.

Wie sich eine solche anfühlt, dazu kann sich Scally bei Nico Elvedi erkundigen, der am Freitag wie schon im Pokal dann wohl in der Viererkette sein Nebenmann sein wird. Denn Elvedis Startelf-Debüt passierte am 5. Dezember 2015 ebenfalls gegen die Bayern, damals warf Trainer André Schubert den Schweizer ins kalte Wasser, der bis dahin nur wenige Minuten im Profiteam gespielt hatte. Elvedi wackelte erst gegen Bayerns Kingsley Coman, doch dann stand er nach der Pause seinen Mann und trug zum 3:1-Sieg bei. Seither ist Elvedi ein fester Bestandteil der Gladbacher Defensive.

Ein paar Tipps für den jüngeren Kollegen hat Elvedi sicher parat. Scally hat zudem schon Bayern-Erfahrung, und zwar eine gute. Denn beim 2:0-Testspielsieg zuletzt empfahl er sich mit einer guten Darbietung, die sogar eine Torvorlage für Hannes Wolf beinhaltete. Am Freitag wird es für ihn aber erstmal darum gehen, seinen Kernjob, die Arbeit in der Defensive, gut zu machen gegen dann sicherlich ganz anders formierte und aufgestellte Bayern. Nicht unwahrscheinlich ist, dass er es dabei mit Serge Gnabry zu tun bekommt. Scally ist aber keiner, der Angst vor großen Aufgaben hat.

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„Ich werde da sein, wenn ich gebraucht werde“, sagte er während des Trainingslagers in der Klosterpforte. Bisher hat er seinen Worten Tagen folgen lassen. Das will der junge Amerikaner nun auch gegen die Bayern tun. Er hat Andreas Poulsen als Bensebaini-Alternative hinten links überholt und ist auch gegenüber dem neuen Linken Luca Netz im Vorteil. Scally lebt seinen niederrheinischen Traum in vollen Zügen und auf der Überholspur.