Borussia Mönchengladbach: Richtige Reaktion gegen Fortuna Düsseldorf nach dem Pokal-Aus

Mannschaft zeigt richtige Reaktion gegen Fortuna : Borussia besteht den Stabilitätstest

Nach einer schwierigen Woche war das 3:0 von Borussia Mönchengladbach auch ein Sieg der mentalen Stärke. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking hat bewiesen, dass das System weiterhin funktioniert.

Es war kein Sieg, der leicht vom Fuß ging, doch letztlich war es ein lockeres 3:0 der Borussen gegen Fortuna Düsseldorf. Es hätte auch höher ausfallen können das Ergebnis, allein Florian Neuhaus und Alassane Plea hätten locker noch treffen können. Doch weniger die Höhe des Sieges als vielmehr die Art und Weise, wie die Borussen ihren fünften Heimsieg am Stück bewerkstelligten, spricht für das Team.

Dass die 1:3-Niederlage in Freiburg und vor allem das 0:5 gegen Leverkusen im Pokal durchaus in den Köpfen der Borussen Spuren hinterlassen hatten, gab Torwart Yann Sommer zu. „Wir hatten eine sehr schwierige Woche, acht Tore und zwei Niederlagen in einer Woche zehren an der mentalen Stärke. Es war eine tolle Reaktion“, sagte der Schweizer. „Klasse“ war das Adjektiv, das Trainer Dieter Hecking im Zusammenhang mit dem Wort „Reaktion“ nutzte.

Das Niederrhein-Duell war ein Stabilitätstest. Den hat Heckings Team bestanden. In den ersten Wochen der Saison war es vor allem der Erfolg, der die neue Borussia stabil machte und sie von Aufgabe zu Aufgabe wachsen ließ. Das 2:4 in Berlin wurde gleich durch das 3:1 gegen Frankfurt aufgearbeitet, nun gab es aber nach der Niederlage in Freiburg erneut ein Negativerlebnis, wenn auch in  einem anderen Wettbewerb. Da kann eine Mannschaft wie Aufsteiger Düsseldorf, der es versteht, spielstarke Teams zu ärgern, schon mal ein Stolperstein werden. Doch die Borussen machten den Job mit Ruhe und der richtigen Einstellung.

Und Dieter Hecking nutzte die Schlussphase des Spiels für einen eventuellen Vorgucker auf die nähere Zukunft. Lars Stindl, der eine Erholungspause bekam, kam in den letzten Minuten für Jonas Hofmann und spielte auf der Acht. Das wäre die Variante, in der Hecking Stindl, Raffael und Plea und Thorgan Hazard vereinen könnte auf dem Platz. Möglich, dass das ein Ansatz für Bremen am nächsten Samstag ist. Interessant wäre es.

Allerdings soll gegen Bremen auch Denis Zakaria (Innenbanddehnung) zurückkehren in den Kader, zudem ist da noch Patrick Herrmann, der dieses Mal nicht zum Aufgebot gehörte. Es ist von Spiel ein Puzzle für Hecking, das er aus vielen guten Teilen zusammensetzen muss. Gegen Düsseldorf war es richtig, gleich wieder auf Plea zu setzen, er macht im Moment offenbar den Unterschied aus, zumindest funktioniert mit ihm das 4-3-3 besser als ohne ihn, auch das zeigte der sechste Sieg der Saison. Zudem gehören die Borussen mit 23 Treffern zu den drei torhungrigsten Teams der Liga, 2,3 Treffer pro Spiel sprechen dafür, dass die Gladbacher ihr Bekenntnis zur Offensive auch aktiv umsetzen.

20 Punkte nach zehn Spielen und Platz zwei, das ist eine ausgezeichnete Bilanz. Zwei Punkte im Schnitt sind eine Bilanz, die sicherlich reichen würde für die Champions-League-Teilnahme. Wohin der Weg tatsächlich führt, darüber wollen die Borussen nach einem knappen Drittel der Saison nicht philosophieren. Dass sie aber das Zeug haben, sich oben festzusetzen, lässt die bisherige Saison vermuten. Das Pokal-Aus lässt sich nicht mehr reparieren, hat aber, dank des Sieges gegen Fortuna, keine Auswirkungen auf die Situation der Gladbacher in der Bundesliga. Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf die Nicht-Europa-Plätze nun, das ist schon mal was.

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