1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: Roland Virkus ist überzeugt von Daniel Farke

Borussias Manager : Virkus erklärt die Entscheidung für Trainer Farke

Borussias Manager Roland Virkus war gleich nach dem ersten Gespräch mit Daniel Farke überzeugt, dass es passen kann mit dem Trainer und Borussia. Er erklärte am Sonntag, warum er sich nach der Absage von Lucien Favre für den 45-Jährigen entschieden hat.

Roland Virkus hat eine Entscheidung getroffen. Eine Entscheidung, an der auch er gemessen werden wird. Nach der Trennung von Adi Hütter hat er einen neuen Trainer installiert: Daniel Farke. 45 Jahre alt, Bundesliga-Novize, reichlich Erfahrung aber im englischen Fußball durch die Zeit bei Norwich City und ein Verfechter des aktiven Ballbesitzfußballs in der Tradition Pep Guardiolas, das ist Farke. „Nach dem ersten Telefonat mit ihm hatte ich Gänsehaut und war angefixt“, berichtete Gladbachs Sportdirektor am Sonntag bei der Vorstellung des neuen Trainers.

„Als klar war, dass wir mit Adi Hütter nicht weitermachen werden, haben wir uns abgestimmt und uns mit Lucien Favre beschäftigt. Als wir gemerkt haben, dass wir das nicht verwirklichen können, habe ich Kontakt mit Daniel Farke aufgenommen und festgestellt, dass wir sehr viele Schnittmengen haben. Ich habe dann so schnell wie möglich versucht, das zu forcieren und Einigung zu erzielen. Das haben wir am Samstag geschafft“, erklärte Virkus den Ablauf der Trainersuche.

Gerade Farkes Arbeit bei Norwich City hat Virkus beeindruckt. „Er ist zweimal aufgestiegen mit dem Klub, und die Art und Weise, wie er aufgestiegen ist mit dem Klub, das hat große Schnittmengen zu Borussia. In der Regel steigt man in England mit Kick and Rush auf. Aber Norwich hat sich über den fußballerischen Ansatz definiert. Nach dem Abstieg hat er, weil finanzielle Mittel fehlten, mit vielen jungen Leuten arbeiten müssen, hat aber an seiner Struktur festgehalten und ist wieder aufgestiegen. Er hat seinen Stil angepasst, aber das dominante Merkmal war weiter das Fußballspielen. Zudem gab es nur ein bisschen mehr als 30 Gegentore“, sagte der Manager.

Doch nicht nur der fußballerische Aspekt sei entscheidend dafür, dass es passt zwischen dem Westfalen Farke und der niederrheinischen Borussia. „Du musst menschlich passen, die Werte des Klubs mit verinnerlichen. Das kommt dazu zu dem Fußball, den er mit seiner Mannschaft gespielt hat – und das fast über fünf Jahre. Auch das ist ein Ziel, das wir haben: langfristig mit einem Trainer zusammenarbeiten“, sagte Virkus.

  • Norwich City v Liverpool Premier League
    Neuer Trainer : Bei Borussia deutet alles auf Farke hin
  • Vertrag bis 2025 : Daniel Farke ist neuer Trainer von Borussia Mönchengladbach
  • Borussias neuer Trainer : Das ist Daniel Farkes erste Botschaft an Gladbachs Fans

Das Gesamtprodukt Farke hat Virkus „imponiert“. Und man kann sich vorstellen, wie beide schnell in tiefe Fußball-Debatten eingestiegen sind. „Es hat Bock gemacht, mit ihm zu sprechen, weil wir in die gleiche Richtung denken“, gab Virkus zu.

Das war im Grunde auch mit Lucien Favre so, mit dem Virkus fast klar war, um dann doch eine Absage zu kassieren. „Es ist doch klar, dass man sich mit Lucien Favre befasst. Im Fußball geht es um Wahrscheinlichkeiten. Du musst die Dinge machen, von denen du zu 100 Prozent überzeugt bist. Und nach den Gesprächen mit Daniel habe ich gesagt: Er passt genau in die Philosophie des Klubs. Da spielt es überhaupt keine Rolle, ob es eine Sache ist, die vielleicht mit Risiko behaftet ist. Es muss nicht immer die alte Lösung die gute Lösung sein“, berichtete Virkus.

Virkus weiß aber, dass die letzte Wahrheit seiner Entscheidung auf dem Platz liegt, in den fußballerischen Inhalten, in den Ergebnissen. „Wir haben alle Wahrscheinlichkeiten abgeklopft, und die Schnittmengen sind groß. Jetzt wollen wir arbeiten und das, was wir als Gemeinsamkeiten definiert haben, umsetzen“, sagte Virkus. Am 26. Juni, dem Tag des Trainingsauftakts mit Farke, geht es damit los.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Borussias neuer Manager Roland Virkus im Porträt